Albbruck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Albbruck
Albbruck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Albbruck hervorgehoben
Koordinaten: 47° 35′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Waldshut
Höhe: 324 m ü. NHN
Fläche: 39,69 km²
Einwohner: 7185 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79774
Vorwahl: 07753
Kfz-Kennzeichen: WT
Gemeindeschlüssel: 08 3 37 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 7
79774 Albbruck
Webpräsenz: www.albbruck.de
Bürgermeister: Stefan Kaiser (parteilos)
Lage der Gemeinde Albbruck im Landkreis Waldshut
Aare Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Landkreis Lörrach Landkreis Konstanz Landkreis Tuttlingen Schwarzwald-Baar-Kreis Albbruck Bad Säckingen Bernau im Schwarzwald Bonndorf im Schwarzwald Dachsberg (Südschwarzwald) Dettighofen Dogern Eggingen Görwihl Grafenhausen Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein Ibach (Schwarzwald) Jestetten Klettgau (Gemeinde) Küssaberg Lauchringen Laufenburg (Baden) Lottstetten Murg (Hochrhein) Rickenbach (Hotzenwald) St. Blasien Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf Waldshut-Tiengen Wehr (Baden) Weilheim (Baden) Wutach (Gemeinde) Wutöschingen Schweiz RheinKarte
Über dieses Bild

Albbruck ist eine Gemeinde im Landkreis Waldshut im Süden Baden-Württembergs.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albbruck liegt am Südrand des Schwarzwaldes an der Mündung der Alb in den Hochrhein, der hier die Grenze zur Schweiz bildet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an Dachsberg, im Osten an die Kreisstadt Waldshut-Tiengen und Dogern, im Süden an die Schweizer Gemeinden Schwaderloch und Mettauertal, im Westen an Laufenburg und Görwihl.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Albbruck in den Grenzen vom 31. Dezember 1974 mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Birkingen, Birndorf, Buch, Schachen und Unteralpfen gehören insgesamt 20 Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser:

  • Das Dorf Albbruck mit Alb und den Gemeindeteilen Albert und Kiesenbach.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Birkingen gehören die Dörfer Birkingen und Kuchelbach, der Weiler Bohland und das Gehöft Behlen.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Birndorf gehören die Dörfer Birndorf und Schadenbirndorf und das Gehöft Mühle.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Buch gehören das Dorf Buch, die Weiler Etzwihl, Haide, Hechwihl und Steinbach sowie die Häuser Görwihler Steg und Hohenfels; dort liegt auch die abgegangene Burg Rihburg oder Iburg.[2]
  • Zur ehemaligen Gemeinde Schachen gehört das Dorf Schachen.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Unteralpfen gehören das Dorf Unteralpfen und die Häuser Stieg[3][4][5] und Jugendheim; das Nachbardorf Oberalpfen ist heute ein Stadtteil der Kreisstadt Waldshut-Tiengen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der namensgebende Ortskern Albbruck mit seinen Ortsteilen Kiesenbach, Alb und Albert wurde 1403 erstmals genannt. Der Ortsteil Birkingen wurde erstmals 814 als „Birchinga“ urkundlich erwähnt und gehörte zunächst dem Kloster St. Gallen, bis er 1528 an das Kloster St. Blasien fiel. Birndorf wurde ebenfalls 814 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Ortsteil besitzt eine dreischiffige Kirche im romanischen Stil. Die Kirche gehörte zum Deutschen Ritterorden, der seinen Sitz in Schloss Beuggen hatte. Seit 1271 gehörte der Dinghof in Birndorf zum Kloster St. Blasien. Der Ortsteil Buch wird als „Puach“ im St. Galler Urkundenbuch erwähnt.

katholische Kirche St. Josef
Maschinenhaus des Wasserkraftwerks Albbruck-Dogern

In den Sandsteinbrüchen bei Unteralpfen wurde um 1850 ein „Fragment“ eines Labyrinthodontia sp. entdeckt. Es wurde im Naturkundemuseum in Karlsruhe bei Bombenangriffen 1942 zerstört.[6]

1929 bis 1934 wurde das Kraftwerk Albbruck-Dogern gebaut, unter der Leitung des Schweizer Bauingenieurs Heinrich Eduard Gruner, der dafür 1933 Ehrenbürger in Albbruck wurde.

Am 2. April 1945 wurde Albbruck Ziel eines Luftangriffes. 4 Personen verloren ihr Leben.

Am 1. Juli 1991 wurden die Archive des Landkreises in eine neuerbaute Halle im Industriegebiet zu dem Kreisarchiv des Landkreis Waldshut zusammengelegt.[7]

Räumliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1924 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Albbruck, Alb und Kiesenbach zur „neuen“ Gemeinde Albbruck vereinigt. 1936 wurde die Gemeinde Alb in diese Gemeinde eingemeindet. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Januar 1973 die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Birndorf und Schachen eingemeindet und die heutige Gemeinde Albbruck durch Vereinigung zum 1. Januar 1975 aus den Gemeinden Albbruck, Birkingen, Buch und Unteralpfen neu gebildet.

Wappen der ehemaligen Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albbruck
Albbruck
Birkingen
Birkingen
Birndorf
Birndorf
Schachen
Schachen
Unteralpen
Unteralpfen
Buch
Buch

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Albbruck wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Albbruck hat nach der letzten Wahl 28 Mitglieder (vorher: 25). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,09 %
22,23 %
16,03 %
3,65 %
n. k.
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+1,29 %p
+2,93 %p
-2,67 %p
+0,75 %p
-2,3 %p
Sonst.
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 58,09 16 56,8 15
FW Freie Wählervereinigung 22,23 6 19,3 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 16,03 5 18,7 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 3,65 1 2,9 0
Sonst. Sonstige 2,3 0
gesamt 100,0 28 100,0 25
Wahlbeteiligung 48,4 % 49,2 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Bürgermeister ist Stefan Kaiser.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albbruck unterhält seit 1965 eine offizielle Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Carmignano di Brenta, Region Venetien, Provinz Padua.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte ortsansässige Unternehmen war die Papierfabrik Albbruck mit einer Kapazität von 310.000 Tonnen Papier/Jahr.[9] Im Januar 2011 gelangte es durch Kauf des finnischen Eigentümers Myllykoski an das ebenfalls finnische Unternehmen UPM-Kymmene, das die Papierfabrik zum Jahresbeginn 2012 schloss.[10] UPM verkaufte sowohl das Areal als auch die Fabrik an die Karl-Gruppe aus Innernzell, die dort Gewerbebetriebe ansiedeln möchte.[11]

Eine touristisch bedeutende Straße ist die L 154, die Albbruck durch das Albtal mit Sankt Blasien verbindet. Seit Pfingsten 2015 ist sie jedoch zwischen Albbruck-Hohenfels und Görwihl-Tiefenstein wegen der Gefahr von Felsstürzen gesperrt. Ob sie je wieder geöffnet wird, ist ungewiss.[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Albbruck (Hrsg.): Brücken in Albbruck Dokumentation zur Verkehrsübergabe am 22. April 1983

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albbruck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 6: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982. ISBN 3-17-007174-2. S. 949–954
  3. Nadir (Internetportal), 16. November 2002: nadir.org: Offener Brief 'Hilferuf vom Stieg' (8. Juni 2014)
  4. Badische Zeitung, 21. Januar 2009: badische-zeitung.de: Brandschutzfirma an Areal am Stieg interessiert (8. Juni 2014)
  5. Südkurier, Manfred Dinort, 21. August 2009: suedkurier.de: Im „Stieg“ erklingen bald musische Töne (8. Juni 2014)
  6. Franz Falkenstein: Saurier beim Waldhaus – Über die ältesten Fossilien im Landkreis; in: Heimat am Hochrhein 16 (1991), S. 70ff. ISBN 3-87799-097-5
  7. Anschrift auf der Webseite des Landkreis Waldshut
  8. Doris Dehmel: Jubiläum im Fackelschein, Südkurier vom 14. Juni 2010, abgefragt am 18. Juni 2010
  9. MD Albbruck. Myllykoski Corporation, archiviert vom Original am 18. August 2010, abgerufen am 27. November 2011.
  10. Jörg Buteweg: Wirtschaft (regional): Schließung: Papierfabrik Albbruck am Ende, Badische Zeitung, 27. November 2011, Zugriff am 27. November 2011
  11. Karl-Gruppe kauft Papierfabrik. In: Südkurier. 30. Mai 2012, abgerufen am 8. Juli 2012.
  12. Susanne Ehmann und Hannes Schuster (Text), Falko Wehr (Video): Kreis Waldshut: L 154: Felsstürze im Albtal: Hier stirbt eine Straße. Badische Zeitung, 18. Mai 2016, abgerufen am 18. Mai 2016.