Alberto Ponce

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Alberto Ponce (eigentlich Alberto González Muñoz, * 13. März 1935 in Madrid) ist ein spanischer Gitarrist, Gitarrenpädagoge und ehemaliger Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ponce wurde in Spanien geboren und erhielt, nachdem er mit seinen Eltern von Madrid nach Barcelona umgezogen war, ab etwa 1948 seine erste musikalische Ausbildung am Konservatorium in Barcelona. Anschließend suchte er mit seinem Vater um 1955[1] Emilio Pujol, einen Schüler Francisco Tárregas, auf, spielte ihm auf der Gitarre vor und wurde daraufhin zunächst am Konservatorium in Lissabon und dann an der Accademia Musicale Chigiana in Siena von ihm unterrichtet. 1961 wurde er als Professor für Gitarre an das Conservatoire de Paris und 1962[2] an die École Normale de Musique de Paris berufen, wo er bis heute tätig ist. 1962 gewann Ponce den Ersten Preis des Internationalen Gitarrenwettbewerbs des französischen Rundfunks.[3]

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alberto Ponce hat durch seine Lehrtätigkeit großen Einfluss auf die zeitgenössische Giarristik und bildete zahlreiche international renommierte Gitarristinnen und Gitarristen aus, darunter

  • Jean-François Delcamp (*1956), Professor am Conservatoire de Musique, de Danse et d'Art Dramatique de Brest métropole océane
  • Roland Dyens (*1955), Professor am Conservatoire de Paris und einer der prägenden zeitgenössischen Gitarristen und Komponisten für Gitarre
  • Luis Manuel Molina (* 1959), kubanischer Gitarrist und Komponist
  • Kaori Muraji (*1978), japanische Gitarristin mit zahlreichen Veröffentlichungen

Ponce wurden von zeitgenössischen Komponisten Werke für Gitarre gewidmet, darunter von Antonio Ruiz-Pipó, Maurice Ohana und Roland Dyens. Ponce verkehrte mit Künstlern wie Alexandre Tansman oder Robert Vidal[4].

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • L'Art de la Guitare, Vol. 1, Arion 1971
  • Maurice Ohana: Si le jour Parait, mit dem Orquesta Filarmonica del Prado, Arion 1974

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maurice J. Summerfield: The classical guitar: Its Evolution and Its Players Since 1800. University of Michigan 1991, S. 158ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolf Moser: „... von einem Menschen außer der Reihe ...“. Ein Gespräch mit Alberto Ponce über Emilio Pujol. In: Gitarre & Laute 8, 1986, S. 8–14; hier: S. 9.
  2. Wolf Moser (1986), S. 14.
  3. Wolf Moser: 23. „Internationaler Gitarrenwettbewerb 1981“ des französischen Rundfunks in Paris. In: Gitarre & Laute 2, 1980, 3, S. 20 f.
  4. José Luis García del Busto: Tomás Marco. 1986, S. 76