Aichach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aichach
Aichach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aichach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Höhe: 446 m ü. NHN
Fläche: 92,87 km2
Einwohner: 21.130 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86551
Vorwahl: 08251
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 113
Adresse der
Stadtverwaltung:
Stadtplatz 48
86551 Aichach
Webpräsenz: www.aichach.de
Bürgermeister: Klaus Habermann (SPD)
Lage der Stadt Aichach im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Rathaus in Aichach

Aichach (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist die Kreisstadt des Landkreises Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Städtedreieck München - Augsburg - Ingolstadt am Flüsschen Paar.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile sind:[2]
Aich, Aichach (10.519 Einwohner), Algertshausen (963 Einwohner), Andersbach, Blumenthal, Ecknach (1.073 Einwohner), Edenried (251 Einwohner), Eitershofen, Froschham, Gallenbach (531 Einwohner), Gansbach, Griesbeckerzell (1.195 Einwohner), Hiesling, Hofgarten, Ippertshausen, Klingen (1.054 Einwohner), Knottenried, Matzenberg, Neuhausen, Neuhausen, Neumühle, Nisselsbach, Oberbernbach (1.938 Einwohner), Obermauerbach (319 Einwohner), Oberneul, Oberschneitbach (375 Einwohner), Oberwittelsbach (381 Einwohner), Röckerszell, Sulzbach (497 Einwohner), Tränkmühle, Untergriesbach (486 Einwohner), Untermauerbach (263 Einwohner), Untermühle, Unterneul, Unterschneitbach (441 Einwohner), Unterwittelsbach (815 Einwohner), Walchshofen (314 Einwohner), Wilpersberg, Windten und Wöresbach.

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den Hauptwohnsitz am 31. Dezember 2017.

Kataster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Aichach, Algertshausen, Ecknach, Edenried, Gallenbach, Griesbeckerzell, Hiesling, Klingen, Oberbernbach, Obermauerbach, Oberschneitbach, Oberwittelsbach, Sulzbach, Untergriesbach, Untermauerbach, Unterschneitbach, Unterwittelsbach und Walchshofen.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augsburg/Aichach 1990–2013
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
41
 
3
-3
 
 
36
 
5
-3
 
 
50
 
9
0
 
 
49
 
14
3
 
 
80
 
19
8
 
 
93
 
22
11
 
 
121
 
24
13
 
 
88
 
24
12
 
 
67
 
19
9
 
 
54
 
13
5
 
 
54
 
7
1
 
 
56
 
3
-2
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: http://www.weatheronline.de/weather/maps/city?LANG=de&PLZ=_____&PLZN=_____&WMO=10852&CONT=dldl&R=160&LEVEL=162&REGION=0001&LAND=DL&MOD=tab&ART=PRE&NOREGION=0&FMM=1&FYY=1990&LMM=12&LYY=2013
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Augsburg/Aichach 1990–2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,5 4,5 9,1 13,9 18,8 21,8 23,8 23,9 18,7 13,3 6,7 2,9 Ø 13,4
Min. Temperatur (°C) -2,8 -2,8 0,3 3,2 7,7 11,0 12,5 12,3 8,5 5,3 1,3 -1,8 Ø 4,6
Temperatur (°C) -0,2 0,8 4,7 8,5 13,3 16,4 18,1 18,1 13,6 9,3 4,0 0,5 Ø 9
Niederschlag (mm) 40,5 35,5 50,4 48,6 79,8 92,9 121,0 88,4 66,5 53,7 54,4 55,7 Σ 787,4
Sonnenstunden (h/d) 2,0 3,0 4,3 5,9 7,1 7,5 7,7 7,3 5,3 3,4 1,9 1,7 Ø 4,8
Regentage (d) 13,9 14,2 14,7 13,0 14,4 15,8 15,3 13,8 13,1 13,6 14,7 16,6 Σ 173,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,5
-2,8
4,5
-2,8
9,1
0,3
13,9
3,2
18,8
7,7
21,8
11,0
23,8
12,5
23,9
12,3
18,7
8,5
13,3
5,3
6,7
1,3
2,9
-1,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
40,5
35,5
50,4
48,6
79,8
92,9
121,0
88,4
66,5
53,7
54,4
55,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aichach kann auf eine bald tausendjährige Geschichte zurückblicken. In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts (vor 1078) wurde die Kirche von Aichach erstmals in einer chronikalen Notiz des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg genannt. Die Ansiedlung ist sicher älter. 1250 wurde erstmals ein Komtur als Leiter eines Hauses des Deutschen Ordens in Aichach genannt. Aichach war bis 1384 der Sitz einer Deutschordenskommende, die später nach Blumenthal umzog und bis 1806 bestand. 1347 verlieh Kaiser Ludwig der Bayer „unser Statt Aychach […] allw die Recht […] die unser Statt due die Burger ze Munichen […] habent“.

