Aindling

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Aindling
Aindling
Deutschlandkarte, Position des Marktes Aindling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 31′ N, 10° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Aindling
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 31,39 km2
Einwohner: 4458 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86447
Vorwahl: 08237
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 114
Marktgliederung: 11 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86447 Aindling
Website: www.aindling.de
Bürgermeister: Tomas Zinnecker (CSU / Freie Wählergem.)
Lage des Marktes Aindling im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Aindling ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aindling.

Überregionale Bekanntheit erfährt der Ort durch den örtlichen Fußballverein TSV Aindling, der mehrere Jahre in der fünfthöchsten deutschen Liga, der Bayernliga, spielte. Auch der Aindlinger Badesee ist weithin bekannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aindling liegt in der Region Augsburg. Das Ortsgebiet wird vom Litzelbach durchflossen.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus 6 Gemarkungen und hat 11 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Ortstyp angegeben):[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aindling 1702, Kupferstich von Michael Wening
Blick auf Aindling, 2006

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entstehung des Orts ist im 6./7. Jahrhundert anzusiedeln. Im Jahr 1033 schenkte Kaiser Konrad II. dem Freisinger Bischof Egilbert den „Königshof Enilingun“ (Aindling), in der Grafschaft des Grafen Udalschalk gelegen, mit allen Rechten und den übrigen Zugehörigkeiten. Die Marktrechtsverleihung erfolgte 1479. Der Markt gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Aichach des Kurfürstentums Bayern.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aindling besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Jahr 1906 erfolgte der Bau eines Distriktkrankenhauses, das nach der Schließung des Kreiskrankenhauses 1991 in ein Seniorenheim umgewandelt wurde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Pfarrei Sankt Martin in Aindling gehört zum Dekanat Aichach-Friedberg im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören außerdem noch die Filiale Sankt Ulrich in Eisingersdorf, das Benefizium Mariä Heimsuchung in Pichl und die Ortschaften Appertshausen, Binnenbach und Edenhausen. 2013 gehörten der Pfarrei ca. 2437 Katholiken an.
Aindling ist außerdem Sitz der Pfarreiengemeinschaft Aindling, zu der außer der Aindlinger Pfarrei Sankt Martin noch die Pfarreien Sankt Ulrich und Afra in Todtenweis, Sankt Johannes Baptist in Alsmoos und Mariä Heimsuchung in Willprechtszell gehören. 2013 zählte die Pfarreiengemeinschaft knapp 5000 Katholiken.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober 1971 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gaulzhofen, Hausen, Pichl (mit den am 1. April 1928 eingemeindeten Orten Edenhausen und Eisingersdorf) und Stotzard nach Aindling eingemeindet.[3] Am 1. April 1976 kam Binnenbach hinzu.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2002 2005 2010 2015
Einwohner 2681[4] 2954[4] 3471 3718 3926 4324 4407 4291 4348

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und 16 Gemeinderäten zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte zu folgendem Ergebnis:

Parteien
Anteil Sitze
CSU/Freie Wählerschaft 59.9 % 9
SPD 05.1 % 1
Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille `76 28.4 % 4
Parteilose Wähler 07.1 % 1
Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive 03.5 % 1
Wahlbeteiligung 63.1 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Tomas Zinnecker (CSU/Freie Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Lentscher (Freie Wählergem. Bürgerwille 76).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 21. Mai 1977 wurde eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Avord geschlossen. Seit 50 Jahren besteht eine Freundschaft zwischen den Feuerwehren der Marktgemeinde Aindling und der österreichischen Stadt Fürstenfeld.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2016 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 29, im Produzierenden Gewerbe 130 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 216 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 397 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1914. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 69 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2113 ha. Davon waren 1666 ha Ackerfläche und 409 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 existierten folgende Einrichtungen:

  • eine Kindertageseinrichtung mit 195 Kindergartenplätzen und 201 betreuten Kindern
  • eine Grundschule und eine Mittelschule mit insgesamt 30 Lehrern und 427 Schülern (Schuljahr 2016/17)

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Linienverlauf Verkehrsunternehmen
AST227 Anruf-Sammel-Taxi Rehling – Todtenweis – Aindling – Aichach Taxi Schmaus (im Auftrag der DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB))
227 Rehling – Todtenweis – Aindling – Aichach DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
305 Aindling – Todtenweis – Rehling – Augsburg Hbf. DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
306 Aindling – Todtenweis – Gersthofen – Augsburg Nord DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
314 Aindling – Todtenweis – Reling – Mühlhausen DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
315 Todtenweis-Bach – Edenhausen – Aindling DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
395 Nachtbus Augsburg Hbf. – Rehling – Todtenweis – Aindling (verkehrt nur zu bestimmten Anlässen nach Vorankündigung) DB Regio Bus Bayern GmbH (DRB)
Pfarrkirche St. Martin in Aindling

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aindling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Aindling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 21. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 415.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.