Akif Pirinçci

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Akif Pirinçci (2014)

Akif Pirinçci [piˈɽint͡ʃd͡ʒi] (* 20. Oktober 1959 in Istanbul, Türkei) ist ein türkischstämmiger deutscher Schriftsteller, der durch seine Katzen-Kriminalromane, beginnend mit Felidae (1989), bekannt wurde. Seit 2012 betätigt er sich hauptsächlich als gesellschaftspolitischer Kommentator und Redner bei rechtspopulistisch und islamfeindlich ausgerichteten Veranstaltungen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirinçci, der 1959 in Istanbul geboren wurde, kam 1969 mit seinen Eltern und der älteren Schwester nach Deutschland. Die Familie wohnte zunächst in Ulmen (Eifel) und zog 1970 nach Weißenthurm um. Der Vater arbeitete unter anderem als Lastwagenfahrer, die Mutter als Fabrikarbeiterin. Dort besuchte Pirinçci nach Episoden an Gymnasium und Realschule die Hauptschule,[1] die er mit einem Abschluss verließ.[2] Als Schüler begann er Drehbücher und Geschichten zu schreiben. 1974 produzierte der Bayerische Rundfunk seinen Kurzfilm Herbert K. oder Die Pflicht zu jung zu sein.[3] Zwei Jahre später gewann er mit seinem Science-Fiction-Hörspiel Die seltsame Krankheit der Nummer 48971 den ersten Preis eines Wettbewerbs des Hessischen Rundfunks.[4] Das Hörspiel wurde ins Ausland verkauft, eh Pirinçci mit der Kurzgeschichte Am Ende aller Zeit, die in der Anthologie Die Anderen des Heyne Verlags veröffentlicht wurde, 1979 als Schriftsteller debütierte. In Wien studierte er eine Zeitlang Film.[5] Seine nach dem Studium als Auftragsarbeit geschriebenen Drehbücher wurden kaum verfilmt.[6] Mit seinem zweiten Roman Felidae, der ein Millionenerfolg wurde, gelang ihm der Durchbruch und die finanzielle Unabhängigkeit. Pirinçci lebt in Bonn. Seine Ehefrau, mit der er einen Sohn hat, trennte sich 2013 von ihm.[7]

Romane und Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tränen sind immer das Ende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 erschien im Selbstverlag Pirinçcis erster Roman, die Liebesgeschichte Tränen sind immer das Ende.[8] Nach einem provokativen Fernsehauftritt Pirinçcis in der ZDF-Sendung Litera-Tour wurde man im Goldmann Verlag auf den jungen Autor aufmerksam und vereinbarte den Druck von 20.000 Exemplaren, ohne vom Inhalt des Buches Kenntnis erlangt zu haben[9] Der Roman, welcher mit Bezügen zur englischen Schauerromantik, Horror und Beat Generation überfrachtet ist - der Titel geht auf ein Vers Allen Ginsberg zurück -, weist auf Pirinçcis spätere Romane hin, darin er sich der ernsthaften Literatur bedient, ohne selbst vorzugeben hochliterarische Werke zu verfassen.[10] Nach Tom Cheesman war Pirinçci bereits in seinem ersten Roman nicht als türkisch-deutscher Autor erkennbar, was im Rückblick einem Manifest der individuellen Befreiung von der einst türkischen Herkunft gleichkomme.[11] „Wer hofft, in seinem Buch etwas über das Denken und Fühlen der zweiten Ausländergeneration zu erfahren, wird enttäuscht: über Türken und deren Probleme schreibt er so gut wie nichts“[12], hieß es in einer Zeitungsreportage über Debüt und Autor.

Felidae[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm 1989 mit Felidae, einem Detektivroman, in dem eine Katze als Hauptfigur agiert. Das Buch wurde in siebzehn Sprachen übersetzt.

Mit Francis (1993), Cave Canem (1999), Das Duell (2002), Salve Roma! (2004) und Schandtat (2007) erschienen Fortsetzungen der Katzenkrimis.

Im Zuge dieses Erfolgs wurde auch sein bis dahin wenig erfolgreiches Erstlingswerk wieder aufgelegt.

1993 wurde Felidae zu einem gleichnamigen Zeichentrickfilm verarbeitet. Pirinçci schrieb zusammen mit Martin Kluger das Drehbuch. Unter der Regie von Michael Schaack verliehen unter anderem Mario Adorf, Klaus Maria Brandauer und Helge Schneider den Katzen ihre Stimmen.

