Alan Lee (Künstler)

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Alan Lee Gewinner des "Schwäbischen Lindwurm" 2016
Alan Lee am 29. November 2003 bei der Weltpremiere des dritten Teils des Herrn der Ringe in Wellington (Neuseeland)

Alan Lee (* 20. August 1947 in Middlesex, England) ist ein britischer Illustrator und Filmdesigner. Er gilt zusammen mit John Howe und Ted Nasmith als einer der bedeutendsten Illustratoren der Werke J. R. R. Tolkiens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alan Lee studierte an der Ealing School of Art. Schon im Alter mit 17 begeisterte er sich für Tolkiens Welt, nachdem ein Mitschüler ihm eine Kopie der ersten Frequenz von Der Herr der Ringe – Die Gefährten gab. Zuvor hatte er in seiner Kindheit schon viel Begeisterung für Fabelwesen gezeigt, doch das Lesen der Tolkien-Trilogie hat ihn auch während der Studienzeit sehr begeistert.[1]

1975 zog er nach Dartmoor, um als Konzeptdesigner bei der Herr der Ringe Trilogie mitzuarbeiten. Ursprünglich war sein Aufenthalt für sechs Monate geplant doch am Ende arbeitete er sechs Jahre in Neuseeland für Peter Jackson[1]

Bekannt wurde er 1978 durch seine Illustrationen zu dem Buch Faeries, das er zusammen mit Brian Froud herausbrachte. Alan Lee malte mit Wasserfarbe und einem klassischen, romanischem Stil, den er sich auch durch die Werke von Arthur Rackham und Charles Robinson aneignete.[2] Nach diesem Erfolg, waren seine Buchcover aus der Fantasy-Szene von da an nicht mehr wegzudenken.

In den 1980er Jahren etablierte sich Alan Lee als Tolkien-Künstler. Er malte nicht nur Motive für Titelbilder und Kalender, sondern illustrierte anlässlich des 100. Geburtstages von J. R. R. Tolkien den kompletten Herrn der Ringe für eine 1200-Seiten-Sonderausgabe.[3]

Gleichzeitig entwarf er auch erste Filmdesigns. 1985 konzeptionierte er den Look für Ridley Scotts Fantasy-Film Legende, vier Jahre später das Design für Erik, der Wikinger. 1988 wurde er mit dem World Fantasy Award als bester Künstler ausgezeichnet. Für seine Designs für die Herr-der-Ringe-Filmtrilogie wurde er 2004 mit dem Oscar ausgezeichnet. 2018 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Chesley Award ausgezeichnet.

Sein bisher letztes Projekt ist das Buch The Fall of Gondolin, welches er ebenfalls illustrierte. Herausgebracht wurde es von 2007 Christopher Tolkien.[1]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alan Lee ist bekannt für seine Aquarell- und Bleistift-Technik, die ihren Reiz vor allem aus dem vielfältigen Wechselspiel von hellen und dunklen Flächen bezieht. Die Bildfläche ist meist nur mit groben Außenlinien angedeutet, gewinnt jedoch durch die folgende Schraffierung bzw. Ausgestaltung mit Wasserfarben eine herausragende Tiefe. Bei seiner Arbeit achtet er sehr auf die Details und eine sehr intuitive Bildkomposition. Im Gegensatz zu John Howe meidet Alan Lee die comichafte Übertreibung von Charakteren und Landschaften; seine Bilder sind relativ kontrastarm, in Erdtönen gehalten und meist aus recht konventionellen Perspektiven betrachtet. Dadurch wohnt seinen Motiven eine zauberhafte Ruhe inne, die seinen Erfolg im klassischen Märchen- und Fantasy-Sektor ausmacht.[3]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alan Lee (Künstler) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c David Barnett: Making fantasy reality: Alan Lee, the man who redrew Middle-earth. In: The Guardian. 3. September 2018, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 27. Februar 2019]).
  2. Alan Lee. Abgerufen am 27. Februar 2019.
  3. a b "Alan Lee" portraitiert in der Bibliotheka Phantastika. Abgerufen am 27. Februar 2019 (deutsch).