Akkuwerkzeug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Der Akkuschrauber – ein weit verbreitetes Akkuwerkzeug
Akku-Tacker

Als Akkuwerkzeuge werden alle stromnetzunabhängigen Elektrowerkzeuge bezeichnet, deren Stromversorgung mit Hilfe eines Akkumulators geschieht.

Akkuwerkzeuge haben mittlerweile einen hohen Anteil am Verkauf von Elektrowerkzeugen. Das wurde durch die beständige Verbesserung der Akkutechnologien und die damit verbundene Erhöhung von Leistung und Betriebszeit bei den Geräten möglich.

Im gewerblichen Umfeld in Deutschland unterliegen Akkuwerkzeuge mit Spannungen ≤60 V nicht regelmäßigen elektrischen Überprüfung nach den Anforderungen der DGVU[1].

Typische Spannungswerte orientieren sich an der Art der Akkus. Waren früher NiCd-Akkus üblich, orientieren sich die die Spannungsniveaus der Akkus an LiIon-Akkus. Dort liegen die Spannungsniveaus bei 3,6 V und 7,2 V für meist fest eingebaute Akkus und für Wechselakkus bei 10,8/12 V, 14,4 V (auslaufend, nur noch für industrielle Anwendungen), 18/20 V oder 36/40 V. Die genannten, nahe beieinander liegenden Spannungsniveaus erklären sich aus einer geänderten Prüfvorschrift. Durch eine solche Änderung haben einige Hersteller in letzter Zeit die Bezeichnung ihrer Akkus beispielsweise von 10,8 V auf 12 V geändert, obwohl laut Herstellerangaben[2] kein technischer Unterschied vorliegt.

Geräte mit prinzipiell hoher Leistungsaufnahme (beispielsweise Winkelschleifer, Bohrhammer) werden erst langsam durch Akkuwerkzeuge der höheren Spannungsklassen ersetzt.

Typen von Akkuwerkzeugen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schrauber: Meist ein Gerät mit einem Gang und niedrigen, stufenlos regulierbaren Umdrehungszahlen.
  • Bohrschrauber: Besitzt ein Zweigang-Getriebe mit niedrigen und hohen Drehzahlen des Bohrfutters (dementsprechend hohes Drehmoment zum Schrauben und niedrigeres zum Bohren). Einige 1-Gang-Geräte werden zuweilen auch als Akku-Bohrschrauber angeboten.
  • Winkelschrauber: Das Bohrfutter ist um 90° abgewinkelt um auch an schwer zugänglichen Stellen zu arbeiten.
  • Knickschrauber: Kleines, handliches Gerät vorwiegend für Montagearbeiten. Der Griff kann im hinteren Teil abgeknickt werden, um auch in engere Räume zu kommen.
  • Stabschrauber: Ähnlich dem Knickschrauber, ohne verstellbaren Griff. Der Akku ist häufig nicht entnehmbar.
  • Schlagschrauber: Vorwiegender Einsatz im KFZ- oder anderen maschinellen Bereichen. Erreicht hohe Drehmomente.
  • Schlagbohrmaschine: Akku-Bohr-Schrauber mit Schlagfunktion mittels Ratschenscheiben. Zum Bohren in Steinmaterial geeignet.
  • Bohrhammer: Ausgerüstet mit einem pneumatischen Schlagwerk und SDS-plus-Bohrfutter.
  • Handkreissäge
  • Winkelschleifer
  • Säbelsäge
  • Stichsäge
  • Blechschere
  • Blechnibbler (siehe auch Nibbeln)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Wiederkehrenden Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Arbeitsmittel", herausgegeben von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) als Information 203-070, Stand Dezember 2016
  2. Umstellung von 10,8V auf 12V ab 2017. (HTML) Bosch Power Tools GmbH, abgerufen am 26. September 2021 (deutsch).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]