Albert Ammer

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Albert Ammer (1965)

Albert (Otto) Ammer (* 31. Oktober 1916 in Windischenbernsdorf; † 23. Oktober 1991 in München)[1] war ein deutscher Fotograf,[2] Filmberichterstatter[3] und Kameramann.[3] Ammer drehte dokumentarische Filmdokumente und prägte die Bildsprache und Ästhetik für Die Deutsche Wochenschau mit.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg drehte Ammer zahlreiche Dokumentationen für Der Augenzeuge (Wochenschau) in der damaligen SBZ (Sowjetische Besatzungszone) und der DDR. Während der Filmdreharbeiten dokumentierte Ammer die Ereignisse oft zusätzlich mit dem Fotoapparat.

Beim Volks-Aufstand vom 17. Juni 1953 filmte Ammer als "mutiger Kameramann"[5] die dramatischen Ereignisse in Halle an der Saale.[6] Die historisch einmaligen Filmaufnahmen entstanden mit Unterstützung der Filmassistentin Jutta-Regina Lau. Ammers Filmaufnahmen halfen zum 60. Jahrestag das Geschehen um den Volksaufstand von 1953 in Halle (Saale) zu rekonstruieren und gelten als historische Dokumente.[3][6] Die Aufnahmen zeigen die friedliche und jubelnde Menschenmassen auf Marktplatz und Hallmarkt, die Befreiung von Häftlingen aus der Haftanstalt an der Kleinen Steinstraße und die blutig niedergeschlagenen Proteste vor dem Gefängnis Roter Ochse.[7] Ammer wurde am 18. Juni 1953 von der DDR Staatssicherheit verhaftet[8][9] und vier Wochen ohne Gerichtsbeschluss im Roten Ochsen inhaftiert.[10] Die Filmaufnahmen und seine Ausrüstung wurden beschlagnahmt.[9][11] In einem DDR-Schauprozess wurde Ammer zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt und mit Berufsverbot in der DDR belegt.[6] Ammer musste die drei Jahre Gefängnisstrafe vollständig verbüßen. Gnadengesuche wurden abgelehnt.[12] Nach seiner Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt Waldheim flüchtete Ammer 1956 aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland.[6][13] Im Anschluss war Ammer als Chefkameramann tätig (Hessischer Rundfunk). 1961 wurde Ammer in München als "Kameramann mit besonderen Aufgaben" fest angestellt (Bayerischer Rundfunk).[3] Im Jahre 1991 wurde das DDR-Urteil gegenüber Ammer juristisch aufgehoben und Ammer wurde von der Bundesrepublik Deutschland offiziell und vollständig rehabilitiert.[6][13] Nach 50 Jahren wurden in den Unterlagen der Stasi-Behörde Einzelaufnahmen seines Filmmaterials vom 17. Juni 1953 wieder gefunden. Die besondere filmische und zeitgeschichtliche Bedeutung von Ammers Filmschaffen wurde in zahlreichen Publikationen hervorgehoben. Ammers frühes filmisches Lebenswerk wurde von dem Historiker Günter Agde umfassend erforscht und historisch eingestuft.[14]

Ammers fotografisches Werk wurde 2002 in einer umfassenden Werkschau des Museums für Angewandte Kunst in Gera gewürdigt.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Ammer war der Sohn zweier Fabrikarbeiter aus dem ländlichen Thüringen und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein Vater Otto Paul Ammer (1889–1943) stammte aus Windischenbernsdorf und arbeitete in der Textilindustrie als Schlichter.[2] Seine Mutter Helene Lina, geborene Fröhlich (1889–1975), stammte aus Schafpreskeln. Albert Ammer verband eine lebenslange Freundschaft mit Luis Trenker. Im Sommer 1940 heiratete Ammer die Stenotypistin Emma Wilhemina Eid (1909–1957). Emma Ammer verstarb überraschend 1957.[5] Im September 1959 heiratete Ammer die Fotografen-Meisterin Jutta-Regina Ammer,[6] geborene Lau (1931–2019). Der Sohn Andreas Ammer wurde 1960, der Sohn Alexander K. Ammer 1968 in München geboren. Beide Söhne arbeiteten für Film und Fernsehen. Ein Deutscher Fernsehpreis wurde 2011 Andreas Ammer verliehen.[15] Alexander K. Ammer ist Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München.[16] Albert Ammer verstarb 1991[12] und ist auf dem Waldfriedhof (München) mit seiner Frau Jutta-Regina Ammer beigesetzt. Nach Ammers Tod kämpfte Jutta-Regina Ammer für die Wiederauffindung des beschlagnahmten Filmmaterials vom 17. Juni 1953 und für die historische Aufarbeitung. In der Folge entstanden mehrere Ausstellungen mit Fotos aus Ammers Filmaufnahmen vom 17. Juni 1953[17].

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Ammer absolvierte eine Lehre zum Schauwerbegestalter im Warenhaus von Oscar Tietz in Gera.[4] 1939 arbeitete er als Assistent des Standfotografen Ernst Baumann beim Luis-Trenker-Film Der Feuerteufel.[4][18] Von 1940 bis 1943 diente er im Zweiten Weltkrieg als Bildsoldat und Spezialist für Luftaufnahmen in der Luftwaffe.[4]

Die Deutsche Wochenschau (1943–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1943 wurde Ammer an der Bildberichterschule in Berlin zum Filmberichterstatter ausgebildet.[3] Ammer drehte als Filmberichter im Filmtrupp z.b.V., im Heeresfilmberichterzug (HKBZ) beim Oberbefehlshaber West[3] und 1945 im Berliner Teil der Propagandakompanie. Ammer filmte für die Wochenschau das Kriegsgeschehen in Berlin,[19] an der Westfront[20] und in Ungarn. Ammer gehörte zu den wenigen Kriegsberichtern, die bis zum Ende des Weltkrieges Filmreportagen erstellten.

Fotoarbeit (1939–1947)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Kriegseinsätze als Soldat erstellte Ammer private Fotoreportagen[4] über Sizilien, Kreta, Athen[21] und Paris.[2] Bereits 1942 präsentierte der Kunstverein Gera eine Ausstellung seiner schwarz-weiß Fotografien aus Sizilien und Griechenland in einer Ausstellung.[12] Ammers Fotografien lenkten das Bild auf die ländliche Bevölkerung, zufriedene alte Menschen und fröhliche Kinder sowie auf die alten Kulturschätze.[22] Der Kurator der Fotoausstellung 2002 urteilte: "Von Albert Ammer ist bekannt, dass er ausschließlich im eigenen Auftrag und frei von ideologischen Zwängen fotografierte, um seine Eindrücke und Bildvorstellungen zu realisieren. Ein von ihm verfasster Artikel über die Bilder seiner Ausstellung (1942) in der Geraer Zeitung wie auch die Bilder selbst belegen, dass sich der zum Wehrdienst verpflichtete Soldat offensichtlich nicht für die Anliegen der Nationalsozialisten instrumentalisieren ließ."[2] Trotz der schwierigen Bedingungen gelang es Ammer einzelne Fotografien in den Kriegsjahren in Fachzeitschriften zu veröffentlichen.[23][24]

Ab 1945 arbeite Ammer als freier Fotograf in Gera.[2] Ammers Aufnahmen aus dieser Zeit dokumentieren historische Ereignisse in Gera.[25] Am 8. November 1945 dokumentiert Ammer mit seinen Fotografien den ersten freien Markt auf dem Roßplatz.[26] Ammer fotografierte Kriegsflüchtlinge in Thüringen[27] und die Ankunft von Umsiedlern aus den Ostgebieten nach 1945 am Bahnhof Langenberg. Einiger dieser Fotoaufnahmen befinden sich im Besitz des Stadtmuseums Gera.[12] Im Juni 1946 veröffentlicht Ammer eine Fotoreportage über Vertriebene aus der Tschechoslowakei in der Abendpost Weimar. Weitere Fotoreportagen für die Neue Berliner Illustrierte folgten.

Filmklappe Albert Ammer für "Der Augenzeuge" im Oktober 1948

Der Augenzeuge (Wochenschau 1947–1953)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Ammer bei Außenaufnahmen in Thüringen mit Arriflex 35mm, 1949

Von 1947 bis 1950 arbeite Ammer als festangestellter Kameramann für die DEFA-Außenstelle Weimar/Thüringen.[4] Er drehte dokumentarische Berichte für die DDR-Wochenschau Der Augenzeuge.[4] Das Sujet der Berichte konnte Ammer zum Teil selbst vorschlagen und entscheiden.[4] Ammers Souveränität beim Drehen und seine Freiheit bei der Auswahl von Dokumentationsthemen in Thüringen stießen bereits 1948 auf politische Kritik in der sozialistischen Führungsriege Thüringens.[4] Ammer und der DEFA-Stab setzten dennoch ihren Kurs der erzählerischen Dokumentation fort[4] „Ammers Wille als Kameramann war auf Klarheit gerichtet. Auf Klarheit des Vorgangs und der Erzählung. Er hatte den Zuschauer im Auge“.[4]

Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Halle (Saale)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Juni 1953 filmte Ammer, gemeinsam mit der Film-Assistentin Jutta-Regina-Lau, ab circa 13 Uhr die Ereignisse des Volks-Aufstand vom 17. Juni 1953. Ammers Ziel war es die außergewöhnlichen Ereignisse zu dokumentieren.[13] Ammer verwendete dabei seine private 35mm-Arriflex-Filmkamera, für die die DEFA ihm monatlich Nutzungsgebühren zahlen musste.[3] Ammer und Lau drehten etwa 250 Meter 35mm-Film.[12] Heute sind von diesem Filmmaterial mehr als 150 Einzelbilder erhalten.[28][12] Diese Aufnahmen bilden neben Berliner Fotos die umfangreichste Dokumentation der Ereignisse vom 17. Juni 1953 in Halle (Saale).[3] Erst aufgrund Ammers Aufnahmen wurde die Bedeutung der Stadt Halle (Saale) bei dem Volksaufstand 2003 rekonstruiert. Mit fast 100.000 Demonstranten bildete Halle eines der größten Zentren des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR.[29] „Nur in Berlin und Magdeburg gingen mehr Menschen auf die Straße!“[30]

Ammer hatte am Morgen mit seiner Film-Assistentin Jutta-Regina Lau[6] die sich versammelnden Menschenmassen beobachtet und wollte die Ereignisse mit der Filmkamera dokumentieren.[3] Bei der Ausgabe des Filmmaterials kam es zu einem Wortgefecht zwischen Ammer und Vorgesetzten der DEFA. Ammer verlangte die Herausgabe von Filmmaterial. Der DEFA-Vorgesetzte ließ das Filmmaterial aushändigen und wies darauf hin, dass Ammer nicht im Auftrag der DEFA drehte.[3][6] Bei den Dreharbeiten unterstützte Ammer die Fotografin und DEFA Angestellte Jutta-Regina Lau.[6][11][28] Ammer und Lau filmten von erhöhten Standpunkten die Ereignisse in der Innenstadt von Halle (Saale).[3] Auf dem Marktplatz Halle filmte Ammer die heiteren und fröhlich in die Kamera winkenden Demonstranten.[3][31][30] Das Einzelbild des späteren Streikführers Herbert Gohlke, wie er umringt von einer Gruppe Streikender, gut gelaunt den Kameramann grüßt wird nach über 50 Jahren zu einem berühmten Bild des Volksaufstandes in Halle (Saale).[30][6][32] Diese Aufnahmen belegten, dass die Demonstrationen in der gesamten Bevölkerung der DDR Unterstützung fand. Auf Ammers Bildern lachen junge Paare in seine Kamera, junge Frauen winken dem Kameramann gut gelaunt zu. Auf Ammers Aufnahmen nehmen Vertreter aller Schichten, zahlreiche Kinder und auch ältere Personen an den Demonstrationszügen in Halle (Saale) teil. Der Volksaufstand erscheint in einigen Bildern Ammers mehr als fröhliches Volksfest als Aufstand[33]. Ammers Filmaufnahmen bilden zentrale, historische Bilddokumente, welche das heutige Verständnis des Volks-Aufstandes vom 17. Juni 1953 in der DDR neu prägten.[32] Während der Dreharbeiten in Halle (Saale) entstand ein Foto von Ammer und Lau, wie beide hell bekleidet von einem Lastwagen die Demonstranten mit der Filmkamera filmen. Diese Aufnahme diente bereits wenige Tage später der DDR-Staatssicherheit als Beweismittel gegen Albert Ammer.[6][34][28]

