Alas

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alas (Begriffsklärung) aufgeführt.
Alas
Alas (Osttimor)
Alas
Alas
Koordinaten 9° 1′ S, 125° 48′ OKoordinaten: 9° 1′ S, 125° 48′ O
Manufahi subdistricts.png
Basisdaten
Staat Osttimor

Gemeinde

Manufahi
Verwaltungsamt Turiscai
Suco Mahaquidan, Taitudac
Höhe 294 m

Alas (Allas, auch Cnua Alas oder Onuaalas) ist der Hauptort des osttimoresischen Verwaltungsamts Alas (Gemeinde Manufahi). Der Ortsname leitet sich aus der malaiischen Sprache ab, was „Dschungel“ bedeutet.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Alas liegt im Inselinneren in Luftlinie, 56 km südöstlich von der Landeshauptstadt Dili und 7 km östlich von Same in einer Meereshöhe von 294 m. Er befindet sich im Norden des Sucos Mahaquidan (Malaquidan, Malagidan). Die Vororte Uma Mean (Umanican, Umamean) und Beremanek liegen ebenfalls in Mahaquidan. Die Vororte Lurin und Ailora liegen im Suco Taitudac (Taitudak, Taitudac, Taitudal). In Alas gibt es eine medizinische Station, ein Hubschrauber, eine Grundschule (Escola primaria Alas Vila) und eine Prä-Sekundärschule.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alas war 1976 ein Rückzugsgebiet der FALINTIL, die gegen die indonesischen Invasoren kämpfte. 1978 wurde die Widerstandsbasis von den Indonesiern zerstört. Tausende Osttimoresen mussten sich ergeben oder wurden gefangen genommen und in Militärcamps interniert. Eines von ihnen war das temporäre Lager Uma Metan (deutsch Schwarzes Haus), 400 Meter südlich von Alas. Zwei Kilometer südwestlich von Alas befand sich mit Lebos ein weiteres. Allein in Uma Metan lebten zeitweise 8000 Menschen. Die einzige Wasserstelle war 500 Meter entfernt und für jede Person gab es nur eine kleine Dose Mais pro Woche zum essen. Das Camp zu verlassen, um nach Nahrung zu suchen oder Gärten anzulegen, war verboten. Fünf bis sechs Menschen starben pro Tag an Hunger, so eine Zeugenaussage. Andere litten an Krankheiten, wie Tuberkulose, Beriberi oder Durchfallerkrankungen. Medizinische Versorgung gab es nicht. Auch Exekutionen von am Widerstand Beteiligten waren üblich. Die Kranken starben. Auf Befehl der Soldaten bauten die Internierten eine Dorfhalle und eine Schule. In der Schule unterrichteten die Soldaten die indonesische Sprache. Allerdings war die Schule im Grunde nur für junge Frauen, so dass sie in der Realität schnell zu einem Zentrum der Vergewaltigung durch Armeeangehörige wurde. Nach Angaben Einheimischer sollen in Uma Metan etwa 2.000 Menschen in Massengräbern beerdigt sein. Uma Metan und Lebos waren auch wichtige Militärstützpunkte der Indonesier im Kampf gegen den Widerstand in den Bergen von Manufahi. Unter anderem waren hier Einheiten des Luftlandebataillon 700, der Bataillone 745 und 310 und der Spezialeinheit Kopassandha stationiert. Außerdem war Alas das Hauptquartier des Subdistrikt-Territorialkommandos (Koramil) und der Zivilverteidigung (Hansip).[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geoffrey Hull: The placenames of East Timor, in: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006, S. 6 & 7, abgerufen am 28. September 2014.
  2. UNMIT-Landkarte von Manufahi, August 2008 (PDF; 523 kB)
  3. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)