Oberes Tor mit umfangreicher Inschrift zur Stadtgeschichte

Im Jahre 1634 brannte Aichach nach einer Belagerung nahezu völlig ab. Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges zogen die Truppen der Kriegsparteien immer wieder durch die schwer mitgenommene Stadt an der Straße von Augsburg nach Regensburg. Der Schwedengeneral Gustaf Horn rang mit den kaiserlichen Generälen Aldringen und Jan van Werth. 1704 kamen im Spanischen Erbfolgekrieg englische, holländische und spanische Truppen nach Aichach. Das herzogliche Schloss wurde zerstört.

Im Jahre 1796 zogen französische und österreichische Truppen durch die Stadt und nahmen zum Leidwesen der Bürger in und bei Aichach Quartier. Die Stadt hatte unter den wiederkehrenden Durchzügen der Armeen sehr zu leiden. Zwischen 1796 und 1809 mussten die Bürger von Aichach insgesamt 18.699 Offiziere und 194.086 Soldaten einquartieren.[3] Im Gasthof des Bräuers Lorenz Alois Gerhauser am Stadtplatz wohnten u. a. der französische General Saint Cyr und 1799 der Kosakenführer Rimski-Korsakow.

Die Stadt Aichach war vor 1800 Pflegamt und gehörte zum Rentamt München des Kurfürstentums Bayern. Aichach besaß ein Stadtgericht mit weitgehenden magistralen Eigenrechten. Seit 1862 bestand das Bezirksamt Aichach, Vorläufer des Landkreises Aichach. Er bildete im Zuge der Kreisreform 1972 mit dem Landkreis Friedberg sowie einzelnen Gemeinden weiterer Landkreise den provisorischen „Landkreis Augsburg-Ost“. Dieser neue Landkreis gehörte zum Regierungsbezirk Schwaben. Der Landkreis erhielt am 1. Mai 1973 seinen endgültigen Namen Landkreis Aichach-Friedberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Untergriesbach und Unterschneitbach nach Aichach eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgte die Eingemeindung der von Oberschneitbach, Sulzbach und Unterwittelsbach, und am 1. April 1972 wurde Walchshofen nach Aichach eingemeindet.[4] Am 1. Januar 1974 schloss sich die Eingemeindung von Algertshausen an, am 1. Januar 1977 folgten dann noch Klingen und Obermauerbach. In der bislang letzten Eingemeindungsphase wurden die Gemeinden Ecknach, Gallenbach, Griesbeckerzell (mit dem bereits am 1. Januar 1972 eingegliederten Edenried), Oberbernbach und Oberwittelsbach am 1. Januar 1978 zu Ortsteilen von Aichach.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Aichach von 1840 bis 2016
Jahr Einwohner
1840 5.458
1900 6.554
1925 7.923
1939 8.600
1950 12.132
1961 12.673
1970 13.440
1987 16.202
Jahr Einwohner
1991 17.919
1995 19.156
2002 20.592
2005 20.853
2010 20.866
2015 21.050
2016 21.130

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 30 Stadträten zusammen.

