Aktion Knochenmarkspende Bayern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Der Artikel ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
sämtliche Aussagen

Die Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Gauting.[1]

Ihre Aufgaben sind die Suche nach potentiellen Spendern für eine Stammzelltransplantation, die Typisierung bereits registrierter Spender, die Gewinnung entsprechender Stammzellpräparate sowie Aufbau und Betrieb einer Nabelschnurblutbank.[2]

Über das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm können diese Spender bzw. Stammzellpräparate an Patienten weltweit vermittelt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKB geht auf eine Knochenmarkspenderdatei zurück, die im Juli 1989 als erste derartige Datei in Bayern am Klinikum Großhadern angelegt wurde. 1993 konnte die erste Spende vermittelt werden. Im gleichen Jahr wurde die AKB als Förderverein gegründet; die erste Geschäftsstelle befand sich in Krailling. Um die strengen gesetzlichen Auflagen für die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Stammzellpräparaten erfüllen zu können, wurde am 18. Dezember 1997 darüber hinaus die Bayerische Stammzellbank gGmbH (BSB) gegründet, die diese Aufgaben im Auftrag des Vereins übernahm. 2006 wurde die Datei in eine Stiftung übertragen.

Im Juli 1995 übernahm die damalige Bayerische Sozialministerin Barbara Stamm die Schirmherrschaft für die AKB, die sie auch nach wie vor wahrnimmt.

Im Februar 2008 konnte die 1000. Stammzellspende vermittelt werden. Heute ist die AKB mit über 200.000 registrierten potentiellen Spendern eine der größten derartigen Spenderdateien weltweit.

Nabelschnurblutbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für etwa ein Drittel aller Patienten lässt sich auch bei weltweiter Suche kein passender Spender finden. Manchen dieser Patienten kann trotzdem noch geholfen werden, und zwar mit Hilfe von Stammzellen, die aus Nabelschnurblut gewonnen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Stammzellpräparaten, die erst bei Bedarf aus dem Knochenmark oder - per Apherese - aus dem Blut eines Spenders gewonnen werden, müssen Nabelschnurblutpräparate unmittelbar nach der Geburt hergestellt und tiefgefroren aufbewahrt werden. Zu diesem Zweck begann die AKB 1999 mit dem Aufbau der ersten und rein gemeinnützigen Nabelschnurblutbank in Bayern. Im Juli 2000 wurde das erste derartige Präparat transplantiert.[3] Bis Ende 2009 wurden 2400 Nabelschnurpräparate bei der AKB eingelagert; 47 Patienten konnten bereits damit behandelt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spenderregistrierung - Stiftung Knochenmark- & Stammzellspende Deutschland. In: www.knochenmarkspende-deutschland.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  2. Über die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern. In: www.akb.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  3. Stammzellen aus Nabelschnurblut. In: www.akb.de. Abgerufen am 23. Oktober 2016.

Koordinaten: 48° 4′ 2″ N, 11° 21′ 14″ O