Akoya

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Akoya Auster mit Perle

Die Akoya (jap. 阿古屋貝, Akoya-gai, wissenschaftlich: Pinctada fucata martensii) gehört zu den bekanntesten Perlen-Arten. Sie zeichnet sich durch ihre runde, gleichmäßige und glänzende Form aus. Von Natur aus sind Akoyas weiß oder cremefarben. Durch menschliche Behandlung sind sie aber in verschiedensten Farben erhältlich. Akoyas werden seit über 100 Jahren kommerziell gezüchtet.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des japanischen Namens liegt der Ursprung dieser Perlenart oder Austern-Art in Indien. Die Züchtung dieser Perlen war aus indischer Tradition verboten; trotzdem wurden Perlen auf den Märkten gehandelt. Wegen ihrer kleinen Form wurden Perlen als Wertaufbewahrungsmittel verwendet, da gängige Währungen oft und schnell an Wert verloren. Vereinzelte Europäer versuchten sich in Indien ab 1850 in der Perlenausternzucht. Strenge gesetzliche Vorgaben sowie ein staatliches Monopol verhinderten den Aufstieg der Perlenzüchter. Ende des 19. Jahrhunderts gelangten über den Seeweg mehrere Austernkolonien nach Kyushu (Japan). Durch die ähnlichen klimatischen Bedingungen wie in Indien konnten die ersten Züchter schnell aus wenigen Austern hohen Profit schlagen. Die Austernzucht wurde in Japan über Jahre optimiert, insbesondere durch Kokichi Mikimoto. Die Zucht solcher Austern verlangt Fähigkeiten, die sich klar von denen für die Zucht europäischer Austern unterscheiden.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Akoya-Austern verfügen über ein ausgeklügeltes Fortpflanzungssystem. Wie ähnliche Weichtiere wechseln sie ihr Geschlechtsorgan je nach Notwendigkeit.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Elektronikhersteller Medion nennt einige seiner Notebook- und PC-Serien Akoya.
  • Akoyasilber ist ein Farbton bei VW und Audi.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elisabeth Strack: Perlen. Rühle-Diebener-Verlag, 2001