Der Rumpf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon 1992 erschien der Roman Der Rumpf, in dem ein Mann, der ohne Arme und Beine geboren wurde, in einem Behindertenheim den perfekten Mord plant und ausführt. Der Spiegel weist in einer Rezension darauf hin, dass Pirinçci beim Schreiben nicht an Aufklärung denke und ihm Sozialkritik ein Graus sei. Pirinçci finde, Politik habe "in der Kunst nichts verloren."[5]

Yin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1997 wurde Yin, ein Kriminalroman mit Übergängen zur Dystopie, veröffentlicht: Der Roman erzählt, wie ein Virus die männliche Bevölkerung auslöscht und damit die Frauen in die Lage versetzt, eine neue Gesellschaft ohne Patriarchat und Geschlechterkampf zu begründen. Das Scheitern dieser Utopie lässt dann die Menschen selbst als ihr eigentliches Virus erscheinen.

Die Damalstür[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem 2001 erstveröffentlichten Roman Die Damalstür geht es um einen Maler, der auf ein gescheitertes Leben zurückblickt. Im Rausch stolpert er durch die titelgebende „Damalstür“, die ihn im Leben um zehn Jahre zurückversetzt. So trifft er auf jenen Mann, der er vor zehn Jahren einmal selbst gewesen ist. Der Protagonist beschließt, sich selbst aus dem Weg zu schaffen, damit er mit seiner Frau einen Neuanfang unternehmen kann. Auf Grundlage dieses Romans schrieb Jan Berger das Drehbuch für den Film Die Tür.

Publizistisches und politisches Wirken ab 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 gab Pirinçci dem islamfeindlich ausgerichteten Internetportal Politically Incorrect ein Interview, in dem er erklärte, dass er „mit jeder Faser Deutscher“ sei.[13] Seit 2012 meldet sich Pirinçci vermehrt mit gesellschaftspolitischen Kommentaren in konservativen bis rechtspopulistischen[14][15] Kontexten zu Wort, unter anderem in der nationalkonservativen Wochenzeitung Junge Freiheit, in der Zeitschrift eigentümlich frei sowie im Online-Portal der Sezession, der Hauszeitschrift der Neuen Rechten.[16] Pirinçci tritt seit 2014 außerdem in Burschenschaften und rechtspopulistischen Organisationen und Parteien wie Pegida, der AfD und der Freiheit bei Lesungen auf. Ende 2014 unterlag Pirinçci in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung um beleidigende, schwulenfeindliche Angriffe auf Facebook und akzeptierte in gleicher Sache Anfang 2015 einen Strafbefehl wegen Beleidigung. Islamfeindliche Hetzkommentare trugen ihm im Herbst 2015 eine 30-tägige Sperre bei dem sozialen Netzwerk ein.

Blog Achse des Guten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2012 bis 2013 war Pirinçci regelmäßiger Autor des Weblogs Die Achse des Guten.[17][18] In seinem Beitrag Das Schlachten hat begonnen behauptete Pirinçci, der Todesfall Daniel S. reihe sich ein in eine „Serie von immer mehr und in immer kürzeren Abständen erfolgenden Bestialitäten, die zumeist von jungen Männern moslemischen Glaubens an deutschen Männern begangen werden“.[19] Tobias Kaufmann widersprach Pirinçci daraufhin auf demselben Blog scharf. Er sei „zutiefst erschüttert“, dass ein solcher Text in der Achse des Guten erscheinen konnte. Pirinçci habe „samt und sonders Standardrhetorik der NPD und anderer Neonazis“ benutzt.[20] Scharfe Kritik erfuhr Pirinçci auch von Deniz Yücel (damals taz), der Pirinçcis Duktus nach Form und Inhalt als rechtsextrem bewertet.[21] Jochen Grabler sah in Pirinçci „einen Volksverhetzer, beseelt von Goebbelsscher Perfidie“. Er konstruiere aus einer gewalttätigen Minderheit einer Minderheiten-Religionsgruppe eine völkermordende Bande. Belege habe er jedoch nicht, denn tatsächlich gehe die Zahl der von Jugendlichen begangenen Gewalttaten in den vergangenen Jahren zurück.[22]

Zeitschrift eigentümlich frei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2014 veröffentlichte Pirinçci auf Facebook und bei eigentümlich frei einen Schmähbrief an eine dänische Therapeutin, die als Prostituierte gearbeitet und einen in der norwegischen Aftenposten und in der Tageszeitung Die Welt publizierten offenen Brief an ihre ehemaligen Kunden gerichtet hatte.[23] Darin bekannte Pirinçci sich als häufiger Freier. Emma warf ihm daraufhin vor, er habe sich mit den Felidae-Romanen „sensibel in die Katzenseele“ eingefühlt, es mangele ihm jedoch an Empathie für Frauen.[24]

Deutschland von Sinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutschland von Sinnen

Der Bestseller Deutschland von Sinnen ist eine im März 2014 publizierte Polemik, in der Pirinçci die seiner Ansicht nach privilegierte Stellung von Homosexuellen, Migranten und Frauen in der politischen Debatte der Bundesrepublik angreift. Pirinçci beschreibt darin sein Bild von Minderheiten im bundesrepublikanischen politischen Diskurs. Diese würden teils bewusst Angebote zur Kooperation ausschlagen und hätten undemokratisch viel Einfluss und Blockademacht. Das Buch wurde in der von André F. Lichtschlag verlegten Edition Sonderwege als Imprint im Manuscriptum-Verlag Thomas Hoofs veröffentlicht.[25][26][27]

Das Buch ist von einer derben, polemischen Ausdrucksweise geprägt, was für zahlreiche Reaktionen und kritische Besprechungen sorgte. Innerhalb der Spiegel-Bestsellerlisten hielt es sich Anfang 2014 konstant unter den Top-10-Taschenbüchern des Bereichs Sachbuch.[28]

Lesungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrfach wurde Pirinçci von Mitgliedern der Burschenschaftlichen Gemeinschaft zu Lesungen eingeladen. Im Mai 2014 las er in Erlangen aus Deutschland von Sinnen für die Burschenschaft Frankonia. Unter den Gästen waren der NPD-Landesgeschäftsführer Axel Michaelis, der neonazistische Publizist Jürgen Schwab, der rechtsextremistische Szeneanwalt Frank Miksch sowie weitere Aktivisten der rechtsextremen Szene. Die JuSo HSG organisierte eine Protestveranstaltung.[29] Im Jahresverlauf las Pirinçci auch bei der Burschenschaft Danubia München und der Hamburger Burschenschaft Germania.[30]

Vielfach trat Pirinçci auf Einladung bei Veranstaltungen der AfD auf. Im Mai 2014 in der Meistersingerhalle in Nürnberg, wobei Verena Brüdigam moderierte. Laut den Nürnberger Nachrichten sagte Pirinçci dabei: „Es geht mir am Arsch vorbei, wenn man mich einen Nazi nennt, das ist mir scheißegal“.[31] Im September 2014 sponserte die AfD Mecklenburg-Vorpommern eine Lesung in Stralsund.[32] Der Kreisverband der AfD Osnabrück lud ihn für eine Veranstaltung Ende Oktober 2014 ein.[30] Eine für Juni geplante Lesung in Stuttgart auf Einladung der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative fiel wegen Protesten aus.[33]

Die Zeitschrift eigentümlich frei veranstaltete eine Lesung mit Pirinçci im Bonner Brückenzentrum.[34] Im Juni las Pirinçci auf Einladung des Witikobundes auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg. Der Bürgermeister der Stadt distanzierte sich.[35]

Im November 2014 las Pirinçci in Dresden aus seinem Buch, beschimpfte Politiker, Schwule und Frauen und warb für die AfD. Die Einladung durch die FDP-nahe Wilhelm-Külz-Stiftung führte zu einem kleinen Skandal, das Goethe-Institut zog seine Raumzusage zurück. Der Verwaltungsratsvorsitzende der Stiftung und FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Felsner verteidigte die Lesung. Moderator war der sächsische FDP-Pressesprecher Michael Deutschmann. Die Veranstaltung wurde in ein Hotel eines FDP-Lokalpolitikers verlegt.[36][37] Bei dieser Lesung waren auch eine Reihe von Pegida-Funktionären und Pegida-Anhänger anwesend.[38]

Bei einer im Dezember 2014 organisierten Kundgebung des Bonner Pegida-Ablegers Bogida las er eine kurze Passage aus seinem Buch.[39][40]

Im Januar 2015 sollte Pirinçci für die islamfeindliche Partei Die Freiheit in Oberhausen lesen. Das Hotel sagte die Räumlichkeiten ab.[41]

Auseinandersetzung mit Elisabeth Tuider und Heinz-Jürgen Voß[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2014 veröffentlichte Pirinçci auf Facebook eine Schmähkritik gegen die Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Tuider. Pirinçci bezog sich dabei auf ein am 30. Juni 2014 von der HNA mit Tuider geführtes Interview. Tuider vertritt dort die Ansicht, dass im Rahmen einer zeitgemäßen Sexualpädagogik auch Fragestellungen von Schülern zu sexuellen Praktiken Eingang in eine entsprechende Unterrichtskonzeption finden sollten.[42][43] In der Folge wurden Gewaltdrohungen und weitere Schmähungen gegenüber Tuider gepostet. Auf Nachfrage der taz begründete Pirinçci seine Wortwahl damit, dass die Medien seine Kritik sonst „nicht wahrnehmen“ würden. Als der Sozialwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß daraufhin eine Unterstützungskampagne für Tuider initiierte,[44][45] wurde auch er von Pirinçci mit schwulenfeindlichen Herabwürdigungen angegriffen.[42] Auf zivilrechtlichem Weg erwirkte Voß eine einstweilige Verfügung. Demnach darf Pirinçci die Äußerungen bei Androhung einer Strafe von 250.000 Euro nicht wiederholen. Im Januar 2015 akzeptierte Pirinçci auch einen Strafbefehl und zahlte eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro wegen Beleidigung.[46]

Auftritt zum Pegida-Jahrestag im Oktober 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem ersten Auftritt im Dezember 2014 bei dem von rechtsextremen Aktivisten organisierten Bonner Pegida-Ableger Bogida,[47] bei dem er eine kurze Passage aus seinem Buch Deutschland von Sinnen verlas,[39] trat Pirinçci zum Jahrestag der Pegida-Demonstrationen am 19. Oktober 2015 in Dresden als angekündigter „Stargast“ auf. Bereits am Vortag hatte er, adressiert ausdrücklich auch an den „Herr[n] Staatsanwalt“, auf seinem Blog einen Text angekündigt, „der in Sachen Wutrede in diesem Lande Maßstäbe setzen“ werde.[48][49][50] Pirinçci folgte nach eigenen Angaben einer Einladung der damaligen Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling, einer „guten Freundin“,[51] die er auf Facebook kennengelernt habe.[52]

Rede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirinçci verwendete in seiner halbstündigen Rede die später in den Medien als „KZ-Passage“ bekannt gewordene umstrittene Formulierung:

„Offenkundig scheint man bei der Macht [diese Bezeichnung bezog sich konkret auf einen unmittelbar zuvor namentlich genannten, für Flüchtlingsunterbringung zuständigen Regierungspräsidenten] die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert.“ – Pause, Beifall vom Publikum, „Widerstand“-Rufe
„Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“ – Beifall vom Publikum

Außerdem bezeichnete er in seiner Rede Politiker als „Gauleiter gegen das eigene Volk“, das heutige Deutschland als „Scheißstaat“ und Asylbewerberinnen als „flüchtende Schlampen“. Muslime würden „Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen“, es drohe eine „Moslemmüllhalde“ in Deutschland. Bündnis 90/Die Grünen nannte er eine „Kinderfickerpartei“ und den Sprecher der Erfurter Moschee einen „Moslemfritzen mit Taliban­bart“, der mit der deutschen Kultur so viel gemein habe „wie mein Arschloch mit Parfümherstellung“.[53]

Darstellung der „KZ-Passage“ durch die Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele deutsche Medien hatten zunächst fälschlicherweise berichtet, Pirinçci habe die KZ-Aussage auf Flüchtlinge bezogen.[54][55][56] Dadurch wurde eine Debatte über Fehler im medialen Umgang mit Pirinçcis Rede ausgelöst. Es sei an sich schon beunruhigend, so Stefan Niggemeier in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass es die Mehrheit der großen deutschen Medien nicht schaffe, eine entscheidende, leicht überprüfbare Tatsache richtig wiederzugeben. Es sei angesichts des Misstrauens und der „Lügenpresse“-Vorwürfe von Medienkritikern umso verheerender, wie dieser Fehler die Berichterstattung über alle Mediengattungen hinweg dominiere und Journalisten sich weigerten, Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen.[54] Pirinçcis Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel erwirkte gegen die B.Z. und den WDR einstweilige Verfügungen.[57][58] Laut Matthias Kamann nahm es Pirinçci in Kauf, den Begriff „KZ“ in die Nähe des Flüchtlingsthemas zu holen.[59] Für Patrick Gensing war die Interpretation der umstrittenen Passage „keineswegs so eindeutig“, da viele Leute, die sich die Rede angehört hätten, ebenfalls verstanden hätten, dass Pirinçci sich auf Flüchtlinge bezogen habe. Es sei „erstaunlich“, dass sich „ein Schriftsteller so ungenau auszudrücken“ wisse, der sich „wohl bewusst“ sei, dass „die deutsche Öffentlichkeit bei dem Begriff KZ hellhörig“ werde.[60]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund mehrerer Strafanzeigen leitete die Staatsanwaltschaft Dresden am Tag nach der Rede Ermittlungen wegen Volksverhetzung ein.[61]

Pegida-Gründer Lutz Bachmann entschuldigte sich am Folgetag für Pirinçcis „unmöglichen Auftritt“ und sagte, er hätte sofort das Mikro abschalten müssen. Dieses Versäumnis sei ein „gravierender Fehler“ gewesen.[62] Der Webmaster seines Blogs Der kleine Akif kündigte nach Pirinçcis Pegida-Rede und hinterließ einen Abschiedsbrief. Darin beschreibt er, dass er sich für Pirinçci fremdschäme und ihn darauf hingewiesen habe, dass „95 % deiner Leser von rechten und ultrarechten verweisenden Webseiten kämen, und dass du deren Hass schürende Vorurteile und Ängste befeuerst“.[63][64] Das Internationale Auschwitz Komitee nannte die Äußerungen Pirinçcis ein „widerliches Signal der Schamlosigkeit“.[65]

Boykott[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verlagsgruppe Random House distanzierte sich von Pirinçcis Äußerungen und stoppte den Vertrieb seiner belletristischen Titel.[66] Auch der auf eine politisch rechte Leserschaft spezialisierte Manuscriptum-Verlag, der Pirinçcis neues Buch Die große Verschwulung noch verlegt hat, sowie der Kopp-Verlag beendeten – nach Auskunft des Manuscriptum-Verlages bereits vor dem Pegida-Auftritt – die Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller.[67][68] Die Buchgroßhändler KNV, Umbreit und Libri sowie die Einzelhändler Amazon, Mayersche Buchhandlung und Thalia nahmen die Titel Pirinçcis einige Tage nach dem Auftritt aus dem Programm, bei Thalia sind Bestellungen nur noch auf expliziten Kundenwunsch in den Buchhandlungen möglich.[69] Seit November 2015 liefert der Manuscriptum-Verlag Pirinçcis in einer Auflage von 20.000 Stück gedrucktes neues Buch Die große Verschwulung aufgrund des Boykotts per Post an Endkunden aus.[52]

Heribert Seifert kritisierte in der Neuen Zürcher Zeitung den Boykott Pirinçcis durch den deutschen Buchhandel. Dieser ziele nicht bloß auf Ausgrenzung vulgär-aggressiver Publizistik, sondern auf die vollständige Tilgung eines Schriftstellers aus der öffentlichen Wahrnehmung. Zudem rege sich in derselben Medienwelt, die sich gerade eben mit Je suis Charlie mit einer Zeitschrift solidarisierte, die in „ressentimentgeladener Vulgarität“ mit Pirinçcis politischen Einlassungen mithalten könne, kaum Widerspruch gegen „solch purgatorischen Furor“.[70]

Die Junge Alternative solidarisierte sich mit Pirinçci und kündigte die Beendigung eines bestehenden „Partnerprogramms“ mit Amazon an. Man könne „nicht mit Leuten zusammenarbeiten, die aus billigem Opportunismus heraus die Meinungsfreiheit in Deutschland untergraben“ würden. Ein Mitglied des AfD-Bundesvorstandes lobte die Aktion als „richtigen Schritt“.[71]

David Berger, Chefredakteur des Schwulen-Magazins Männer, kritisierte einen „Rückfall des deutschen Buchhandels in die Barbarei“ durch Boykott und angekündigte Schredderaktionen. Es werde dem Leser nahezu unmöglich gemacht, sich selbst ein Bild zu machen. Dieses Vorgehen gehe selbst über die von der katholischen Inquisition abgeschaffte Zensur hinaus, deren Entscheidungen nur vom Inhalt des konkreten Buches abhängig gewesen seien. Dies bedeute einen Abschied von jenem Denken, für das Voltaire und die anderen großen Philosophen Europas stünden.[72]

