Aktiengesetz (Deutschland)

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Basisdaten
Titel: Aktiengesetz
Abkürzung: AktG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Handelsrecht
Fundstellennachweis: 4121-1
Ursprüngliche Fassung vom: 30. Januar 1937
(RGBl. I S. 107)
Inkrafttreten am: 1. Oktober 1937
Letzte Neufassung vom: 6. September 1965
(BGBl. I S. 1089)
Inkrafttreten der
Neufassung am:
1. Januar 1966
Letzte Änderung durch: Art. 5 G vom 10. Mai 2016
(BGBl. I S. 1142, 1149)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
17. Juni 2016
(Art. 15 G vom 10. Mai 2016)
GESTA: C091
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das deutsche Aktiengesetz (AktG) regelt die Errichtung, die Verfassung, Rechnungslegung, Hauptversammlungen und Liquidation von Aktiengesellschaften sowie von Kommanditgesellschaften auf Aktien. Darüber hinaus ist das deutsche Konzernrecht im Aktiengesetz geregelt.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aktiengesetz regelt die Rechte und Pflichten der auf Aktien basierenden Kapitalgesellschaften. Zusätzlich zum Aktiengesetz sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Bürgerlichen Gesetzbuches anwendbar.

Durch seine Straf- und Bußgeldvorschriften in den §§ 399 ff. gehört das Aktiengesetz auch zum Nebenstrafrecht. Inzwischen nehmen diese Strafvorschriften einen gewichtigen Teil im Wirtschaftsstrafrecht ein.

Mit dem Aktiengesetz löste der Bundesgesetzgeber das bis zum 31. Dezember 1965 geltende „Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien (Aktiengesetz)“ vom 30. Januar 1937 ab (RGBl. I S. 107)[1][2] Zum Aktiengesetz wurde gleichzeitig das „Einführungsgesetz zum Gesetz über Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien“ (RGBl. I S. 166) erlassen.

Die aktuelle Fassung des Aktiengesetzes wird vom Einführungsgesetz zum Aktiengesetz – EGAktG vom 6. September 1965 (BGBl. I S. 1185) begleitet.

Inhalt des Aktiengesetzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allgemeine Vorschriften (§§ 1–22)
  2. Gründung der Gesellschaft (§§ 23–53)
  3. Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und der Gesellschafter (§§ 53a–75)
  4. Verfassung der Aktiengesellschaft (§§ 76–149)
  5. Rechnungslegung und Gewinnverwendung (§§ 150–176) – (§§ 177, 178 sind weggefallen)
  6. Satzungsänderung, Maßnahmen der Kapitalbeschaffung und Kapitalherabsetzung (§§ 179–240)
  7. Nichtigkeit von Hauptversammlungsbeschlüssen und des festgestellten Jahresabschlusses. Sonderprüfung wegen unzulässiger Überbewertung (§§ 241–261)
  8. Auflösung und Nichtigerklärung der Gesellschaft (§§ 262–277)
  9. Kommanditgesellschaft auf Aktien (§§ 278–290)
  10. Unternehmensverträge (§§ 291–307)
  11. Leistungsmacht und Verantwortlichkeit bei Abhängigkeit von Unternehmen (§§ 308–318)
  12. Eingegliederte Gesellschaften (§§ 319–327)
  13. Ausschluss von Minderheitsaktionären (§§ 327a–327f)
  14. Wechselseitig beteiligte Unternehmen (§ 328)
  15. Rechnungslegung im Konzern (inzwischen aufgehoben: §§ 329–393)
  16. Sondervorschriften bei Beteiligung von Gebietskörperschaften (§§ 394, 395)
  17. Gerichtliche Auflösung (§§ 396–398)
  18. Straf- und Bußgeldvorschriften. Schlussvorschriften (§§ 399–410)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Heidel: Aktienrecht und Kapitalmarktrecht. Kommentar. 3. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-5606-6.
  • Uwe Hüffer: Aktiengesetz. 10. Auflage. C. H. Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63345-4.
  • Tobias Bürgers, Torsten Körber (Hrsg.): Aktiengesetz. 2. Auflage. C.F. Müller, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-8114-3532-2.
  • Thomas Wachter (Hrsg.): AktG – Kommentar zum Aktiengesetz. RWS Verlag, Köln 2012, ISBN 978-3-8145-8162-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktiengesetz vom 30. Januar 1937. In: ALEX. Österreichische Nationalbibliothek, abgerufen am 14. Januar 2011.
  2. Bernd Mertens: Das Aktiengesetz von 1937 – unpolitischer Schlussstein oder ideologischer Neuanfang? In: ZNR. Band 29/30, 2007, S. 88–117.
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