Ammer filmte wie Jugendliche dicht gedrängt auf Lastwagen stehend an den Demonstrationen teilnehmen.[35] Tragische Szenen filmte Ammer gegen 14 Uhr vor dem Gefängnis Roter Ochse,[7] wo Jugendliche mit Steinen das Gefängnis bewarfen. Wasserwerfer wurden von den DDR-Organen gegen die Demonstranten eingesetzt[36]. Bei diesen Unruhen wurden fünf Menschen getötet.[11][30] Ebenso nahm er die höchst dramatische, aber friedliche, Befreiung von mehr als 200 inhaftierten Frauen aus dem Gefängnis an der Kleinen Steinstraße auf.[6] Dabei handelte es sich um die einzige, erfolgreiche Gefängnisbefreiung in der DDR am 17. Juni 1953.[30][37] Ammer drehte, bis sowjetisches Militär mit Waffengewalt vor dem Gebäude aufmarschierte.[33][38] Gegen 16 Uhr filmte Ammer, wie sowjetische Panzer gegen die Demonstranten in der Innenstadt von Halle (Saale) vorrückten.[7]

Um 17 Uhr nahmen zwei weitere sowjetische Panzer Stellung auf dem Marktplatz.[34] Ammer filmte diese Panzer.[6][39] Diese Aufnahmen bildeten einen der schweren Vorwürfe bei seinen Verhören und wurden von den DDR-Organen als Sabotage ausgelegt. In der Vernehmung durch Beamte des Ministeriums für Staatssicherheit im Gefängnis Roter Ochse (August 1953) gab Ammer zu Protokoll: „Ich führte diese Filmarbeiten durch, um ein Dokument zu schaffen, welches über die DEFA dem Stadtarchiv Halle zur Verfügung gestellt werden sollte“.[40][13]

Das Ministerium für Staatssicherheit verwendete Ammers beschlagnahmten Film um Teilnehmer an der Demonstration zu identifizieren[34] und zu verhaften.[6] Ammers gedrehte Filmstreifen wurden in Einzelbilder zerschnitten. Die restlichen Bildschnipsel blieben in einer Stasi-Akte erhalten.[6] Die Stasi hielt Ammers Aufnahmen mit dem Vermerk "streng geheim" bis zum Mauerfall unter Verschluss. Erst 40 Jahre wurden einzelne Bilder wiederentdeckt.[34][3]

Im Vernehmungsprotokoll vom 17. Juli 1953 gab Ammer zu Protokoll: „Ich wollte diese Vorkommnisse filmen um ein Zeitdokument zu schaffen.“[41] Im September 1953 wurde Ammer vom DDR Bezirksgericht Halle (Saale) zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.[13][6] In Sicht des DDR-Gerichts waren Ammers Filmarbeiten laut Anklage „provokatorisches Verhalten“ und er unterstützte „neofaschistische und antidemokratische Umtriebe feindlicher Elemente“.[13][9] Aufgrund der politischen Motivation des Gerichtsurteils und des Unrechts der Gefängnisstrafe hob das Bezirksgericht Halle (Saale) in April 1991 das Urteil von 1953 auf. Albert Ammer wurde juristisch rehabilitiert.[6][12][13] Zum 50. Jahrestages des Volksaufstandes 1953 im Jahr 2003 fanden Ammers Aufnahmen und sein Wirken am 17. Juni 1953 bundesweite Aufmerksamkeit in Presse, Film und Fernsehen.[42][6][43] Nach 50. Jahren wurden die Einzelaufnahmen von Ammer erstmals öffentlich im Film vorgeführt und im Fernsehen ausgestrahlt.[44] Zum 60. Jahrestag 2013 dokumentierte eine Wanderausstellung u. a. im Berliner Abgeordnetenhaus und dem Sächsischen Landtag einzelne der Filmbilder Ammers vom 17. Juni 1953 und hob seine Filmarbeit in Halle/Saale hervor.[45][46]

Dokumentarfilme (1951–1981)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1951 bis 1953 drehte Ammer erste kürzere Dokumentarfilme mit seiner Arriflex-35mm-Kamera in schwarz-weiß. Für Brigade Anton Trinks „realisierte er komplizierte, lichttechnisch aufwendige Aufnahmen“.[12] Ammer filmte realistische Szenen von der körperlich außerordentlich schweren Arbeit der Bergleute unter Tage.[12] Die Aufnahmen fanden zum Teil in 1000 Meter Tiefe statt.[47] Dieser Film wurde in Gera 2003 und in Berlin 2008[48] wieder aufgeführt. Die Film- und Fotoarbeit des Kameramann Ammer wurde von dem Historiker Agde in mehreren Publikationen analysiert.[14] Nach seiner Haftentlassung und Flucht in den Westen arbeite Ammer als freier Filmkameramann für verschiedene Filmproduktionen u. a. auch für die amerikanische Fox. 1958 drehte Ammer einen Farbfilm über die Firma Steiff. Ammer führte bei zahlreichen, längeren Dokumentationen, Kulturfilmen und Dokumentarfilmen die Kamera. Seine Dreharbeiten führten ihn in zahlreiche westeuropäische Länder und nach Afrika.[2]

Mit dem Journalisten Klaus Stephan drehte Ammer im Mai und Juni 1962 im Grenzgebiet von Tschad, Kamerun, Niger und Nigeria einen Dokumentarfilm.[2] Unter schweren Drehbedingungen entstanden zum Teil ethnografisch wertvolle und einzigartige Filmaufnahmen, welche die Kulturwelt am Tschadsee und den angrenzenden Bergregionen dokumentierten. Im Ort Maiduguri filmte Ammer vor dem Palast des Shehu die Feierlichkeiten des Hammelfestes. Traditionelle Festtagskleidung, alte aufgeführte Riten und ein Trance-Tanz bildeten filmische Höhepunkte. Im Land der Matakam, in den Mandara Bergen in Kamerun, filmte Ammer die historischen und traditionellen, kleinen Wohnhäuser aus Stein, Lehm und Strohdächern. In den Wüsten- und Gebirgsregionen Kameruns dokumentierte Ammer die Lebensweise der Menschen und deren regional spezifische Kunst mit z. B. bemalten und verzierten Kalebassen und Kultobjekten. Einige Aufnahmen zeigten die traditionelle und rituelle Skarifikation insbesondere bei den Frauen. Ammer fotografierte zusätzlich mit seiner Leica-Kamera. Einige seiner Fotografien wurden in der Werkschau in Gera 2002 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ammer notierte in seinen Aufzeichnungen: „Meine Filmkamera mußte über Paris und Gibraltar fliegen. So hatte ich in Fort Lamy drei Tage Zeit, mich zu akklimatisieren und einige Fotos in Ruhe zu machen. Der Markt lag am Stadtrand. Bei 48 Grad im Schatten war ich immer Schweiß gebadet, als ich dort ankam.“[49]

Albert Ammer mit der 35mm Filmkamera und Luis Trenker bei Dreharbeiten in Südtirol 1963

In den 60er Jahre drehte Ammer mehrere Dokumentarfilme in Italien. 1963 und 1964 filmte Ammer seinen langjährigen Freund Luis Trenker für die beliebte Fernsehserie "Luis Trenker erzählt..." in Südtirol. 1963 dokumentierte er filmisch den Ort Cinque Terre. 1965 filmte Ammer einen mehrteiligen italienischen Sprachkurs für das erste deutsche Fernsehen (ARD).[50] Die Aufnahmen wurden aufwendig an Originalschauplätzen in Italien gedreht.[51] 1968 drehte Ammer mit Massimo Sani einen 90-minütigen Dokumentarfilm über moderne italienische Literatur mit Interviews führender italienischer Schriftsteller der Zeit.

Mit dem Galeristen Richard P. Hartmann drehte Ammer 1968 den Dokumentarfilm Die künstlichen Paradiese.[2] In diesem Film nahmen mehrere bedeutende Künstler, darunter Arnulf Rainer, die Droge LSD. Ammers Filmkamera filmte die unter Drogen arbeitenden Künstlern bei ihren Kunstprojekten. Einige der von Ammer erstellten Fotografien zählen zu seinen spektakulärsten Aufnahmen.[2]

1970 drehte Ammer unter der Regie von Horst Siebecke einen Dokumentarfilm über die Arbeit der Polizei mit dem Titel "Fahndungsauftrag Demokratie". In der Vorbereitungszeit der Olympischen Spiele München filmte Ammer verschiedene Phasen von der Planung bis zur Nachnutzung der olympischen Stätten. In den 70er Jahren arbeite Ammer hinter der Filmkamera mit dem Journalisten Dieter Wieland und drehte mehrere Dokumentationen über Architektur und nachhaltige Stadt- und Dorfgestaltung. Aus dieser Zusammenarbeit ergab sich Ammers fotografischer Fokus in seiner Spätphase auf die Dokumentation und das Veröffentlichen von Fotografien von Türen.[52]

Fernsehfilme und Unterhaltung (1956–1978)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1956 bis 1959 führte Ammer die Kamera bei Filmproduktionen in Baden-Baden und in den Bavaria Filmstudios München. Für den Südwestfunk arbeitete er als Chefkameramann im Filmstudio. 1957 und 1958 filmte Ammer unter der Regie von R.A. Stemmle den "Dämmerschoppen", bei dem zahlreiche berühmte Schauspieler und Kabarettisten der Zeit auftraten (u. a. Gustav Knuth, Werner Fink). In der Bavaria drehte er z. B. 1958 das fünfteilige Fernsehspiel "Artisten-Hotel". Ammer führte die Filmkamera bei der Produktion "Fernsehspielereien" mit dem Regisseur Wolfgang Kaskeline. Ammer drehte den zweiteiligen Krimi "Der Tod kam durchs Telefon" in der Bavaria. Ein weiterer Schwerpunkt lag bis 1959 auf Unterhaltungs- und Musikproduktionen, z. B. "Melodie d'Amour" mit Henri Salvator, "Schlagerbummel" oder "Rummelplatz-Melodie".

1978 führte Ammer die Kamera bei der 13-teiligen in und um München gedrehten Fernsehserie Die fabelhafte Familie Ko in der Zauberkiste.[50]

Fotoarbeit (1948–1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ammers Arbeit als Wochenschau Kameramann bis zu seiner Pensionierung fotografierte er fast vierzig Jahre parallel zur Filmarbeit mit seinen privaten Rolleiflex- und Leica-Kleinbildkameras.[18] 1948 gehörte Ammer zu den Gründungsmitgliedern einer Fotoarbeitsgemeinschaft im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands in Gera. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben Ammer, Paul Gessner, Heinz Heinig, Bernhard Mann, Walter Musche, Georg Tuncsik und Herbert Wagner.[2] Aufgrund der politischen Umstände und der wachsenden Einmischung der SED in die Kultur, löst sich die Gruppe Ende der 1950er Jahre auf.[2]

Während Ammers Dreharbeiten zu dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Brigade Trinks" erstellt Ammer eine historisch bedeutsame, fotografische Dokumentation von den Bergarbeitern und deren schweren Bergarbeit im Schacht bei Eisleben. In den 1950er Jahren veröffentlichte Ammer wieder häufig Aufnahmen in Fotografie-Fachmagazinen.[2]

Beim Volksaufstand vom 17. Juni 1953 wirkte Ammer nicht als Fotograf, sondern als Film Kameramann. Bei den heute erhaltenen und veröffentlichten Fotoaufnahmen von den Demonstrationen und Unruhen in Halle (Saale) handelt es sich nicht um Fotografien, sondern um Einzelbilder aus Ammers Filmstreifen, welche die Stasi-Mitarbeiter aus dem 35-mm-Filmstreifen herausgeschnitten hatten.[3] Die hohe Kornqualität von Ammers professionellem Filmmaterial lässt Ammers Aufnahmen leicht von anderen, einzelnen und unschärferen Amateurfotos unterscheiden.

Nach seiner Flucht nach Westdeutschland arbeitete Ammer in München zunächst als freier Fotograf. In dieser Zeit entstand ein Standfoto bei den Dreharbeiten zu Stanley Kubricks Film "Path of Glory". Das Foto zeigte Kirk Douglas in der Filmuniform, umringt von seinen Schauspielerkollegen bei einem Zeitungsinterview.[2] Ab den 60er Jahren veröffentlichte Ammer seine Aufnahmen in Büchern (zum Beispiel Luis Trenker[53]), Foto-Magazinen, Zeitschriften[54] und auf Titelseiten für das monatliche Programmheft des Bayerischen Rundfunks.[2][55] 1969 gelangte „das offensichtlich interessanteste Foto“ (Frank Rüdiger)[2] zur weltweiten Veröffentlichung in der US-Zeitschrift Time. Die Aufnahme zeigt den Künstler Arnulf Rainer, wie dieser sich unter Einfluss der Droge LSD sein Gesicht bemalt.[56] Ammer verband mit dem Regisseur dieses Dokumentarfilms, Richard P. Hartmann, im Anschluss eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit.

Ammer porträtierte in den 1970er Jahren zahlreiche Künstler der Wiener Schule, z. B. Ernst Fuchs. Ammer schuf mit seiner Fotokamera, meist in schwarz-weiß, Porträts von führenden deutschsprachigen bildenden Künstlern der Zeit. Darunter z. B. Aufnahmen von Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys und Alfred Hrdlicka.[2] In den 70er und 80er Jahren porträtiert Ammer bekannte Schauspieler, deutsche Politiker und Schriftsteller, z. B. Maria Schell, Gert Fröbe, Carl-Borro Schwerla, Eugen Roth.

Nach seiner Pensionierung fotografierte Ammer in Europa mehrere hundert künstlerisch gestaltete Türen und Tore. Einzelne Aufnahmen wurden veröffentlicht.[57][52] Mit seinem Tod blieb das Buchprojekt über Türen unvollendet.[2] 1987 und 1988 gestaltete Ammer mit einer großformatigen Hasselblad-Kamera die Jahreskalender für den Grafen von Oettingen über fürstliche Besitztümer und historische Kutschen (Altes Schloss Wallerstein).[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Zeitungskritiker schrieb zu seiner ersten Fotoausstellung über Griechenland in Gera 1942: (Ammer) "hat von diesen klassischen Bauten Bilder ausgestellt, die dem Vergleich mit den Leistungen der bekanntesten Photographen nicht nur standhalten, sondern in eigenwilliger, manchmal ganz überraschender Aufnahmetechnik hat er Ansichten von monumentaler Größe geliefert".[21][2]

Der Direktor des Museum für Angewandte Kunst in Gera, Hans-Peter Jakobson, attestierte den Fotografien von Albert Ammer „hohen künstlerischen Wert“. Die Aufnahmen seien „persönlich“ und „mit dem Blick auf seine Zeit und nicht aus der Distanz eines Dokumentaristen heraus“ fotografiert. „Ammer habe die Menschen nicht bloßgestellt, sondern immer die Würde des Menschen in den Mittelpunkt gestellt“.[58]

Frank Rüdiger, der Kurator der Fotoausstellung 2002 in Gera, resümierte im Ausstellungskatalog zur Fotografie von Albert Ammer: „Die Stärke seiner Fotografien liegt bei aller Unterschiedlichkeit ihrer stilistischen Divergenz und Intensität im beschreibenden und erzählerischen Moment. Über die Dokumentation bloßer Realitätsausschnitte und Tatsachen hinaus schildern seine Bilder aus über einem halben Jahrhundert manchmal große, meistens jedoch kleine Geschichten von seinen Erlebnissen in der Welt und den Menschen, die er dort traf.“[2]

Jutta-Regina Ammer, die die Geraer Werkschau über das fotografische Lebenswerk ihres Ehemanns mit initiierte, beschrieb die Arbeitsweise des Fotografen Albert Ammers in einem Zeitungsinterview wie folgt: "Er war ein leidenschaftlicher, ja besessener Arbeiter. Er ist wieder an einen individuellen Ort gegangen, so lange bis er genau die Stimmung, das Licht, die Situation vorfand, die er bereits in seinem Kopf visualisiert hatte. Keines seiner Motive ist ein Zufallsprodukt."[18]

Die prägende Bedeutung des Filmkameramanns für Die Deutsche Wochenschau beurteilte der Filmhistoriker Günter Agde wie folgt: „Zum Ende Ihrer Zeit bei der Deutschen Wochenschau (...) beherrschten die Wochenschau-Kameraleute technisch und ästhetisch das Wochenschau Sujet als stummes, kurzes, schwarz-weißes Filmformat mit Reportagecharakter. Ammer hat – im Ensemble mit den Beiträgen seiner Kollegen – seinen subjektiven Anteil daran. Insofern hat er die Ästhetik der Deutschen Wochenschau mitgeprägt.“[4]

"Alle Wochenschau AUGENZEUGEN-Sujets Ammers bilden heutzutage wertvolle zeithistorische Dokumente".[12]

Über die Aufnahmen zum Volksaufstand vom 17. Juni 1953 hob der Filmhistoriker Günter Agde die Dynamik der Aufnahmen heraus: „Die Demonstranten blickten in die Kamera und winkten zu ihr hin, einige riefen dem Kameramann zu, an welchen Orten in Halle er noch drehen sollte. Diese besondere Interaktion zwischen Kameramann und Demonstranten bei ihrer Willensbekundung an einem öffentlichen Ort bewirkt die Authentizität der fotografischen (filmischen!) Dokumentierung.“[3]

Fred Klink, ein DEFA-Regisseur und Drehbuchautor,[59] urteilte 2002 im Rückblick: „Mit dem Kameramann Albert Ammer verloren die Wochenschau- und Dokumentarfilm-Sparte, sowie das Fernsehen einen Großen, einen Mann dessen 'Kameraauge' stets dann aufleuchtete, wenn es galt, die Geschehnisse der Zeit und die Schönheit der Welt im Bild für den Betrachter festzuhalten und dessen Beruf Berufung war, die mit seinem Können stets den Menschen diente“.[60]

In dem ARD-Fernsehmagazin Report München hieß es 2003 übers Ammers Filmaufnahmen zum 17. Juni 1953: "Chronist des Hallenser Aufstandes ist der Kameramann Albert Ammer. Ammers Aufnahmen werden beschlagnahmt, er selbst wird deshalb zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Ammers sensationelle, noch nie gezeigte Aufnahmen zeigen lachende Menschen, die auf den Straßen feiern und die Gefängnisse stürmen".[44]

Die Mitteldeutsche Zeitung urteilte über Ammers Filmaufnahmen am 17. Juni 1953 in Halle: "Er erhielt der Nachwelt ein Zeitzeugnis, das seinesgleichen sucht".[61]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1942: Fotoausstellung "Photoerlebnisse eines Soldaten" im Kunstverein Gera[22][21]
  • 1953: Prädikat Dokumentarfilm "Brigade Anton Trinks"[3]
  • 1953: DDR Staatspreis: Heinrich-Greif-Preis für "Brigade Anton Trinks"[60]
  • 1969: Filmvorführung im ARRI-Kino, München: Die künstlichen Paradiese, 7. Dezember 1969
  • 1981: Medaille des Bayerischen Rundfunks in Gold[60]
  • 2002: Fotoausstellungen in Gera: "Albert Ammer 1916–1991 - Ein Fotograf wird entdeckt"; zwei Ausstellungen im Museum für Angewandte Kunst Gera[2] und der Sparkasse Gera-Greis[62]
  • 2003: Informationstafel und Fotopräsentation von Albert Ammers Aufnahmen vom 17. Juni 1953 in Halle (Saale) im Landtag des Landes Sachsen-Anhalt
  • 2003: Darstellung von Ammers Rolle als Filmkameramann am 17. Juni 1953 im Film "Helden ohne Ruhm"[63]
  • 2004ff: Gedenktafel mit Fotografien und Informationen zum Kameramann Albert Ammer, Häftling im DDR-Regime in der Haftanstalt Roter Ochse, Gedenkstätte Roter Ochse, Halle (Saale)
  • 2005: Aufführung Film "Brigade Anton Trinks" auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin[64]
  • 2008: Filmvorführung im Arsenal Kino, Berlin: Albert Ammer (1996–1991): Kameramann in drei Zeiten, mit Einführung durch den Filmhistoriker Günter Agde, 20:30 Uhr, 12. September 2008[65][48]
  • 2013: Informationstafeln zu Albert Ammer in der Ausstellung "Die DDR zwischen Repression und Widerspruch" im Landtag des Freistaates Sachsen, eröffnet am 17. Juni 2013
  • 2013: Informationstafeln zu Albert Ammer in der Ausstellung "Die DDR zwischen Repression und Widerspruch" im Abgeordnetenhaus des Landes Berlin[46]
  • 2020: Informationstafeln zu Albert Ammer in der Ausstellung "Die DDR zwischen Repression und Widerspruch" in der Galerie am Malzhaus, Dresden[66]
  • 2022: Informationstafeln zu Albert Ammer in der Ausstellung "Die DDR zwischen Repression und Widerspruch" in Großenhain, Sachsen[67]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den genannten Filmen und Produktionen wirkte Albert Ammer als Kameramann.

Dokumentarfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1950: Reserven, Regie: Günther Mühlforte, 35mm, 533m[3]
  • 1953: Flugmodellbau: Regie: Reiner Carrow, 35mm, 720m[3]
  • 1953: Brigade "Anton Trinks": Regie: Günther Mühlforte, 35mm, 15 Minuten[3][68][48]
  • 1959: Trinkwasser für München, 17 Minuten[2]
  • 1961: Besteigung der Eiger-Nordwand
  • 1960: Industrialisierung des Grenzlandes, Regie: Heinz Burghardt, 16mm[69]
  • 1961: Deutsches Museum München, 4 Teile, Regie: Ernst von Khuon
  • 1961: "Wie kamen Sie darauf?", dokumentarische TV-Serie, Leitung: Fritz Benscher
  • 1962: Fort Lamy: Traditionelle Feste und Rituale im Ländereck Tschad, Kamerun, Niger und Nigeria, Regie: Klaus Schmidt, 16mm[2]
  • 1963: Cinque Terre, Regie: Doro Bach, 16mm, 50 Minuten[2]
  • 1964: Fragezeichen am Weg, dokumentarische TV-Serie, Regie: Hermann Wenniger
  • 1965: Aus der bayerischen Schatzkammer: Bamberg, Regie: Götz Freiherr von Pölnitz
  • 1968: Die künstlichen Paradiese - Künstler arbeiten unter LSD, Regie: Richard P. Hartmann, 16mm, 44 Minuten[2]
  • 1968: Tschitti Tschitti Bäng Bäng (Dokumentation)[2]
  • 1969: Italienische Literatur, Regie: Massimo Sani, 16mm, 90 Minuten[2]
  • 1970: Fahndungsauftrag Demokratie (Polizei-Film), Regie: Horst Siebecke[70]

Der Augenzeuge (Wochenschau) DDR (1947–1950)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südwestfunk Baden-Baden und Hessischer Rundfunk (1957–1961)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ammer führte die Chefkamera für Fernsehspiele.

  • 1957: Graf von Ledebur und Graf von Pocci
  • 1957/58: Dämmerschoppen mit Gustav Knut, Werner Fink
  • 1958: Fernsehspielereien, Regie Wolfgang Kaskeline
  • 1958: Schmidseder als Koch
  • 1958: Melodie d'Amour mit Henri Salvator
  • 1958: Der Tod kam durch das Telefon (2 Teile)
  • 1958: Artisten-Hotel (5 Teile)
  • 1958: Schlagerbummel mit Fred Kraus
  • 1959: Peter Schlemihl (Fernsehspiel), Regie: Peter Podeh[2]
  • 1959: Luzern[2]
  • 1959: Tartarin von Tarascan (Fernsehspiel)[2]

Fox (1958–1959)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1958: "Cardinal Spellman" (Amerikanischer Kardinal besucht US-Hauptquartier)
  • 1958: Motorsport Rennen Hockenheim und Nürburgring
  • 1958: 800 Jahre München
  • 1958: Deutsches Turnfest
  • 1958: Botschafterin der Mode Anna Kethly
  • 1958: Atom Konferenz, Genf
  • 1958: Leichtathletik - Deutschland gegen Sowjetunion in Augsburg

Bayerischer Rundfunk (1960–1981)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ammer arbeitete in fester Anstellung als Kameramann für den Bayerischen Rundfunk an zahlreichen Kulturfilmen, Serien, Reportagen und kürzeren Dokumentarfilmen. Dieser Auszug listet ausgewählte Kameraarbeiten.[50]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Albert Ammer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albert Ammer. In: Deutsche Biografie. Abgerufen am 3. Juli 2020.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am Frank Rüdiger: Albert Ammer 1916–1991: Ein Fotograf wird entdeckt. In: Museum für Angewandte Kunst Gera (Hrsg.): Ausstellungskatalog 2002. 2002.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s Günter Agde: Albert Ammer: Kameramann des 17. Juni 1953 in Halle/S. In: Berlin-Brandenburgisches Centrum für Filmforschung e.V. (Hrsg.): Filmblatt. 8. Jahrgang, Nr. 22, 2003.
  4. a b c d e f g h i j k l Günter Agde: DEFA in Thüringen. In: Michael Grisko, Patrick Rössner (Hrsg.): Filmstudien.
  5. a b Dorothea Höck, Jürgen Reifarth: Die DDR: Geschichte, Politik, Kultur, Alltag. In: Stiftung Aufarbeitung (Hrsg.): Arbeitsmaterialien für die Sekundarstufe. Verlag an der Ruhr, 2004, ISBN 3-86072-927-6, S. 112–113.
  6. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Liane von Billerbeck: Kamera: Albert Ammer. In: Helmut Schmidt (Hrsg.): Die Zeit. Nr. 25, 12. Juni 2003.
  7. a b c Torsten Diedrich: Waffen gegen das Volk: Der 17. Juni 1953 in der DDR. Hrsg.: Militärgeschichtliches Forschungsamt.
  8. Daniel Bohse, Alexander Speck: Der Rote Ochse Halle (Saale): politische Justiz 1945-1989. In: Joachim Scherrieble (Hrsg.): Schriftenreihe der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.
  9. a b c Akte Ammer, BStU (Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Ast Hallo, AU 220/53, verschiedene Blätter
  10. Akte Ammer, BStU (Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Ast. Halle, AU 220/53, Blatt 4
  11. a b c Halle 17.6.1953. In: Dokumentation 17. Juni 1953. Zeitgeschichten e.V., abgerufen am 4. Juli 2020.
  12. a b c d e f g h i j Günter Agde: Albert Ammer - ein Wochenschau Kameramann aus Thüringen. In: Heimatbund Thüringen (Hrsg.): Heimat Thüringen. 19. Jahrgang, Heft 1, 2012, S. 14–15.
  13. a b c d e f g 17. Juni 1953 - Albert Ammer. In: Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gedenkstätte "Roter Ochse" Halle (Saale). Halle (Saale).
  14. a b Günter Ade: Albert Ammer - ein Wochenschau-Kameramann aus Thüringen. In: Heimatbund Thüringen e.V. (Hrsg.): Heimat Thüringen. 19. Jahrgang, Nr. 1. Weimar 2012, S. 14,15.
  15. 2011 Besondere Leistung Information: Druckfrisch. In: Preisträger. Der Deutsche Fernsehpreis, 2011, abgerufen am 5. Juli 2020.
  16. Monika Lerch-Stumpf: HFF-Guide. Hrsg.: Hochschule für Fernsehen und Film München. Band II Kurs L-Z, 2007, ISBN 978-3-937904-51-1, S. 397.
  17. Abgeordnetenhaus von Berlin (Hrsg.): Die DDR - Zwischen Repression und Widerspruch. 2013.
  18. a b c Bärbel Roick: Ein Leben für die Fotografie: Albert Ammer Retrospektive. In: Ostthüringer Zeitung. 23. April 2002.
  19. Die Deutsche Wochenschau, 1944, Nr. 19/1944 (712) Der Geburtstag des Führers/Tausend Viermotorige, vom 26. April 1944
  20. Die Deutsche Wochenschau, 1945, Nr. 9/ 1945 (754), 2. Sujet, Kampf im Westen, vom 16. März 1945
  21. a b c Griechisches Volkstum im Schatten der Antike. In: Geraer Zeitung. 27. November 1942.
  22. a b Bilder aus Griechenland. In: Geraer Zeitung. 18. November 1942.
  23. Töpferei. In: Walther Heering (Hrsg.): Die Fotografie. Zweimonats-Zeitschrift, 1. Juni 1942, S. 18.
  24. Athen. In: Hans Reuter (Hrsg.): Photoblätter. Verlag Agfa, Berlin 1. März 1943, S. 17.
  25. Thüringer Landeszeitung (Hrsg.): Fotograf Albert Ammer neu entdeckt. 16. April 2002.
  26. Ostthüringer Zeitung (Hrsg.): Konzert zum Abschluss der Fotoschau: Erinnerungen an Albert Ammer. 5. Juli 2002.
  27. Thüringer Landeszeitung (Hrsg.): Im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt: Fotograf Albert Ammer. Gera 23. April 2002.
  28. a b c Udo Grashoff: Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Halle. In: zeit-geschichten.de. Verein Zeitgeschichte(n) e.V., abgerufen am 17. Juni 2022.
  29. Ekkehard Böhm: Der vergessene Kampf - (...) Eine Rückblende nach Halle. Hrsg.: Hannoversche Allgemeine. Hannover 14. Juni 2003.
  30. a b c d e Hubertus Knabe: 17. Juni 1953 - Ein deutscher Aufstand. Propyläen, München 2003, ISBN 3-549-07182-5, S. Abbildung 40.
  31. Heinrich Helms: Volksaufstand in der DDR. Hrsg.: Harburger. 14. Juni 2003, S. 8.
  32. a b Heinrich Helms: Volksaufstand in der DDR - Zeitzeugen erinnern sich. Hrsg.: Harburger Nachrichten. Hamburg 14. Juni 2003.
  33. a b Udo Grasshof: Fotogalerie zum 17. Juni 1953 in Halle. In: zeit-geschichten.de. Verein für Zeitgeschichte(n) e.V., Halle (Saale), abgerufen am 17. Juni 2022.
  34. a b c d Zeit-Geschichten e.V. - Verein für erlebte Geschichte (Hrsg.): Der 17. Juni 1953 in Halle - ein Tag der Zivilcourage. 2. Auflage. 2003, ISBN 3-00-008160-7.
  35. Constanze von Billion: Die geteilte Erinnerung. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 134, 13. Juni 2003, S. 3.
  36. Das Bundesarchiv: Demonstration vor dem Gefängnis Roter Ochse. In: stasi-mediathek.de. Bundesarchiv, abgerufen am 17. Juni 2022.
  37. Das Bundesarchiv: Befreiung der Häftlinge des Gefängnisses an der kleinen Steinstraße. In: stasi-mediathek.de. Bundesarchiv, abgerufen am 17. Juni 2022.
  38. Ekkehard Böhm: Der vergessene Kampf. In: Hannoversche Allgemeine. 14. Juni 2003.
  39. Reiner Burger: Wir brauchen keine Volksarmee, gebt uns Butter! Hrsg.: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 133, 11. Juni 2003, S. 3.
  40. Akte Ammer, BStU (Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik) Ast. Halle, AU 220/53, Blatt 32
  41. Akte Ammer, BStU (Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Ast Halle, AU 220/53, Batt 30
  42. Filmkameramann Ammer in Halle 1953, Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Frontal Magazin, 17. Juni 2003
  43. Constanze von Billion: Die geteilte Erinnerung - 50 Jahre nach dem Aufstand. Hrsg.: Süddeutsche Zeitung. München 13. Juni 2003.
  44. a b Stefan Meinig: Report München. Hrsg.: Bayerisches Fernsehen. 10. Juni 2003.
  45. Sächsischer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Die DDR - Zwischen Repression und Widerspruch. 2013, abgerufen am 17. Januar 2022.
  46. a b Die DDR - zwischen Repression und Widerspruch. In: parlament-berlin.de. Abgeordnetenhaus Berlin, 2013, abgerufen am 17. Juni 2022.
  47. Annerose Kirchner: Ein Vergessener: Leben mit der Kamera, Albert Ammer. In: Thüringer Allgemeine. 15. April 2002.
  48. a b c d e f g h i j k Günter Agde: FilmDokument. In: Arsenal Kino. Institut für Film und Videokunst e.V., September 2008, abgerufen am 5. Juli 2020.
  49. Albert Ammer, Aufzeichnungen im Privatarchiv, Fotoalbum zu Tschad, Kamerun, Niger 1962
  50. a b c d e f g h i j k l Bayerischer Rundfunk, Fernseharchivdatenbank, FESAD, Kamera Ammer, Abfrage 2003
  51. Trentino (Hrsg.): Per un "corso di lingua italiana" - La televisione bavarese ha "girato" in Vason. Trento 19. August 1965.
  52. a b Dieter Wieland: Farbige Haustüren. In: Bundesverband des Deutschen Farben-Tapeten-Bodenbelagsgroßhandels e.V. (Hrsg.): i-Punkt Farbe. Düsseldorf Februar 1984.
  53. Luis Trenker: Mit Luis Trenker in die Berge. C. Bertelsmann Verlag, München 1976, ISBN 3-570-06421-2, S. 177,232.
  54. Das Deutsche Malerblatt, Titelseite, Ausgaben Nr. 8/1982, Nr. 1/1983, Nr. 8/83, Nr. 8/1984, Nr. 9/1984
  55. Bayerisches Fernsehen, Programmheft, Nr. 3/1981, Nr. 4/1981
  56. Time magazine (Hrsg.): ART: Painting under LSD. Time USA LLC, New York 5. Dezember 1969.
  57. Dieter Wieland: Gedanken über Haustüren und ihre Farbe. Hrsg.: Die Mappe. Deutsche Maler. und Lackiererzeitschrift, März 1982.
  58. Helga Schubert: Fotografien ohne Schnörkel Albert Ammer. In: Neues Gera. Verlag Dr. Frank GmbH, 3. Mai 2002, abgerufen am 4. Juli 2020.
  59. Albert Ammer. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 6. Juli 2020.
  60. a b c Fred Klink: Der Kameramann Albert Ammer. In: Museum für Angewandte Kunst Gera (Hrsg.): Ausstellungskatalog. Gera, S. 96–97.
  61. Steffen Reichert: Filmpremiere - Das Volk marschiert auf Halles Straßen. Hrsg.: Mitteldeutsche Zeitung. Halle (Saale) 12. Juni 2003.
  62. Thüringer Landeszeitung (Hrsg.): Fotograf Albert Ammer neu entdeckt - Sonderausstellung in Sparkasse Gera-Greis. Erfurt 16. April 2002.
  63. Artem Demenok, Andreas Schmidt: Helden ohne Ruhm - 17. Juni 1953. In: Filmdienst. Schmidt & Paetzel Film, abgerufen am 17. Juni 2022.
  64. Brigade Anton Trinks. In: berlinale.de. Internationale Filmfestspiele Berlin, 2005, abgerufen am 22. Juni 2022.
  65. Günter Agde: Albert Ammer (1916–1991): Kameramann in drei Zeiten. In: Filmblatt, Filmdokument 106, 2008. Cinegraph Babelsberg, 1. September 2008, abgerufen am 4. Juli 2020.
  66. Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Die DDR - zwischen Repression und Widerspruch. In: vogtland89.de. 2020, abgerufen am 17. Juni 2022.
  67. Die Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Die DDR - zwischen Repression und Widerspruch. Städtische Museen Großenhain, 2022, abgerufen am 17. Juni 2022.
  68. Brigade Anton Trinks. In: Dokumentarfilmgeschichte. Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945–2005, abgerufen am 4. Juli 2020.
  69. Deggendorfer Zeitung (Hrsg.): Nachts wenn der Tag beginnt. 9. August 1960.
  70. Polizei Film. In: Der Spiegel. Nr. 24. Spiegel Verlag, 8. Juni 1970.
  71. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq Filmdatenbank Thüringen. (PDF) Land Thüringen, abgerufen am 4. Juli 2020.
  72. Nürnberger Nachrichten (Hrsg.): "Fragezeichen" in Nürnberg. Nürnberg 20. Dezember 1961.