Akinese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Verwendung des Begriffs in der Medizin. Die Bedeutung für die Verhaltensbiologie wird unter Schreckstarre behandelt
Klassifikation nach ICD-10
R29.8 Akinesie
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Akinese, auch Akinesie (altgr. κίνησις kínēsis „Bewegung“ mit Alpha privativum) bezeichnet eine hochgradige Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit.

Neurologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Neurologie ist sie eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit. Ebenso kann eine Akinese als extrapyramidale Nebenwirkung von Arzneimitteln aus der Gruppe der Neuroleptika beobachtet werden. In Verbindung mit Abulie kann das akinetisch-abulische Syndrom entstehen.

Bisweilen kann es bei akinetischen Patienten zum Auftreten von spontanen, normalen Bewegungsabläufen kommen. Dieses Phänomen wird als Kinesia paradoxa bezeichnet.

Kardiologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Kardiologie wird dieser Begriff in der Echokardiografie verwendet: Ein Teil der Herzwand ist akinetisch, wenn es zum Beispiel nach einem Herzinfarkt vernarbt oder betäubt ist; auch bei einer hochgradigen Stenose bei Koronarer Herzerkrankung kann ein Teil des Herzens aufhören sich zu bewegen, was dann Hibernation genannt wird.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Akinese – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Picano E. (2003): Stress Echocardiography, ISBN 3-540-00162-X.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!