Enzyklopädie des islamischen Rechts (Kuwait)

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Die kuwaitische Enzyklopädie des islamischen Rechts (arabisch الموسوعة الفقهية, DMG al-mausūʿa al-fiqhiyya; englisch Encyclopaedia of Islamic Jurisprudence) ist eine vom Kuwaitischen Ministerium für religiöse Stiftungen und islamische Angelegenheiten herausgegebene Enzyklopädie der islamischen Rechtswissenschaft (fiqh). Die insgesamt 45 Bände wurden bis Ende der 1990er Jahre erstmals veröffentlicht. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das Werk mehrfach neu aufgelegt.

Geschichte und Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wunsch nach einer Enzyklopädie der islamischen Jurisprudenz war bei einer Konferenz in Paris im Jahre 1951 zum Ausdruck gebracht worden, die von vielen bedeutenden islamischen Gelehrten besucht wurde.

Das Projekt entstand ursprünglich auf Wunsch der ägyptischen und syrischen Regierung, blieb zunächst jedoch unvollendet. 1968 wurde es vom Kuwaitischen Ministerium für religiöse Stiftungen und islamische Angelegenheiten übernommen und unter der Aufsicht des syrischen Gelehrten Mustafa az-Zarqa (1904–1999), Professor an der Universität Damaskus und der Universität von Jordanien in Amman, fortgesetzt.[1] Es gilt mittlerweile als Jahrhundertwerk im Bereich der islamischen Jurisprudenz. Für die Übersetzung der 45 Bände in Urdu wurden zehn Jahre benötigt. Diese Version für muslimische Leser in Indien wurde am 23. Oktober 2009 im Beisein des indischen Vizepräsidenten Mohammad Hamid Ansari veröffentlicht. [2]

Die Absicht der Verfasser ist eine übersichtliche Hilfestellung für den Laien im sich (auf Grund seiner Komplexität) letztlich nur dem Gelehrten erschließenden Regelwerk des religiösen Lebens als Muslim. Die Einzigartigkeit dieser Enzyklopädie besteht darin, dass sie sämtliche Ansichten der vier sunnitischen Lehrrichtungen enthält, d. h. Hanafīya, Mālikiya, Schāfiʿīya und Hanbalīya.[3][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scholar of renown: Professor Mustafa Al-Zarqa
  2. a b Milli Gazette, 16.-30. November 2009, S. 3
  3. Ministry of Awqaf and Islamic Affairs, State of Kuwait