Ajdovščina

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Ajdovščina
Wappen von Ajdovščina Karte von Slowenien, Position von Ajdovščina hervorgehoben
Basisdaten
Staat Slowenien
Historische Region Küstenland / Primorska
Statistische Region Goriška (Gorica)
Koordinaten 45° 53′ N, 13° 54′ OKoordinaten: 45° 53′ 8″ N, 13° 54′ 26″ O
Höhe 117 m. i. J.
Fläche 245,2 km²
Einwohner 18.928 (2008)
Bevölkerungsdichte 77 Einwohner je km²
Postleitzahl 5270
Kfz-Kennzeichen GO
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Tadej Beočanin
Webpräsenz
Ajdovščina

Ajdovščina (deutsch Haidenschaft, italienisch Aidussina) ist eine Kleinstadt und Gemeinde in Slowenien. Sie liegt zwischen Nova Gorica und Postojna am kurzen Flüsschen Hubelj, das nahebei einer ergiebigen Karstquelle am Rand des Ternowaner Walds entspringt und nach wenigen Kilometern in die Vipava mündet.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der aus 45 Ortschaften und Weilern bestehenden Gesamtgemeinde leben 18.928 Menschen. Die Kleinstadt Ajdovščina allein hat 6373 Einwohner.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Mauerreste in Ajdovščina
Die Stadt zur Zeit der italienischen Herrschaft

Die Stadt war zur Römerzeit ein befestigtes Lager mit Poststation namens Castra, ein Bestandteil des Sperrwerkes der Claustra Alpium Iuliarum. Das Lager lag an der Via Gemina, einer wichtigen Verbindungsstraße von und nach Italien, die von Emona (Ljubljana) nach Aquileia über den Pass des Birnbaumer Waldes führte. Vor den Mauern von Castra fand am 6. September des Jahres 394 die Schlacht am Frigidus statt, in der Kaiser Theodosius I. über seinen Widersacher Eugenius siegte.

Im Jahre 451 wurde das Lager von den Hunnen unter Attila zerstört.

Im Jahre 1507 gewährte Maximilian I. der Siedlung die Marktrechte, was der Stadt einen Aufschwung bescherte.

Zur Zeit der österreichischen Herrschaft bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte Ajdovščina zum Gerichtsbezirk Haidenschaft in der Gefürsteten Grafschaft Görz und Gradisca, die einen Teil des österreichischen Küstenlands bildete. Während des Ersten Weltkriegs befand sich in der Gemeinde ein Flugplatz der k.u.k Luftfahrtruppen. Anschließend stand die Gemeinde bis 1945/1947 unter italienischer Hoheit und gehörte zur Provinz Gorizia (1924–1927 zur Provinz Udine).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof (Aufnahme 2011)

Die Stadt liegt an der Schnellstraße H 4, die Nova Gorica mit Ljubljana verbindet. Im Jahr 1902 wurde die Stadt über einen Abzweig von der Wocheinerbahn (Strecke von Görz über Sežana nach Triest) bei Dornberk an die Eisenbahn angeschlossen.[1]

Interessant ist der Flugplatz Ajdovščina, der vorwiegend von Ultraleichtflugzeugen genutzt wird und dem ortsansässigen Hersteller Pipistrel seit 1987 als Werksflugplatz dient.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italienische Partnergemeinde von Ajdovščina ist Quiliano in Ligurien.

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ajdovščina geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Goriška, Izletniška karta 1:50000, Ljubljana: Geodetski zavod Slovenije 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gemeinde Ajdovščina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien