Al Cook

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Al Cook (2014)

Al Cook (* 27. Februar 1945 in Bad Ischl als Alois Koch) ist ein österreichischer Bluesgitarrist, -komponist und -sänger.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Al Cook wuchs in Wien auf. Der Besuch eines Elvis-Filmes Gold aus heißer Kehle mit fünfzehn Jahren weckte in ihm den Wunsch Musik zu machen, er begann sich selbst Gitarre, Klavier und Singen beizubringen.

Als Al Cook zum ersten Mal mit dem Blues in Berührung kam, erlernte er sämtliche Instrumental - und Gesangstechniken der historischen Bluessänger. Zu seinen Idolen zählten Sänger wie Blind Lemon Jefferson, Charley Patton, Son House, Texas Alexander sowie Robert Johnson. Zu Beginn der 70er Jahre erreichte Al Cook einen derartigen Bekanntheitsgrad, dass er bis Mitte des Jahrzehnts ein Teil der Österreichischen Populärkultur war. Zu dieser Zeit konzertierte er im Wiener Jazzland mit historischen Bluesgrössen wie Roosevelt Sykes, Johnny Shines, John Jackson, Honeyboy Edwards und Little Brother Montgomery.

Al Cook beeinflusste viele Musiker und war auch teilweiser künstlerischer Impuls für einige der führenden heimischen Bluesmusiker wie Erik Trauner, Siggi Fassl, Stephan Rausch, und Michael Pewny sowie viele österreichische Szenemusiker.

Von 1983 bis 1986 nützte Al Cook das damalige Rockabilly Revival um einen Bogen vom Blues zum Rock'n'Roll zu spannen, was seiner Popularität einen zusätzlichen Auftrieb gab. 1989 kehrte er endgültig dem Rock'n'Roll den Rücken, um seine ganze künstlerische Kraft dem historisch-authentischen Blues zu widmen. Als wichtigen Teil seines künstlerischen Auftrages betrachtet Al Cook sein Engagement gegen die wachsende Einflussnahme der Popkultur auf den Blues.

Am 15. November 2014 feierte Al Cook im Metropol sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Working Man Blues (1970)
  • Slide Guitar Foolin' (1973)
  • Hard Rock Blues (1976)
  • Memphis 1954 (1984)
  • A Legendary White Face in Blues (1986)
  • On the Road to Rock & Roll (1986)
  • Twenty Five Blues Years (1989) (mit Mojo Blues Band, Axel Zwingenberger, Dana Gillespie, Oscar Klein)
  • Victrola Blues (1993)
  • The White King of Black Blues (1995)
  • Down in Boogie Alley (1999)
  • The Country Blues (2001)
  • The Birmingham Jam (2005)
  • Barrelhouse Man (2008)
  • Pioneer and Legend (2009)
  • Mississippi 1930 (2013)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Al Cook – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wiener Ehrenzeichen für Al Cook und Erich Schleyer (Wiener Rathauskorrespondenz vom 23. Mai 2006)
  2. Blues.at: Al Cook – Artikel im “Profil”; abgerufen am 28. Mai 2015