AkzoNobel

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AkzoNobel N.V.
Rechtsform N.V. (Naamloze Vennootschap)
ISIN NL0000009132
Gründung 1994
Sitz Amsterdam, Niederlande
Leitung Ton Büchner (CEO)
Mitarbeiter 45.600 (31. Dezember 2015)[1]
Umsatz 14,859 Mrd. EUR (2015)[1]
Branche Chemie, Farben, Lacke
Website www.akzonobel.com
Älteres Logo.

AkzoNobel ist ein weltweit operierendes Großunternehmen mit Schwerpunkten in Farbenherstellung und Spezialchemie. Der Stammsitz ist in den Niederlanden. AkzoNobel ist gemessen am Umsatz der größte Hersteller von Farben und Lacken in der Welt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden wurde 1911 (in Ede) die Kunstfaserfabrik Algemeene Kunstzijde Unie N.V. (AKU) gegründet. Diese fusionierte 1969 mit dem im Jahr 1918 in Hengelo entstandenen Koninklijke Zwanenberg Organon (KZO) – der neue Konzern hieß Akzo. 1992 wurde der griechische Farbenhersteller Vivechrom erworben.

1994 fusionierten die Unternehmen Akzo und die schwedische Firma Nobel Industries. Das Unternehmen firmiert seither als „AkzoNobel“.

1998 kaufte AkzoNobel die englische Firma Courtaulds Ltd. Ihre Produkte enthielten industrielle Farben und verschiedene Arten von Chemiefasern. Der Chemiefaserbereich wurde zusammen mit den eigenen Aktivitäten von AkzoNobel unter dem Namen Acordis an CVC Capital Partners verkauft.

Am 12. März 2007 wurde die Pharmasparte Organon für 11 Milliarden Euro an Schering-Plough verkauft.

Im August 2007 wurde mitgeteilt, dass AkzoNobel das Unternehmen ICI für rund zwölf Milliarden Euro übernehmen werde. Dieser Kauf wurde am 2. Januar 2008 abgeschlossen. Die Sparten Adhesives (Klebstoffe) und Electronic Materials der ICI wurden im April 2008 für vier Milliarden Euro an Henkel weiterverkauft. Außerdem wurde Akcros an GIL Investments abgestoßen.

Chief Executive Officer (CEO) ist seit 2012 Ton Büchner.[3][4]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AkzoNobel hat drei Hauptgeschäftsfelder.

Der regional organisierte Geschäftsbereich Dekorationsfarben konzentriert sich auf die Herstellung und Vermarktung von Konsumentenprodukten. Produkte sind Farben, Lasuren, Anstriche und Hilfsprodukte, die im privaten Haushalt Verwendung finden und auch über Baumärkte und Fachgeschäfte vertrieben werden. Marken wie Sikkens, Lasol, Dulux, Xyladecor, Molto und Moltofill stehen dabei stellvertretend.

Im Bereich Industrielle Farben und Beschichtungen werden industrielle Lacke, Farben und Beschichtungssysteme entwickelt, produziert und vermarktet. Dies umfasst die Herstellung von Produkten für die Beschichtung von Schiffen, Flugzeugen uns Autos sowie von Reparatursystemen für Karosserien. Ferner Produkte für die Beschichtung von Metallen, Metallverpackungen sowie von Pulverlacken.

In der Gruppe Spezialchemie werden in fünf Geschäftsbereichen unterschiedliche Grund- und Spezialchemikalien hergestellt. Organische Peroxide, Chlor, Natronlauge, Ethylenamin, Schwefelkohlenstoff, Chemikalien für die Papierherstellung und viele Spezialitäten werden in Standorten auf der ganzen Welt hergestellt.

Deutsche Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konzern betreibt in Deutschland unter anderem Fabriken in Arnsberg, Stuttgart, Reutlingen, Köln, Leverkusen,[5] Mannheim, Düren, Bitterfeld, Greiz, Ibbenbüren, Frankfurt am Main, Nürnberg, Wurzen, Offenbach am Main und Hilden. Nahe dem Kernkraftwerk Stade befindet sich die AkzoNobel Energieversorgungsgesellschaft. Koordinaten: 53° 37′ 31,44″ N, 9° 31′ 9,7″ O

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesamtumsatz im Jahr 2014 betrug 14,3 Milliarden Euro. Nach dem Kauf von ICI hatte das Unternehmen ca. 60.000 Mitarbeiter (Stand Mai 2008). Die Unternehmensanteile sind an der Amsterdamer Euronext-Börse notiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AkzoNobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b AkzoNobel Report 2015. AkzoNobel. Abgerufen am 23. Mai 2016.
  2. Akzo Nobel übertrifft Markterwartungen. Handelsblatt, 19. Juli 2012
  3. CEO Hans Wijers verlässt AkzoNobel; Ton Büchner ist Nachfolger. Pressemitteilung vom 10. Juni 2011
  4. Seite von Ton Büchner auf akzonobel.com
  5. Unternehmenstafel am chempark Leverkusen