Albert Fraustadt

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Emil Albert Fraustadt (* 8. Dezember 1808 in Lauchstädt; † 1883) war ein evangelischer Pfarrer und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraustadt stammte aus der sächsischen Amtsstadt Lauchstädt, die durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses an das Königreich Preußen fiel. Nach dem Schulbesuch studierte er Theologie. Im März 1834 erhielt er das Wahlfähigkeitsattest.[1] Nach Zwischenstationen in Bündorf bei Merseburg ab 1838 und Börln bei Wurzen ab 1847 wurde er im Jahre 1854 Pfarrer in Luppa bei Oschatz, wo er bis zu seinem 73. Lebensjahr im Jahre 1881 wirkte.[2] In Luppa leitete er 1872 den Kirchenumbau.[3]

Sein gleichnamiger Sohn Albert Fraustadt († 1928) wurde Pfarrer in Dahlen (Sachsen). Der Altphilologe Georg Fraustadt (1885−1968) ist sein Enkel, dessen Geburt er jedoch nicht mehr erlebte.

Überregional bekannt wurde Albert Fraustadt durch seine Publikationen zur Kirchengeschichte, insbesondere zum Hochstift Merseburg und über das sächsische Adelsgeschlecht von Schönberg.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Einführung der Reformation im Hochstifte Merseburg, Leipzig, 1843.
  • Die Wahlstatt von Keuschberg. Ein Abschnitt aus der Vorgeschichte des Hochstifts Merseburg, Leipzig, 1858.
  • (Anonym): Der Entwurf einer Kirchenordnung für die evangel.-luther. Kirche im Königreich Sachsen, nach seinen Grundlagen erwogen von einem Landpfarrer, Leipzig, 1861.
  • Geschichte des Geschlechts von Schönberg, Meißnischen Stammes, 1. Bd. Leipzig, 1869.
  • Geschichte des Geschlechts von Schönberg, Meißnischen Stammes, 2. Bd. Leipzig, 1878.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ritter des Königlich Sächsischen Civil-Verdienst-Ordens[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Haan: Sächsisches Schriftsteller-Lexicon. Alphabetisch geordnete Zusammenstellung der im Königreich Sachsen gegenwärtig lebenden Gelehrten, Schriftsteller und Künstler nebst kurzen biographischen Notizen und Nachweis ihrer in Druck erschienenen Schriften, Leipzig, Robert Schaefer's Verlag, 1875, S. 80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amts-Blatt der Königlichen Regierung zu Merseburg, 1834, S. 80.
  2. Pfarrerbuch Sachsen
  3. Evangelische Kirche Luppa
  4. Handbuch der Kirchen-Statistik für das Königreich Sachsen, 1875, S. 154.