Akira Miyawaki

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Akira Miyawaki (2019)

Akira Miyawaki (jap. 宮脇 昭, Miyawaki Akira; * 29. Januar 1928 in Nariwa (heute: Takahashi), Präfektur Okayama; † 16. Juli 2021[1]) war ein japanischer Hochschullehrer und Pflanzensoziologe.[2]

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miyawaki studierte an der Universität Hiroshima Biologie, wo er 1952 den wissenschaftlichen Grad eines Bachelors erwarb. Danach war er bis 1958 wissenschaftlicher Assistent an der Staatlichen Universität Yokohama und arbeitete von 1958 bis 1960 und nochmals von 1963 bis 1964 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Reinhold Tüxen an der damaligen Bundesanstalt für Vegetationskartierung in Stolzenau. 1961 wurde Miyawaki an der Staatlichen Universität Yokohama zum Doctor of Science promoviert.

Nach einer Assistenz-Professur von 1962 bis 1973 leitete er bis 1993 das Institut für Umweltwissenschaften und Umwelttechnologie an der Staatlichen Universität Yokohama und bekleidete von 1985 bis zu seiner Emeritierung 1993 das Amt des Direktors. Seit 1993 war er Direktor des Japanese Center for International Studies in Ecology (JISE).[3] [4].

Von 1977 bis 1978 hatte Miyawaki eine Gastprofessur an der Universität Saarbrücken inne.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akira Miyawaki beim Beaufsichtigen der Pflanzung nativer Vegetation in Kii-Tanabe (2007)

Miyawaki war ein profilierter Vegetationskundler, der die Methoden der Braun-Blanquet-Tüxen-Schule in Japan eingeführt und populär gemacht hat. Wegweisend sind seine Arbeiten und Aktivitäten zur Entwicklung in Japan heimischer Waldgesellschaften nach dem Konzept der „potentiellen natürlichen Vegetation“.

Einige Wirkung hat sein "Tiny Forest"-Konzept entfaltet, das die Pflanzung kleiner künstlicher Wäldchen (Größe ab ca. 1 Tennisfeld) im städtischen Raum beschreibt, die durch spezielle Vorbereitung des Bodens wie auch Auswahl der Pflanzen sowie deren dichte Setzung innerhalb weniger Jahre Klein-Biotope von hoher Biodiversität im urbanen Raum entstehen lassen können.[5][6]

Mitgliedschaften und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Plants and Human (NHK Books)
  • The Last Day for Man (Chikuma Shobo)
  • Testimony by Green Plants (Tokyo Shoseki)
  • Prescription for Restoration of Green Environments (Asahi Shinbun-sha)
  • Chinju-no-mori (Native Forests of Native Trees) (Shincho-sha).

Schriften zu Miyawaki[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otti Wilmanns (1995): Laudatio durch Frau Prof. Dr. Otti Wilmanns, Freiburg, zu Ehren von Akira Miyawaki anläßlich der Verleihung des Reinhold-Tüxen-Preises 1995 der Stadt Rinteln am 24. März 1995 – Berichte der Reinhold-Tüxen-Gesellschaft – 7: 17–27. (Volltext)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 熱帯林再生など指導 宮脇昭さん死去 93歳 横浜国立大名誉教授 https://mainichi.jp/articles/20210802/k00/00m/040/055000c (Memento vom 2. August 2021 im Internet Archive)
  2. Ber. D. Reinh. Tüxen-Ges. 7 (1995), S. 17-27: Laudatio durch Frau Prof. Dr. Otti Wilmanns, Freiburg, zu Ehren von Akira Miyawaki anläßlich der Verleihung des Reinhold-Tüxen-Preises 1995 der Stadt Rinteln am 24. März 1995
  3. Japanese Center for International Studies in Ecology (JISE) (Home)
  4. Bio von Akira Miyawaki auf der Seite des Japanese Center for International Studies in Ecology (JISE)
  5. Erster Tiny Forest Deutschlands! Abgerufen am 4. September 2021.
  6. Der erste Tiny Forest Deutschlands. Abgerufen am 4. September 2021.