Alannah Myles

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Alannah Myles (2007)

Alannah Myles (* 25. Dezember 1958 in Toronto, Ontario) ist eine kanadische Sängerin und Schauspielerin.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Myles wuchs in Toronto und Buckhorn auf, wo ihre Familie eine Ranch besitzt, auf der sie auch das Reiten erlernte. Ihr erstes Lied schrieb sie mit nur acht Jahren – ein Song mit dem Titel Ugly Little Cabbage in the Garden (dt. Hässlicher kleiner Kohl im Garten), den sie für ihre Schwester schrieb, um sie zu ärgern. Später verkaufte sie ihr Pferd, um sich eine Gitarre leisten zu können und in Clubs und Cafés aufzutreten.

Ihre Musik ist beeinflusst von anderen kanadischen Musikern wie beispielsweise Joni Mitchell und Leonard Cohen. Zunächst hielten ihre Eltern sie davon ab, eine Musikkarriere zu starten. Als sie 18 wurde, trat sie im Süden Ontarios auf. Schließlich lernte sie Christopher Ward kennen, mit dem sie eine Band gründete, in der gecoverte Songs von Aretha Franklin, Bob Seger und The Pretenders gespielt wurden. Diese Band wurde später durch David Tyson ergänzt.

Myles versuchte einige Produzenten für sich zu gewinnen, indem sie eigene Songs als Coverversionen ausgab.

Im Oktober 1989[1] brachte sie die Single Black Velvet heraus, die in sehr vielen Ländern ein Hit wurde, u. a. auch in Kanada, wo das Lied zehnmal Platin gewann. Es war das erfolgreichste Debüt einer kanadischen Sängerin. Allerdings blieb Black Velvet ihr einziger großer internationaler Hit, denn die nachfolgenden Singles Love Is und Lover of Mine konnten nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.

Alannah Myles hat für den Film Prinz Eisenherz den Titelsong What Are We Waiting For im Duett mit Zucchero beigesteuert. Der Song You Love Who You Love zu Gestohlene Herzen mit Sandra Bullock wurde ebenfalls von ihr gesungen. Sie hat auch mit weiteren Künstlern zusammen Songs aufgenommen, z. B. mit Saga Don't Give Up und mit Nine Below Zero I've Never Loved a Man (the Way I Loved You), der mit ihr zusammen in der Royal Albert Hall in London aufgeführt wurde. Ferner hat sie an der Rock-Opera Nostradamus von Nikolo Kozev, dem Peace Choir gegen den ersten Irakkrieg und einem Tina Turner-Tribute-Album (I Can't Stand the Rain) mitgewirkt und auch für die Sendung Kick von Premiere den Song Like Flames beigesteuert. 2005 trat sie beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest zusammen mit K2 auf. Myles sang auch im Sky Dome von Toronto zur Eröffnung der kanadischen Football-Saison die Nationalhymne.

Es gibt Mitschnitte (Bootlegs) von Myles zusammen mit Mavis Staples' The Staple Singers, live aus dem Diamond Club in Toronto. Im September 2007 erschien ihr neues Album Black Velvet, das neben einer Neuaufnahme von Black Velvet auch 10 neue Titel enthält.

Bereits vor ihrer Musikkarriere hat Myles in vielen Werbespots in Kanada mitgespielt. Im Jahr 2001 war sie in der weltweit erfolgreichen kanadischen Serie La Femme Nikita (Staffel 5, Folge 4 All the World's a Stage) zu sehen. 2006/07 war sie im amerikanischen Kabelfernsehen als gastgebende Moderatorin der Mysteryserie Beyond zu sehen.[2]

Alannah Myles tritt sehr häufig in kanadischen Clubs und auf Festivals auf und gilt als hervorragende Live-Interpretin.

Auf dem Album The Dark Side of the Chant von Gregorian singt Alannah Myles den weiblichen Part in drei Songs. Einer davon ist das Cover Bring Me to Life, das im Original von Evanescence stammt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1990 Alannah Myles 2 Platin
(35 Wo.)
2 Gold
(21 Wo.)
1 Platin
(29 Wo.)
3 Gold
(21 Wo.)
5 Platin
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. März 1989
Produzent: David Tyson
1992 Rockinghorse 53
(11 Wo.)
40
(1 Wo.)
16
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Oktober 1992
Produzent: David Tyson
1995 A-lan-nah 40
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 1995
Produzent: Pat Moran

weitere Alben

  • 1997: Arival
  • 2007: Black Velvet
  • 2014: 85 BPM (VÖ: 29. April)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: The Very Best of Alannah Myles
  • 2001: Myles & More – The Very Best Of

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1989 Black Velvet
Alannah Myles
2 Gold
(27 Wo.)
2 Gold
(18 Wo.)
1
(20 Wo.)
2 Silber
(18 Wo.)
1 Gold
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1989
Grammy (Best Female Rock Vocal Performance)
Autoren: David Tyson, Christopher Ward
1990 Love Is
Alannah Myles
45
(12 Wo.)
61
(2 Wo.)
36
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1990
Autoren: David Tyson, Christopher Ward
1990 Lover of Mine
Alannah Myles
78
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1990
Autoren: David Tyson, Christopher Ward
2000 Like Flames
Myles & More – The Very Best Of
98
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 2000
Autor: Rob Brill

weitere Singles

  • 1989: Still Got This Thing (VÖ: März)
  • 1992: Song Instead of a Kiss
  • 1992: Living on a Memory
  • 1993: Our World Our Times
  • 1994: I Never Loved a Man (The Way I Love You) (mit Nine Below Zero)
  • 1995: Family Secret
  • 1996: You Love Who You Love
  • 1997: Bad 4 You
  • 1997: What Are We Waiting For (mit Zucchero)
  • 1998: Break the Silence

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Land Silver disc icon.png Silber Gold record icon.svg Gold Platinum disc icon.png Platin Diamond disc icon.png Diamant Quellen
DeutschlandDeutschland Deutschland 0 1 1 0 musikindustrie.de
KanadaKanada Kanada 0 0 2 1 musiccanada.com
OsterreichÖsterreich Österreich 0 2 0 0 ifpi.at
SchweizSchweiz Schweiz 0 0 1 0 swisscharts.com
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0 1 1 0 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 1 1 0 0 bpi.co.uk
Insgesamt 1 5 5 1

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Bei uns und nebenan (The Kids of Degrassi Street, Fernsehserie, eine Folge)
  • 1987: Adderly (Fernsehserie, eine Folge)
  • 1989: Krieg der Welten (War of the Worlds, Fernsehserie, eine Folge)
  • 2001: Nikita (La Femme Nikita, Fernsehserie, eine Folge)
  • 2012: Covenant

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. release date
  2. Pressemitteilung zu Beyond. PRWeb, abgerufen am 9. Mai 2014.
  3. a b Chartquellen: Singles / Alben / Billboard 200
  4. a b Gold-/Platin-Datenbanken: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alannah Myles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien