Aida Loos

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Aida Loos (2016)
Aida Loos bei der Premiere von „Achtung!Fertig!Loos!“ als Maria Vassilakou und HC Strache

Aida Loos (* 17. November 1980 in Teheran, als Aida Hossein) ist eine persischstämmige, österreichische[1] Kabarettistin und Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aida Loos kam im Alter von 4 Jahren mit ihrer Familie nach Wien, da ihre Eltern sie und ihre zwei Schwestern vor der islamischen Revolution schützen wollten; 1991 kam eine dritte Schwester dazu. Ihr Vater war ein Statiker und Bauingenieur, ihre Mutter ist Geschäftsfrau (MBA).

Gegenüber der "Zeit" beschreibt sich Aida als "wildes und wütendes Kind." [2]

Aida machte ihre Matura an der Vienna Business School HAK II in Wien. Ihr Künstlername Loos ist eine Anlehnung an den Architekten Adolf Loos: "und auch der minimalistische Zugang des Architekten Adolf Loos, wie der aus wenig Raum, mit reduzierten Mitteln Großes macht, hat mich sehr angesprochen." [3]

Aida Loos spricht fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Farsi, Holländisch, Französisch), ist verheiratet und Mutter zweier Töchter (* 2013, * 2014).

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie begann eine Ausbildung an der Modul University Vienna (International Course of Hotel Management) und schloss diese 2003 ab; danach ging sie in die Niederlande, um auf der Stenden Hogeschool in Leeuwarden ihren Bachelor zu machen.

2006 begann sie ein Schauspielstudium an der 1st filmacademy Wien. Nach der Bühnenreife (Paritätische Prüfung) spielt sie zunächst Nebenrollen im Fernsehen und macht dann kurz Halt beim Radio. 2009 suchte Radio Arabella "Wiens größtes Radiotalent" und fand es in Aida Loos.[4] Danach spielte sie als freischaffende Schauspielerin in einigen Theaterproduktionen. Nebenbei verfasste sie ein erstes Mini-Soloprogramm "Hartes Loos". Mit diesem trat sie am 19. Jänner 2012 an die Öffentlichkeit in der Garage X am Petersplatz in Wien. Sie ergänzte es zu einem Vollprogramm und feierte damit am 15. Juni 2012 im Wiener Schauspielhaus Premiere.

Aida Loos nahm an der im Jänner 2014 ausgestrahlten ORF-Show "Die große Comedy Chance" teil und schaffte es im Finale unter die Top 3.

Am 13. April 2014 spielte Aida Loos das Vorprogramm von Kaya Yanar in der Stadthalle Wien. Im gleichen Jahr wurde sie für den "Österreichen Kabarettpreis" in der Kategorie "Publikumspreis" nominiert. Im Mai 2015 ging sie mit dem amerikanischen Comedian Max Amini in Deutschland auf Tour und spielte in Frankfurt und Düsseldorf sein Vorprogramm. Außerdem war sie im April 2016 bei den neuen TV-Comedyformaten „Zum Brüller“ (Servus TV) und „Sehr witzig!?“ (Puls 4) zu sehen. Im ersten Auftritt in der fünften Staffel von „Bist du deppert!“ (Puls 4), der im Mai 2017 gesendet wurde, persiflierte sie Maria Vassilakou, Josefine Mutzenbacher und Wolfgang Sobotka. Der Beitrag mit Sobotka wurde aufgrund von Interventionen in der Online-Version herausgeschnitten.[5][6]

Am 8. April 2016 fand die Premiere ihres zweiten Kabarett-Soloprogramms „Achtung! Fertig! Loos!“ im Theater Akzent in Wien statt.

Aida Loos parodiert seit 2015 im Ö3-Wecker immer wieder bekannte Stimmen (z. B. Maria Vassilakou, Lou Lorenz-Dittlbacher, Heinz-Christian Strache). Im Mai 2017 war sie im Rahmen der Ö3-Kabarettschiene eine Woche lang jeden Morgen mit Ausschnitten aus „Achtung! Fertig! Loos!“ bei Robert Kratky im Ö3-Wecker zu hören, im August 2017 startete sie ebenfalls im Ö3-Wecker ihre Kolumne „Bekenntnisse einer schwer erziehbaren Mutter“.

Immer wieder übernimmt sie auch die Moderation verschiedener Events (z. B. Ennstal Classic) oder macht Lesungen (z. B. "Auswandertag" von Klaus Oppitz). Seit 2016 schreibt sie mit Johannes Glück ihre eigenen Lieder im Wienerlied-Stil (u. a. den satirischen Song Norbert! Norbert!, anlässlich der Bundespräsidenten-Stichwahl 2016).

Kabarett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auswandertag - Kabarettistische Lesung mit Klaus Oppitz, Gerald Fleischhacker, Robert Palfrader, Rudi Roubinek, Lilian Klebow (Buch und Regie: Klaus Oppitz, Premiere: September 2014, Garage X)
  • Standard Bühnenzeitung, kabarettistische Erzählung "Grüssgott. Folgendes" (Buch: Aida Loos, Odeon Theater, April 2014)
  • Byzantinische Kunst - heute (Lesung, Regie: Alexander Hauer, Festspiele Melk 2012)
  • Die Begegnung (Uraufführung, Harry Stoyka, Rollen: BDM-Führerin, Hippie, Praterhure, Theater Rampenlicht in Wien)
  • Die Zofen (Jean Genet, Regie: Helmut Hafner, Rolle: Die gnädige Frau, 2010, Theaterlabor in Wien)

Fernsehen/Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aida Loos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eva Winroither: Aida Loos: »Ich habe Wien nicht gemocht«. In: Die Presse. 25. August 2012, abgerufen am 18. Januar 2014.
  2. Loos-Porträt in der Zeit 2012 (Memento des Originals vom 8. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aidaloos.com (PDF; 738 kB)
  3. Leichtigkeit von "Hartes Loos" im Kurier
  4. Radio Arabella-Talent
  5. Puls 4 nimmt Satirebeitrag nach Anruf aus dem Ministerium offline, auf der Webseite von derstandard.at vom 26. Mai 2017, abgerufen am 7. Juni 2017
  6. Sobotka reiste per Privatjet von Wien nach Budapest, auf der Webseite von derstandard.at vom 15. Februar 2017, abgerufen am 7. Juni 2017
  7. Matthias Ziegler: Zwischen den Welten In: Wiener Zeitung vom 18. Juni 2012, abgerufen am 16. April 2016
  8. Solmaz Khorsand: Iranerin will Wienerlied retten In: Wiener Zeitung vom 8. Februar 2013, abgerufen am 16. April 2016
  9. Heinz Wagner: Kabarett: Aida Loos, die Vielseitige In: Kurier vom 9. April 2016, abgerufen am 16. April 2016