Parteien 2014 2008
Anteil Sitze ±Anteil ±Sitze Anteil Sitze
CSU 36,9 % 11 −2,2 % −1 39,1 % 12
SPD 28,9 % 9 −0,2 % ±0 29,1 % 9
FWG 16,8 % 5 −1,6 % −1 18,4 % 6
CWG 3,6 % 1 −1,6 % ±0 5,2 % 1
FDP 2,3 % 1 −2,4 % ±0 4,7 % 1
Bündnis 90/Grüne 6,9 % 2 +3,4 % +1 3,5 % 1
BZA 4,5 % 1 +4,5 % +1
Wahlbeteiligung 54,1 % −3,7 % 57,8 %

Bürgermeister ist seit 1. Mai 1996 Klaus Habermann (SPD).

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 16,390 Mio. Euro, davon waren 5,725 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „In Silber ein bewurzelter grüner Eichenbaum mit fünf Blättern und sechs goldenen Eicheln.“

Das Wappen von Aichach ist mit der Darstellung des Eichenbaums ein redendes Wappen. Der Ortsname bedeutet „Siedlung bei dem Eichenwald“.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf das Untere Tor

Theater und Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Schneidergasse in Aichach

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Walderlebnispfad der Stadt Aichach liegt im Aichacher Grubet.

Neu angelegt wurde 2016 der Stadtpark Aichach, welcher direkt am Flutgraben entlang verläuft. Im Stadtpark befindet sich auch der neue Kinderspielplatz "Biberburg". Der Stadtpark ist ein wichtiges Bindeglied des bald im Zuge des Hochwasserschutzes fertiggestellten Paartalweges durch Aichach. Über diesen kann man vom Sportflugplatz Aichach durch das Stadtgebiet bis zur am anderen Ende des Ortes gelegenen Tränkmühle entlang der Paar wandern und die Natur genießen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jedes Jahr wird im Juli das zehn-tägige Aichacher Volksfest veranstaltet.
  • Alle drei Jahre finden die Mittelalterlichen Markttage in der historischen Altstadt statt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad Aichach
  • Hallenbad Aichach (an der Wittelsbacher Realschule)
  • Landkreisstadion
  • Tennisclub Aichach

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aichach erscheinen als Tageszeitungen:

In der Radiolandschaft Aichachs gibt es zwei Lokalsender, hitradio.rt1 und Radio Fantasy, die eigene terrestrische Frequenzen besitzen, über Kabel können noch weitere angrenzende Regionalhörfunkprogramme und Sender mit nationalem und internationalem Verbreitungsgebiet empfangen werden.

Seit Februar 2011 gibt es einen Internet-Fernsehsender Aichach.tv, der mit regionalen Nachrichten, Berichten, Reportagen und Talksendungen aus Aichach und Region berichtet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtsgericht Aichach

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig-Steub-Volksschule Aichach (Grundschule)
  • Grundschule Aichach-Nord
  • Elisabeth-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung)
  • Edith-Stein-Schule (Förderzentrum, Förderschwerpunkt Lernen, Sprache und emotionale Entwicklung)
  • Geschwister-Scholl-Mittelschule Aichach
  • Wittelsbacher-Realschule Aichach
  • Deutschherren-Gymnasium Aichach
  • Berufsfachschule für Krankenpflege
  • Staatliche Berufsschule Aichach-Friedberg
  • Volkshochschule Aichach-Friedberg e. V.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Aichach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonst mit Aichach verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aichach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Stadt Aichach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Dezember 2017
  3. Hannes Hintermeier: Napoleons Frieden, Napoleons Kriege. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. Mai 2015, S. 13.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 787 und 788.
  6. DPSG Aichach | Tu was, dann tut sich was! In: www.dpsg-aichach.de. Abgerufen am 14. September 2016.