Air Malta

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Air Malta plc.
Logo der Air Malta
Airbus A320-200 der Air Malta
IATA-Code: KM
ICAO-Code: AMC
Rufzeichen: AIR MALTA
Gründung: 1973
Sitz: Luqa, MaltaMalta Malta
Drehkreuz:

Flughafen Malta

Heimatflughafen:

Flughafen Malta

Unternehmensform: Staatsunternehmen
IATA-Prefixcode: 643
Leitung: Philip Micallef (CEO)
Mitarbeiterzahl: 1.018[1] (2015)
Umsatz: 130,4 Millionen[1] (2015)
Vielfliegerprogramm: FlyPass
Flottenstärke: 9
Ziele: international
Website: www.airmalta.com

Air Malta (im Corporate Design auch airmalta) ist die nationale Fluggesellschaft Maltas mit Sitz in Luqa und Basis auf dem Flughafen Malta.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 720B der Air Malta im Jahr 1986

Air Malta wurde 1973 nach einem Beschluss des maltesischen Parlaments gegründet und nahm im April 1974 den Flugbetrieb auf. In den ersten Jahren prägten Boeing 720B die Flotte.

Von den frühen 1990er Jahren bis Herbst 2004 operierte eine Tochtergesellschaft namens Malta Air Charter, zeitweise auch als Gozo Wings bekannt, mit mehreren im Wet-Lease betriebenen Mil Mi-8-Hubschraubern einen Shuttle-Dienst zur Nachbarinsel Gozo. Air Malta ist zudem an Medavia beteiligt, die mit Turboprop-Maschinen überwiegend innerhalb Libyens zur Unterstützung der Ölindustrie tätig ist.

Seit dem Winterflugplan 2006/2007 ist Air Malta Codeshare-Partner der Lufthansa, mit der auch eine gemeinsame Wartungsbasis auf dem Flughafen Malta betrieben wird.

Im Juli 2012 genehmigte die Europäische Kommission ein staatliches Hilfspaket für Air Malta in Höhe von 130 Millionen Euro.[2] Im selben Monat stellte Air Malta ihr neues Corporate Design vor, das auch eine vollständig neues Farbschema der Flugzeuge sowie ein neues Logo beinhaltet.[3] Im Rahmen ihrer Restrukturierung verkaufte Air Malta im September 2012 ihren britischen Reiseveranstalter „Holiday Malta“ an ein maltesisches Unternehmen.[4]

Im April 2016 gab Alitalia die Absicht bekannt, 49 % der Anteile an Air Malta zu kaufen.[5] Diese Absichtserklärung ist im Januar 2017 zurückgezogen worden.[6]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Air Malta bedient vom Flughafen Malta aus in erster Linie wichtige europäische Städteziele und bietet zudem auch Charterflüge an.

Im deutschsprachigen Raum werden Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, und München in Deutschland, Wien in Österreich sowie Genf und Zürich in der Schweiz angeflogen.[7]

Codesharing

Air Malta unterhält Codeshare-Abkommen mit Aeroflot, Alitalia, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Czech Airlines, Emirates, Etihad Airways, KLM, Lufthansa, Meridiana, Swiss und Turkish Airlines.[8]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A319-100 der Air Malta

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Juni 2017 besteht die Flotte der Air Malta aus neun Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 13,7 Jahren:[9]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[10]
Airbus A319-100 2 141
Airbus A320-200 6 9H-AEI in Retro-, 9H-AEO in Valletta-Sonderbemalung 168
180
Boeing 737-400 1 betrieben durch GetJet Airlines 168
Gesamt 9

Zuvor eingesetzte Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avro RJ70 der Air Malta im Jahr 1997

In der Vergangenheit setzte Air Malta unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:[11]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Air Malta verzeichnet in ihrer Geschichte zwei größere Zwischenfälle:

  • Am 9. Juni 1997 wurde eine Boeing 737-200 (9H-ABF) auf Air-Malta-Flug 830 von Malta nach Istanbul mit 74 Passagieren und sechs Crewmitgliedern von zwei türkischen Terroristen entführt. Sie forderten die Freilassung von Mehmet Ali Ağca. Die Entführung der Maschine endete in Köln, alle Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.[13]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Air Malta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b airmalta.com – Jahresberichte abgerufen am 7. Juni 2017
  2. ch-aviationAir Malta restructuring plan approved by the European Union (englisch), abgerufen am 1. Juli 2012
  3. The Times of MaltaAir Malta's rebranding cost €1.9 million (englisch), abgerufen am 31. Juli 2012
  4. ch-aviationHoliday Malta tour operator sold by Air Malta as part of restructuring (englisch), abgerufen am 9. September 2013
  5. aerotelegraph.com – Etihad wird über Alitalia Aktionärin von Air Malta abgerufen am 5. Mai 2016
  6. maltatoday.com.mt – It's official: Alitalia deal falls through, 8. Januar 2017 (englisch)
  7. airmalta.com – Ziele abgerufen am 7. Juni 2017
  8. airmalta.com – Partner abgerufen am 7. Juni 2017
  9. ch-aviationAir Malta (englisch), abgerufen am 7. Juni 2017
  10. airmalta.com – Flotte abgerufen am 9. Dezember 2016
  11. airfleets.net – Air Malta (englisch), abgerufen am 7. Juni 2017
  12. Flugunfalldaten und -bericht PH-TVC im Aviation Safety Network
  13. Flugunfalldaten und -bericht 9H-ABF im Aviation Safety Network