Stellungnahme Pirinçcis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pirinçci erwog nach eigenem Bekunden aufgrund der Reaktionen auf seinen Pegida-Auftritt, Deutschland zu verlassen. Er bezeichnete gegenüber dem Stern seine Rede als „Riesenfehler“, weil er sie vor dem „falschen Publikum“ gehalten habe, und „das mit dem KZ, diesem neurotischen deutschen Wort, [...] war ein noch größerer Fehler. Es lud zur Falschinterpretation geradezu ein.“ Pirinçci betonte seine Dankbarkeit gegenüber Deutschland und seine Abneigung gegen eine „muslimische Gesellschaft“. Er sei „weder ein Nazi noch ein Rechter [, sondern] ein kontrollierter Irrer“.[51] Die Pegida-Aktivistin Festerling habe seinen Text vor der Veranstaltung überflogen und „lustig“ gefunden.[52] Der Jungen Freiheit erläuterte Pirinçci, der „pöbelnde Akif Pirinçci mit seiner rotzigen Fäkalsprache“ (Formulierung des JF-Redakteurs) bestehe „etwa Fifty-Fifty“ aus „Kunstfigur“ und „wirklicher Persönlichkeit“. In Hinblick auf seine gekündigten Buchverträge erklärte er, „die wollen meine Existenz vernichten“, sprach von „Berufsverbot“ und beklagte, nach seiner Facebook-Sperre befragt, „totalitäre“ Verhältnisse.[68] Gegenüber dem Express bekräftigte Pirinçci seinen Islamhass, verteidigte und wiederholte teilweise wörtlich seine Schmähungen gegen Flüchtlinge und lehnte eine Entschuldigung für seine Pegida-Rede ab.[73]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Felidae-Zyklus

  1. Felidae. Roman. Goldmann, München 1989, ISBN 3-442-09298-1.
  2. Francis. Roman. Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-30428-8.
  3. Cave Canem. Roman, Goldmann. München 1999, ISBN 3-442-30498-9.
  4. Das Duell. Roman. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-8218-0865-9.
  5. Salve Roma! Roman. Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-8218-0956-6.
  6. Schandtat. Ein Felidae-Roman. Diana-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-453-00620-1.
  7. Felipolis. Ein Felidae-Roman. Diana-Verlag, München 2010, ISBN 978-3-453-29097-6.
  8. Göttergleich. Ein Felidae-Roman. Heyne, München 2012, ISBN 978-3-453-26846-3.

Zum Felidae-Zyklus

  • mit Rolf Degen: Das große Felidae-Katzenbuch. Was sie fühlen, wie sie denken, was sie lieben. Goldmann, München 1994, ISBN 3-442-30608-6 (Erweiterte Ausgabe unter dem Titel: KatzenSinne. Was sie fühlen, denken, lieben. Goldmann, München 1995, ISBN 3-442-43204-9).

