Ailleville

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Ailleville
Ailleville (Frankreich)
Ailleville
Region Grand Est
Département Aube
Arrondissement Bar-sur-Aube
Kanton Bar-sur-Aube
Gemeindeverband Région de Bar-sur-Aube
Koordinaten 48° 15′ N, 4° 41′ OKoordinaten: 48° 15′ N, 4° 41′ O
Höhe 156–296 m
Fläche 5,01 km2
Einwohner 258 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 51 Einw./km2
Postleitzahl 10200
INSEE-Code

Mairie Ailleville

Ailleville ist eine französische Gemeinde mit 258 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Aube in der Region Grand Est (bis 2015 Champagne-Ardenne). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bar-sur-Aube und zum 1993 gegründeten Gemeindeverband Région de Bar-sur-Aube. Die Einwohner heißen Aillevillois .

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ailleville liegt an einer Flussbiegung der Aube, etwa 50 Kilometer östlich von Troyes und zweieinhalb Kilometer nordwestlich von Bar-sur-Aube. Das 5,01 km² umfassende Gemeindegebiet erstreckt sich vom rechten Ufer der Aube und deren breites Tal auf ca. 160 m über dem Meer über die mit Weinreben bepflanzten Hänge zu einem teilweise bewaldeten Hochplateau im Nordosten. Hier wird mit 296 m der höchste Punkt in der Gemeinde erreicht. Entlang der Aube gibt es noch Auwaldbestände, im Osten erstreckt sich der Forst Bois du Val Joudrey.

Umgeben wird Ailleville von den Nachbargemeinden Montier-en-l’Isle im Nordwesten und Norden, Arrentières im Nordosten, Bar-sur-Aube im Südosten sowie Proverville im Südwesten.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde im Jahr 6 v. Chr. unter dem Namen Aquilavilla erstmals erwähnt. Es war zu dieser Zeit ein Hofgut (lateinisch villa), das einem römischen Legionär für seine Dienste angeboten wurde. Der Ort lag in der Nähe der römischen Via Agrippa, die Boulogne-sur-Mer über Augustobona (Troyes) mit Turin verband. Bis 1076 war Ailleville Teil der Grafschaft Bar-sur-Aube und kam dann zur Grafschaft Champagne.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2016
Einwohner 214 202 230 220 232 218 273 258
Quelle: Cassini[2] und INSEE[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kirche Saint-Martin, ursprünglich als Holzkirche unter Graf Simon Bar von Crespy-Valois erbaut, wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts durch einen Kalksteinbau ersetzt. St. Martin war der Schutzpatron der Winzer im Mittelalter. Die Pfarrei St. Martin gehörte zur Diözese von Langres und war vom Kapitel Saint-Maclou in Bar-sur-Aube abhängig. Der romanische Chor mit einem Tonnengewölbe wurde 1814 erneuert, während das Schiff im 19. Jahrhundert rekonstruiert wurde
  • Drei merowingische Sarkophage aus dem 7. und 8. Jahrhundert
  • Kommunales Waschhaus (Lavoir) aus dem 19. Jahrhundert
  • Ehemalige Abtei von Val-des-Vignes
  • Zisterzienser-Kreuz im Val des Vignes aus dem 16. Jahrhundert
  • Das Schloss aus dem 17. Jahrhundert wurde von vier quadratischen Türmen flankiert und war auf zwei der vier Seiten von Gräben umgeben. Es wurde an der Stelle eines alten, 1521 nachgewiesenen Herrenhauses erbaut. Zu den Bewohnern des Schlosses zählten die Adelsfamilien von Ailleville, Jaucourt, Yardin, Choiseul und Lux ​​de Ventelet. Zum Ensemble des Schlosses gehören ein gut erhaltener Taubenschlag und ein Park mit zwei Platanenalleen, die vom Schloss zur nahe gelegenen Hauptstraße führen.
  • Maison du Folklore de Champagne aus dem Jahr 1822, ein restauriertes Haus, das an die Kultur und Traditionen der Champagne erinnert
  • Mairie-école (ehemaliges Rathaus- und Schulgebäude) aus dem späten 18. Jahrhundert
  • Gefallenen-Denkmal

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ailleville sind acht Weinbaubetriebe ansässig, die in der Weinbauregion Côte de l’Aube innerhalb des Weinbaugebietes Champagne hauptsächlich Spätburgunder-Trauben kultivieren und je nach Qualität Grundweine für die Champagnerherstellung liefern dürfen.[4]

Ailleville liegt an der Fernstraße D 619 von Troyes nach Chaumont. In der zweieinhalb Kilometer entfernten Stadt Bar-sur-Aube befindet sich der nächstgelegene Bahnhof an der Bahnstrecke Paris–Mulhouse.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ailleville auf der Präsentation des Gemeindeverbandes (französisch)
  2. Ailleville auf cassini.ehess.fr
  3. Ailleville auf insee.fr
  4. Winzer auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ailleville – Sammlung von Bildern