Aichi E16A

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Aichi E16A Zuiun
Aichi E16A1
Aichi E16A1
Typ: Aufklärungsflugzeug
Entwurfsland: JapanJapan Japan
Hersteller:

Aichi

Erstflug: 1942
Indienststellung: 1944
Produktionszeit: 1944–1945
Stückzahl: 256

Die Aichi E16A Zuiun (jap. 瑞雲, dt. „günstige Wolke“; alliierter Codename Paul) war ein Aufklärer und Sturzkampfflugzeug der japanischen Marineluftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Sie war als Wasserflugzeug mit zwei Schwimmern konstruiert. Ungewöhnlich für ein Wasserflugzeug war die Rolle als Sturzkampfflugzeug und die in diesem Zusammenhang in den vorderen Schwimmerstreben eingebauten Sturzflugbremsen, die sich seitlich öffnen ließen. Sie löste die Aichi E13A ab.

Insgesamt wurden 256 Exemplare gebaut, davon 3 E16A1 Prototypen und ein Prototyp für die mit einem stärkeren Motor geplante E13A2. Der Bau der ersten Prototypen erfolgte 1942, die Serienproduktion begann im Januar 1944 und lief bis zum Kriegsende im August 1945. Für einen effektiven Einsatz kam die Zuiun zu spät, und viele Flugzeuge wurden von Küstenbasen statt von Schiffen aus eingesetzt, insbesondere beim Kampf um die Philippinen ab Oktober 1944, wo das Muster in erheblichem Umfang auch für Kamikaze-Einsätze verwendet wurde.

Vorgesehen war der Bordeinsatz auf den umgebauten Schlachtschiffs-Hybridträgern der Ise-Klasse sowie dem Schweren Kreuzer Mogami, doch die späte Verfügbarkeit und Probleme mit dem Pilotentraining verhinderten praktische Einsätze von Schiffen aus. So operierte der Typ bei der 301. und der 634. Kokutai sowie der Yokosuka Kokutai von Küstenbasen aus.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten Aichi E16A
Besatzung 2
Länge 10,83 m
Höhe 4,79 m
Spannweite 12,81 m
Flügelfläche 28,0 m²
Leermasse 2.945 kg
max. Startmasse 3.900 kg
Höchstgeschwindigkeit 446 km/h
Dienstgipfelhöhe 10.000 m
Reichweite 2.400 km
Triebwerke E16A1: ein Mitsubishi MK8A Kinsei 51 oder
Mitsubishi MK8D Kinsei 54; 956 kW (1280 PS)
E16A2: ein Mitsubishi MK8P Kinsei 62; 1150 kW (1540 PS)
Bewaffnung zwei 20-mm-Kanonen Typ 99 Modell 2 in den Tragflächen
und ein 7,7-mm-MG Typ 92 im hinteren Cockpit,
250 kg Bombenzuladung