al-Abbas ibn Ali

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al-Abbas ibn Ali

al-Abbās ibn Ali (arabisch ‏العباس بن علي‎, DMG al-ʿAbbās b. ʿAlī, albanisch Abaz Aliu; * 15. Mai 647; † 10. Oktober 680 bei Kerbela) war ein schiitischer Märtyrer.

Er war der Sohn von ʿAlī ibn Abī Tālib und Fātima bint Hizam al-Kilabiyya (auch bekannt als Umm al-Banīn, ‚Mutter der Söhne‘). Er hatte drei Brüder, Abdullah ibn Ali, Dschaʿfar ibn Ali, und ʿUthman ibn Ali.

In der Schlacht von Kerbela gehörte er zu den wenigen, die seinem Halbbruder al-Ḥusain ibn ʿAlī die Treue hielten und auf dessen Seite kämpfend getötet wurden. Für diese Treue wird er von den Schiiten als Märtyrer verehrt.

Schiitische Legenden, die über sein Leben berichten, heben seine von Geburt an bestehende besondere Treue zu Husain ibn Ali hervor, sowie dass er neben seinem Vater Ali ibn Abi Talib und seinem Halbbruder Husain ibn Ali, von denen er die Kampfkunst gelernt habe, der stärksten Kämpfer aller Zeiten gewesen sei.

An der Stelle in Kerbela im Irak, an der er gestorben und begraben worden sein soll, steht heute die al-Abbas-Moschee. Diese bildet zusammen mit dem unweit gelegenen Imam-Husain-Schrein, ein bedeutendes Ziel vieler schiitischer Wallfahrer, insbesondere zu den schiitischen Passionsspielen am Jahrestag der Schlacht bei Kerbela.

Auf dem Berg Tomorr nahe der albanischen Stadt Berat befindet sich ein vermeintliches Grab sowie zwei Schreine (Türben) von Abbas Ali, die Tyrbja e Kulmakut, zu dem jedes Jahr am 15. und vom 20. bis 25. August bis zu Zehntausend Albaner des sufistischen Bektaschi-Ordens pilgern. Abbas Alis Seele ließ sich im Glauben der Bektaschi nach seinem Märtyrertod auf dem Berg nieder, bevor sie in den Himmel stieg.