Sonstiges

Unter Pseudonym

Als Herausgeber

  • mit Andreas Lombard: Attacke auf den Mainstream – „Deutschland von Sinnen“ und die Medien. Edition Sonderwege, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop 2014, ISBN 978-3-944872-09-4.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Akif Pirinçci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Pokatzky: „Ich bin ein Pressetürke“: Akif Pirinçci und der deutsche Literaturbetrieb. In: Die Zeit. 28. Mai 1982, abgerufen am 2. Mai 2014.
  2. Akif Pirinçci: Tränen sind immer das Ende. Goldmann, 1980, S. 49.
  3. Vgl. Ervedosa, Clara: Pirinçci, Akif. In: Killy Literaturlexikon. Hrsg. v. Wilhelm Kühlmann, 2. Auflage, Berlin, New York 2010, S. 242.
  4. Vgl. Dorothea Fohrbeck: Türkische Kulturarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Eine Dokumentation von Erfahrungen und Modellversuchen. In: Zentrum für Kulturforschung (Hrsg.): Dokumentationen – Zentrum für Kulturforschung Nr. 17. Bonn 1983, S. 17.
  5. a b Barbara Supp: Der Krüppel als Killer. SPIEGEL-Redakteurin Barbara Supp über den Krimi-Autor Akif Pirincci. In: Der Spiegel. 6/1992, 3. Februar 1992.
  6. Vgl. Ervedosa, Clara: Pirinçci, Akif. In: Killy Literaturlexikon. Hrsg. v. Wilhelm Kühlmann, 2. Auflage, Berlin, New York 2010, S. 242.
  7. Bestseller: Deutschland von Sinnen. In: Die Weltwoche. Nr. 21/2014.
  8. Vgl. Thomas Hecken: Avant-Pop. Von Susan Sontag über Prada und Sonic Youth bis Lady Gaga und zurück. Posth Verlag, Berlin 2012, S. 91.
  9. „Ich bin ein Pressetürke“ Zeit-Online. Abgerufen am 26. Juli 2016.
  10. Vgl. Tom Cheesman: Novels of Turkisch German Settlement. Cosmopolite Fictions. Camden House, Rochester, New York 2007, ISBN 1-57113-374-7, S. 58.
  11. Vgl. Tom Cheesman: Novels of Turkisch German Settlement. Cosmopolite Fictions. Camden House, Rochester, New York 2007, ISBN 1-57113-374-7, S. 59.
  12. „Ich bin ein Pressetürke“ Zeit-Online. Abgerufen am 26. Juli 2016.
  13. Deniz Yücel: Völkermord an den Deutschen? Deutsch, vom Ohr bis zum Arsch. In: taz.de, 8. April 2013.
  14. Simone Schmollack: Rechtspopulismus im Internet: Akif Pirinçci provoziert Mordaufruf. taz.de, 28. Juli 2014.
  15. Lisa Inhoffen: Lesung mit Leibwächtern – Akif Pirinçci lockt mit rechtspopulistischen Thesen. In: General-Anzeiger. 12. Mai 2014.
  16. Richard Gebhardt: Ihr Feind steht links, Zeit Online, 14. April 2014.
  17. Die Achse des Guten: Autoren
  18. Akif Pirinçci: Die Lügenpartei. Die Achse des Guten, 11. Mai 2013, abgerufen am 10. April 2014.
  19. Das Schlachten hat begonnen; Die Achse des Guten vom 25. März 2013.
  20. Widerspruch; Die Achse des Guten vom 8. April 2013.
  21. Deniz Yücel: Deutsch, vom Ohr bis zum Arsch, in: taz vom 8. April 2013.
  22. Jochen Grabler: Gefährlicher Rassismus. Weblog spricht von Genozid an Deutschen (Memento vom 18. Dezember 2013 im Internet Archive), auf: Radio Bremen vom 6. April 2013.
  23. Tanja Rahm: Ich ekelte mich vor Euch und Euren Fantasien. In: Die Welt. 13. Januar 2014, abgerufen am 22. Oktober 2015.
  24. Ein Brief geht um die Welt. In: Emma, 16. Januar 2014, abgerufen am 1. Februar 2014.
  25. tagesspiegel.de
  26. deutschland-von-sinnen.de
  27. manuscriptum.de
  28. SPIEGEL-Bestseller: Taschenbücher. Bereich Sachbuch. Spiegel Online, abgerufen am 26. April 2014: „Platz 3: Deutschland von Sinnen – Pirincci, Akif“
  29. AfD und Burschenschaft luden zum Gespräch mit Akif Pirinçci Zeitblog vom 19. Mai 2014.
  30. a b Andreas Speit: DER RECHTE RAND: Wie Burschenschaftler sich mit rechten Thesen bespaßen. Neue Leserschaft gewonnen. In: taz. 23. Oktober 2014.
  31. AfD und Burschenschaft luden zum Gespräch mit Akif Pirinçci Zeitblog vom 19. Mai 2014.
  32. Mecklenburg-Vorpommern: Schwuler AfD-Landeschef wegen Volksverhetzung angeklagt auf queer.de vom 10. Oktober 2014. siehe auch: Holger Arppe.
  33. Veranstaltung mit Akif Pirinçci fällt ins Wasser
  34. Melanie Mühl: Lesung von Akif Pirinçci. Zweieinhalb Stunden Wut für fünfzehn Euro. Deutsche Szene: Akif Pirinçci liest im Bonner Brückenforum aus seinem Buch „Deutschland von Sinnen“. Und sein Publikum fühlt sich sehr gut unterhalten. In: FAZ vom 13. Mai 2014.
  35. Demo gegen Lesung. Linke wollen Auftritt von Autor Pirincci im Stadtrat thematisieren
  36. Christine Keilholz: Adagio mit Pirincci. In: Lausitzer Rundschau vom 8. November 2014.
  37. Verdacht der Volksverhetzung. Massive Empörung über KZ-Äußerung von Pegida-Redner Akif Pirinçci. Dresdner Neue Nachrichten vom 20. Oktober 2015.
