AkzoNobel

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AkzoNobel N.V.
Rechtsform N.V. (Naamloze Vennootschap)
ISIN NL0013267909
Gründung 1994
Sitz Amsterdam, NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung Thierry Vanlancker (CEO)
Mitarbeiterzahl 34.500[1]
Umsatz 9,3 Mrd. EUR (2018)[1]
Branche Chemie, Farben, Lacke
Website www.akzonobel.com
Stand: 31. Dezember 2018

AkzoNobel ist ein weltweit operierendes Großunternehmen mit Schwerpunkten in Farbenherstellung und Spezialchemie. Der Stammsitz ist in den Niederlanden. Bis 2014 war AkzoNobel gemessen am Umsatz der größte Hersteller von Farben und Lacken weltweit. Im Geschäftsjahr 2018 lag AkzoNobel auf dem dritten Rang hinter PPG Industries und Sherwin-Williams.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden wurde 1911 (in Ede) die Kunstfaserfabrik Algemeene Kunstzijde Unie N.V. (AKU) gegründet. Diese fusionierte 1969 mit dem im Jahr 1918 in Hengelo entstandenen Koninklijke Zwanenberg Organon (KZO) – der neue Konzern hieß Akzo. Im gleichen Jahr hatte KZO begonnen sich am amerikanischen Salzproduzenten International Salt zu beteiligen.

1992 wurde der griechische Farbenhersteller Vivechrom erworben.

1994 fusionierten die Unternehmen Akzo und die schwedische Firma Nobel Industries. Das Unternehmen firmiert seither als „AkzoNobel“.

1998 kaufte AkzoNobel die englische Firma Courtaulds Ltd. Ihre Produkte enthielten industrielle Farben und verschiedene Arten von Chemiefasern. Der Chemiefaserbereich wurde zusammen mit den eigenen Aktivitäten von AkzoNobel unter dem Namen Acordis an CVC Capital Partners verkauft.

Am 12. März 2007 wurde die Pharmasparte Organon für 11 Milliarden Euro an Schering-Plough verkauft.

Im August 2007 wurde mitgeteilt, dass AkzoNobel das Unternehmen ICI für rund zwölf Milliarden Euro übernehmen werde. Dieser Kauf wurde am 2. Januar 2008 abgeschlossen. Die Sparten Adhesives (Klebstoffe) und Electronic Materials der ICI wurden im April 2008 für vier Milliarden Euro an Henkel weiterverkauft. Außerdem wurde Akcros an GIL Investments abgestoßen.

Chief Executive Officer (CEO) war ab 2012 Ton Büchner.[3][4] Im Juli 2017 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück.[5]

Im April 2017 gab die AkzoNobel bekannt, sich in zwei Firmen aufzuspalten. Mit Paints and Coatings sowie Specialty Chemicals entstehen somit zwei eigenständige Unternehmen.[6]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AkzoNobel hat drei Hauptgeschäftsfelder.

Der regional organisierte Geschäftsbereich Dekorationsfarben konzentriert sich auf die Herstellung und Vermarktung von Konsumentenprodukten. Produkte sind Farben, Lasuren, Anstriche und Hilfsprodukte, die im privaten Haushalt Verwendung finden und auch über Baumärkte und Fachgeschäfte vertrieben werden. Marken wie Sikkens, Lasol, Dulux, Xyladecor, Molto und Moltofill stehen dabei stellvertretend.

Im Bereich Industrielle Farben und Beschichtungen werden industrielle Lacke, Farben und Beschichtungssysteme entwickelt, produziert und vermarktet. Dies umfasst die Herstellung von Produkten für die Beschichtung von Schiffen, Flugzeugen und Autos sowie von Reparatursystemen für Karosserien. Ferner Produkte für die Beschichtung von Metallen, Metallverpackungen sowie von Pulverlacken.

In der Gruppe Spezialchemie werden in fünf Geschäftsbereichen unterschiedliche Grund- und Spezialchemikalien hergestellt. Organische Peroxide, Chlor, Natronlauge, Ethylenamin, Schwefelkohlenstoff, Chemikalien für die Papierherstellung und viele Spezialitäten werden in Standorten auf der ganzen Welt hergestellt.

Deutsche Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Konzern betreibt in Deutschland unter anderem Fabriken in Arnsberg, Stuttgart, Reutlingen, Köln, Leverkusen,[7] Mannheim, Düren, Bitterfeld, Greiz, Ibbenbüren, Frankfurt am Main, Nürnberg, Wurzen, Hamburg, Offenbach am Main und Hilden. Nahe dem Kernkraftwerk Stade befindet sich die AkzoNobel Energieversorgungsgesellschaft. Koordinaten: 53° 37′ 31,44″ N, 9° 31′ 9,7″ O

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesamtumsatz im Jahr 2014 betrug 14,3 Milliarden Euro. Nach dem Kauf von ICI hatte das Unternehmen rund 60.000 Mitarbeiter (Stand Mai 2008). Die Unternehmensanteile sind an der Amsterdamer Euronext-Börse notiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AkzoNobel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b AkzoNobel Report 2018.
  2. Top manufacturers of paints, coatings, adhesives, and sealants, abgerufen am 27. Juni 2019
  3. CEO Hans Wijers verlässt AkzoNobel; Ton Büchner ist Nachfolger. Pressemitteilung vom 10. Juni 2011
  4. Seite von Ton Büchner (Memento vom 29. April 2013 im Internet Archive) auf akzonobel.com
  5. Ton Büchner: Akzo-Chef tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. (handelsblatt.com [abgerufen am 20. Juli 2017]).
  6. Akzo Nobel will Speciality Chemicals abspalten in PROCESS-Online, abgerufen am 21. April 2017
  7. Leverkusen, Bild: Chempark, Unternehmenstafel. Abgerufen am 15. März 2019.