Albisheim (Pfrimm)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Albisheim (Pfrimm)
Albisheim (Pfrimm)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Albisheim (Pfrimm) hervorgehoben

Koordinaten: 49° 39′ N, 8° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Göllheim
Höhe: 173 m ü. NHN
Fläche: 10,74 km2
Einwohner: 1747 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67308
Vorwahl: 06355
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 001
Adresse der Verbandsverwaltung: Freiherr-vom-Stein-Straße 1–3
67307 Göllheim
Website: www.albisheim-pfrimm.de
Ortsbürgermeister: Ronald Zelt (WAB)
Lage der Ortsgemeinde Albisheim (Pfrimm) im Donnersbergkreis
ObermoschelNiedermoschelUnkenbachFinkenbach-GersweilerWaldgrehweilerSchiersfeldSittersAlsenzOberndorf (Pfalz)Mannweiler-CöllnWinterborn (Pfalz)Kalkofen (Pfalz)Niederhausen an der AppelMünsterappelOberhausen an der AppelGaugrehweilerSeelenRathskirchenTeschenmoschelBisterschiedRansweilerStahlbergBayerfeld-SteckweilerSankt Alban (Pfalz)GerbachWürzweilerRuppertseckenDielkirchenKatzenbach (Donnersbergkreis)Schönborn (Pfalz)DörrmoschelReichsthalGundersweilerGehrweilerImsweilerRockenhausenHöringenSchweisweilerFalkenstein (Pfalz)WinnweilerLohnsfeldWartenberg-RohrbachMünchweiler an der AlsenzGonbachSippersfeldBreunigweilerImsbachBörrstadtSteinbach am DonnersbergRamsen (Pfalz)KerzenheimEisenberg (Pfalz)GöllheimDreisenStandenbühlLautersheimBiedesheimOttersheimBubenheim (Pfalz)ZellertalEinselthumImmesheimAlbisheim (Pfrimm)RüssingenWeitersweilerMarnheimBennhausenJakobsweilerDannenfelsBolandenKirchheimbolandenMörsfeldKriegsfeldOberwiesenOrbisMorschheimIlbesheim (Donnersbergkreis)Bischheim (Donnersberg)RittersheimStetten (Pfalz)GauersheimLandkreis Bad KreuznachLandkreis Alzey-WormsLandkreis KuselLandkreis KaiserslauternLandkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Blick vom Wartberg aus über Albisheim

Albisheim (Pfrimm) ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis. Sie gehört der Verbandsgemeinde Göllheim an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa in der Mitte des zum Alzeyer Hügelland gehörenden Zellertals. Zu Albisheim gehören zusätzlich die Wohnplätze Bahnhof Albisheim, Heyerhof und Pfortmühle.[2]

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden liegt der 296,4 Meter hohe Saukopf. Im Nordwesten erstreckt sich der Wingertsberg und im Nordosten der 253,4 Meter hohe Osterberg. Die Gemeinde befindet sich im Mündungswinkel von Pfrimm und Leiselsbach. Im Westen der Gemarkung nimmt erstere von rechts den Riedgraben auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde deuten auf Albisheim als keltische Siedlung hin. Im Jahr 835 wird der Ort erstmals urkundlich durch eine Schenkung des Karolingerkönigs Ludwig dem Deutschen erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Albisheim war recht früh schon ein so genannter Marktflecken. Außerdem gab es vermutlich hier eine Königspfalz, die bisher nicht gefunden wurde.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gemeinde zu Nassau-Weilburg und unterstand dort dem Oberamt Kirchheim.

Im Jahr 1794 wurde das Linke Rheinufers im Ersten Koalitionskrieg besetzt. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Orbis in den Kanton Kirchheim im Departement Donnersberg eingegliedert und war Sitz einer Mairie, die zusätzlich Einselthum umfasste.[3] 1815 hatte der Ort insgesamt 685 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Orbis dem Landkommissariat Kirchheim – später Kirchhheimbolanden an; aus diesem ging das Bezirksamt Kirchhheimbolanden hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kirchheimbolanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ramsen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Albisheim 1969 in den neu gebildeten Donnersbergkreis; drei Jahre später wurde die Gemeinde in die ebenfalls neu entstandene Verbandsgemeinde Göllheim eingegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zum Albisheimer Gemeinderat 2019
Beteiligung: 52,9 % (+2,9 %)
 %
50
40
30
20
10
0
11,5
6,8
43,2
35,9
2,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,0
-3,3
-4,4
+9,0
+2,6

Der Gemeinderat in Albisheim (Pfrimm) besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU Linke WAB FWG Gesamt
2019[4] 2 1 0 7 6 16 Sitze
2014[5] 2 2 8 4 16 Sitze
2009 3 9 4 16 Sitze
2004 3 9 4 16 Sitze
  • WAB = Wählergemeinschaft Albisheimer Bürger e. V.
  • FWG = Wählergruppe Albisheim/Pfrimm e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Ronald Zelt. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 58,86 % gewählt und folgt damit Friedrich Strack, der nach 20 Jahren im Amt nicht mehr angetreten war.[6][7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Albisheim
Blasonierung: „In Gold der Heilige Petrus, Bart, Haare und Nimbus golden, in silbernem Gewand mit blauem Umhang, in der rechten Hand einen silbernen Schlüssel, in der linken erhobenen Hand ein rotes Buch.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Warteturm auf einer Münze des GPS-Spieles Geocaching

Der Jüdische Friedhof ist als Denkmalzone ausgewiesen.

Hinzu kommen außerdem neun Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter folgende Bauwerke:

Die protestantische Peterskirche stammt aus dem Jahr 1792. Das historische Rathaus ist ein spätklassizistischer Bau aus dem Jahr 1832. Der 10 Meter[8] hohe Warteturm befindet sich auf dem Wingertsberg, der erstmals 1551 urkundlich erwähnt wurde.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existieren insgesamt sechs Naturdenkmale. Zudem liegt das Naturschutzgebiet Osterberg auf der Gemeindegemarkung.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alljährlich jeweils am dritten Wochenende im September veranstaltet Albisheim das seit 1222 begangene „Königsfest“, zu dem eine „Königspredigt“ und die Verteilung der „Königswecken“ gehört. Zudem findet jährlich der Stabaus gefeiert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albisheim ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellage Heiligenborn. Zudem ist die Gemeinde Standort einer Filiale der Volksbank Alzey-Worms.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albisheim ist zum einen über die B47 und zum anderen über die Zellertalbahn erreichbar. Letztere büßte 1983 den Personenverkehr ein; von 2001 bis 2016 ein ein Ausflugsverkehr statt.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Albisheim verläuft der Zellertal-Radweg. Darüber hinaus ist die Gemeinde westlicher Ausgangspunkt des Vier-Länder-Wegs.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Michael Hartung (1708–1763), überprüfte 1733 die örtliche Orgel auf ihre Funktionsfähigkeit
  • Heinrich Janson (1869–1940), Bürgermeister vor Ort
  • Johannes Bärmann (1905–1991), Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer, starb vor Ort
  • Gerhard Postel (1941–2012), evangelischer Geistlicher, hatte vor Ort zeitweise eine Pfarrstelle inne

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Albisheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 141 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Jahrbuch für das Departement von Donnersberg, 1811, S. 279 (Google Books)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Albisheim. Abgerufen am 31. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 31. August 2019 (siehe Göllheim, Verbandsgemeinde, erste Ergebniszeile).
  7. Albisheim: Neuer Rat hat sich konstituiert. In: Die Rheinpfalz. 9. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.
  8. Der Warteturm (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Albisheim, die den Warteturm betreut