  38. Maximilian Popp, Andreas Wassermann: Populismus. Rechte Spaßgesellschaft. In: Der Spiegel vom 10. Januar 2015.
  39. a b Reiner Burger: Wir simulieren das Volk. In: FAZ.net. 15. Dezember 2014, abgerufen am 19. Mai 2015.
  40. Roman Lehberger, Hendrik Vöhringer: Es ist unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat. Spiegel Online, 22. Dezember 2014, abgerufen am 17. Januar 2015.
  41. Rechtsextremismus: Rechte tricksen Gaststätte "Haus Union" in Oberhausen aus. WAZ vom 7. Januar 2015.
  42. a b Simone Schmollack, Martin Reeh: Akif Pirinçci provoziert Mordaufruf. taz.de, 27. Juli 2014, abgerufen am 29. September 2014.
  43. Katja Rudolph: Interview: Prof. Elisabeth Tuider über ihr Bild zeitgemäßer Sexualpädagogik. HNA.de, 30. Juni 2014, abgerufen am 15. Dezember 2014.
  44. Solidaritätsaufruf. Gegen eine anti-genderistische Kampagne, soziologie.de, 15. Juli 2014
  45. Gegen rechten Hass – für eine engagierte Sexualwissenschaftler_in, Gesellschaft für Sexualwissenschaft(GSW), 21. Juli 2014
  46. Krawallautor Akif Pirinçci: Geldstrafe wegen Beleidigung, Spiegel Online, 19. Januar 2015.
  47. Roman Lehberger, Hendrik Vöhringer: Es ist unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat. Spiegel Online, 22. Dezember 2014, abgerufen am 17. Januar 2015.
  48. Hetz-Rede von Akif Pirinçci – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pegida-Redner. In: Sachsenspiegel. MDR, 20. Oktober 2015.
  49. Eklat bei Pegida-Demo: „Die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“. In: Spiegel Online. 20. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  50. Aggressive Reden bei „Pegida“-Kundgebung. In: tagesschau.de. 20. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  51. a b Sophie Albers Ben Chamo: Akif Pirinçci überlegt, das Land zu verlassen. stern.de, 22. Oktober 2015. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  52. a b c Jan Fleischhauer: Der Aussätzige. In: Der Spiegel 46/2015, S. 40–43 (41).
  53. Stefan Locke: Zehntausende bei Demo Pegida spaltet Dresden. In: faz.net, 19. Oktober 2015.
  54. a b Stefan Niggemeier:Akif Pirinçcis Pegida-Rede: Eine Geschichte von Fehlern, Exzessen und Scheinheiligkeit In: faz.net vom 2. November 2015.
  55. Benjamin Maack: Hetzredner Pirinçci: Mitleid mit dem Demagogen In: spiegel.de vom 20. Oktober 2015.
  56. Warum die Rede von Akif Pirincci so widerwärtig war. In: tagesspiegel.de. 21. Oktober 2015, abgerufen am November 2015.
  57. Pirinçci-Debatte: Zahlreiche Medien widerrufen ihre Darstellungen In: buchreport.de vom 2. November 2015.
  58. Akif Pirincci: Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel vertritt Buchautor nach umstrittenem KZ-Vergleich - Gesellschaft. In: stern.de. November 2015, abgerufen am 27. November 2015.
  59. Matthias Kamann: Pirinçci provoziert mit „KZ“-Rhetorik in Asylkrise. Die Welt, 20. Oktober 2015, abgerufen am 25. November 2015.
  60. Patrick Gensing: Pirinccis PR-Coup: Gute KZs, schlechte KZs? In: publikative.org vom 1. November 2015.
  61. Staatsanwaltschaft prüft KZ-Rede. mdr.de, 20. Oktober 2015. (einschl. Originalmitschnitt der umstrittenen Passage)
  62. Lutz Bachmann entschuldigt sich für Hetze von Akif Pirinçci. In: Zeit Online. 20. Oktober 2015. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  63. Ich schäme mich, lieber Akif. In: Süddeutsche Zeitung. abgerufen am 21. Oktober 2015.
  64. „Ich schäme mich, dir behilflich gewesen zu sein“. In: Deutschlandfunk. abgerufen am 21. Oktober 2015.
  65. Ermittlungen gegen Autor Pirincci nach Hassrede bei Pegida, In: Deutsche Welle, 20. Oktober 2015. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  66. Ana Maria Michel: Random House sperrt Bücher von Akif Pirinçci. In: FAZ.net. 20. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  67. Zum neuesten Pirinçci-Tumult. Homepage der Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KG, abgerufen am 22. Oktober 2015.
  68. a b Felix Krautkrämer: Interview mit Akif Pirinçci In: jungefreiheit.de/ vom 21. Oktober 2015.
  69. Sebastian Dalkowski: [1] In: rp-online.de vom 23. Oktober 2015.
  70. Heribert Seifert: Schweigen ist schädlich, Neue Zürcher Zeitung vom 7. November 2015.
  71. AfD-Nachwuchs solidarisiert sich mit Akif Pirincci. Handelsblatt, 24. Oktober 2015.
  72. David Berger: Der Fall Pirinçci. In: heise.de vom 26. Oktober 2015.
  73. Marion Steeger: Akif Pirinçci: Ich entschuldige mich nicht. express.de, 22. Oktober 2015. Abgerufen am 22. Oktober 2015.
  74. Jörg Böckem: Sex zur falschen Zeit. In: Kulturspiegel, Nr. 11/2009, 28. Oktober 2009 (Rezension).