Akebia

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Akebia
Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata)

Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata)

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae)
Gattung: Akebia
Wissenschaftlicher Name
Akebia
Decne.

Akebia, zu deutsch auch Akebie oder aus dem Englischen übertragen Blaugurkenrebe (fehlübersetzt: Blaugurkenwein) genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Fingerfruchtgewächse (Lardizabalaceae). Die etwa fünf Arten gedeihen in gemäßigten Gebieten in Bergwäldern in Ostasien (China, Korea und Japan).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration der Fingerblättrigen Akebie (Akebia quinata)
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akebia-Arten sind verholzende Kletterpflanzen (Lianen). Die Sprossachsen sind windend.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akebia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch).

Laubblätter und Blütenstände von Akebia longeracemosa
Laubblätter von Akebia trifoliata mit den namensgebenden drei gestielten Fiederblättern
Laubblatt von Akebia ×pentaphylla mit den namensgebenden fünf gestielten Fiederblättern

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Akebia wurde 1837 durch Joseph Decaisne in Comptes Rendus Hebdomadaires des Séances de l'Académie des Sciences, 5, Seite 394 aufgestellt. Lectotypusart ist Akebia quinata (Houtt.) Decne.[1] Ein Synonym für Akebia Decne. ist Archakebia C.Y.Wu, T.C.Chen & H.N.Qin.[2]

In der Gattung Akebia gibt es seit 2012 etwa fünf Arten und eine Naturhybride:[2]

  • Akebia apetala (Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng) Christenh. (Syn.: Holboellia apetala Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng, Archakebia apetala (Quan Xia, J.Z.Sun & Z.X.Peng) C.Y.Wu, T.C.Chen & H.N.Qin): Diese Neukombination erfolgte 2012. Sie kommt in den chinesischen Provinzen nördliches Sichuan, südwestliches Shaanxi und südliches Gansu vor.[2]
  • Akebia longeracemosa Matsumura: Sie kommt in Taiwan und in den chinesischen Provinzen Fujian, Guangdong sowie Hunan vor.[2]
  • Akebia longisepala (H.N.Qin) Christenh. (Syn.: Akebia trifoliata subsp. longisepala H.N.Qin): Sie hat 2012 den Rang einer Gattung erhalten. Sie kommt nur im südöstlichen Gansu vor.[2]
  • Fingerblättrige Akebie (Akebia quinata (Houtt.) Decne., Syn.: Akebia micrantha Nakai): Es sind keine Subtaxa mehr anerkannt. Sie kommt in China, Korea und Japan vor. Sie ist in vielen Ländern ein Neophyt.[2]
  • Kleeblättrige Akebie (Akebia trifoliata (Thunb.) Koidz., Syn.: Akebia chaffanjonii H.Lév., Akebia chingshuiensis T.Shimizu, Akebia clematifolia Siebold & Zucc., Akebia lobata Decne., Akebia quercifolia Siebold & Zucc., Akebia sempervirens Nakai, Akebia trifoliata subsp. australis (Diels) T.Shimizu, Akebia trifoliata var. australis (Diels) Rehder, Akebia trifoliata var. clematifolia (Siebold & Zucc.) Nakai, Akebia trifoliata var. honanensis T.Shimizu, Akebia trifoliata var. integrifolia T.Shimizu, Akebia trifoliata var. litoralis Konta & Katsuy.): Es sind keine Subtaxa mehr anerkannt. Sie kommt in China, Taiwan und Japan vor.[2]
  • Akebia ×pentaphylla Makino (Akebia trifoliata × Akebia quinata): Sie kommt in Japan vor.[2]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den gemäßigten Gebieten werden sie aufgrund ihrer langen Laubhaftung und ihres schnellen Wachstums zur Fassadenbegrünung als Zierpflanze verwendet; sind jedoch, da sie sich leicht verschlingen, kaum verbreitet.

Die 5 bis 10 Zentimeter langen, rosa- bis purpurfarbenen und recht skurril aussehenden Früchte von Akebia quinata bieten nach dem Aufspringen Samen mit essbaren gallertartigen Samenmänteln (ähnlich Passiflora) mit süßlichem Geschmack. Sie werden in Asien roh verzehrt.[3][4] Die Blätter können als Tee verwendet werden und die Rinde gilt als Heilmittel.[4]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dezhao Chen, Tatemi Shimizu: Lardizabalaceae. Akebia, S. 440-441 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 6: Caryophyllaceae through Lardizabalaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 1-930723-05-9. (Abschnitte Beschreibung, Systematik und Verbreitung)
  • M. J. M. Christenhusz: An overview of Lardizabalaceae. In: Curtis's Botanical Magazine, Volume 29, 2012, S. 235–276.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Akebia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 13. September 2018.
  2. a b c d e f g h Rafaël Govaerts (Hrsg.): Akebia. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 13. September 2018.
  3. Helmut Pirc: Wildobst und seltene Obstarten im Hausgarten. Stocker, Graz / Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7020-1212-0, S. 135.
  4. a b Akebia quinata bei Plants For A Future. Abgerufen am 13. September 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Akebia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien