Albert Rösti

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Albert Rösti (2011)

Albert Rösti (* 7. August 1967 in Frutigen; heimatberechtigt in Frutigen) ist ein Schweizer Politiker (SVP), Unternehmer und Verbandsfunktionär. Am 23. April 2016 wurde er als Nachfolger Toni Brunners zum Präsidenten der Schweizerischen Volkspartei gewählt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Rösti wuchs in Kandersteg auf und studierte Agronomie an der ETH Zürich. Er schloss 2002 ein Studium an der University of Rochester als Master of Business Administration (MBA) ab.[1]

Rösti lebt in Uetendorf, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Berufliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rösti trat 1998 in die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern ein und war unter Regierungsrätin Elisabeth Zölch ab 2001 stellvertretender Generalsekretär und 2003–2006 Generalsekretär. Danach wurde er Direktor der Schweizer Milchproduzenten. Seit 2013 ist er Inhaber und Geschäftsführer der in den Bereichen Public Affairs, Projektmanagement und Beratungen für Wirtschaft und Politik tätigen Firma Büro Dr. Rösti GmbH.[1]

2007–2014 war Rösti Präsident des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes (LID). Im Mai 2014 wurde er als Nachfolger von Rolf Schweiger zum Präsidenten der Aktion für eine vernünftige Energiepolitik Schweiz (AVES) gewählt.[2] Im Mai 2015 löste Rösti den zurückgetretenen Caspar Baader als Präsidenten beim Dachverband der Brennstoffhändler in der Schweiz, Swissoil Schweiz, ab.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rösti war von 2000 bis 2007 Präsident der SVP Uetendorf. Seit Januar 2008 ist er Mitglied des Gemeinderates von Uetendorf. 2014 löste er den zurückgetretenen Hannes Zaugg-Graf[3] als Gemeindepräsidenten ab.[1]

Rösti kandidierte 2010 erfolglos bei den Berner Regierungsratswahlen. Er wurde bei den Parlamentswahlen 2011 erstmals in den Nationalrat gewählt. Dort ist er Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK). Rösti war 2015 Wahlkampfleiter der SVP bei den eidgenössischen Wahlen, bei denen er auch erfolglos für den Ständerat kandidierte.[1]

Anfang November 2015 nominierte der Vorstand der SVP Bern Rösti – nach eigenen Angaben, um seinen Rückhalt innerhalb der SVP im Hinblick auf spätere Vakanzen zu prüfen – als ihren Bundesratskandidaten, zog jedoch zwei Wochen später die Kandidatur zurück.[4][5]

Am 23. April 2016 wurde Rösti zum neuen Präsidenten der SVP gewählt und löste damit Toni Brunner an der Parteispitze ab.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d René Zeller: SVP-Nationalrat Albert Rösti: «Sanft, aber mit Stacheln». In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Januar 2016, abgerufen am 10. Januar 2016.
  2. Albert Rösti wird Präsident der traditionellen AKW-Lobby. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. Mai 2014, abgerufen am 11. November 2015.
  3. Gabriel Berger, Marco Zysset: Hannes Zaugg-Graf tritt als Gemeindepräsident zurück. In: Berner Zeitung. 15. Dezember 2012, abgerufen am 11. November 2015.
  4. SVP Bern nominiert Rösti. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. November 2015, abgerufen am 11. November 2015.
  5. Daniel Gerny: Bundesratswahlen. Albert Rösti ist nicht mehr Kandidat. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. November 2015.
  6. Albert Rösti übernimmt bei der SVP. In: 20min.ch, 23. April 2016; abgerufen am 28. April 2016, 18:25.