Albrecht Pflüger

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Albrecht Pflüger 2011
Albrecht Pflüger (Aikidō)
Albrecht Pflüger (Karate)

Albrecht Pflüger (* 1941 in Leonberg) ist ein deutscher Karatepionier und einer der ersten Karateka in Europa. Er gründete den Shotokan-Kreis im Deutschen Karate Verband (DKV), ist Mitglied im Budo Studien Kreis (BSK) und trägt den 9.[1] Dan Shōtōkan-Karate, 2. Dan Jiu Jitsu, 1. Dan Aikidō sowie den 1. Kyū Jūdō.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1957 begann Pflüger mit dem Training des Jiu Jitsu unter Ago Glucker in Stuttgart. Er wechselte ins Jūdō, welches er in mehreren Vereinen übte.
  • 1962 bestand er seine Prüfung zum 1. Kyū Jūdō.
  • Im August 1963 besuchte er das 14-tägige Karate-Seminar von Jürgen Seydel in Bad Godesberg.
  • 1964 wurde Pflüger Präsident des Deutschen Karate Bundes (DKB). Im April desselben Jahres gründete der damals 23-jährige Braungurt (im Judō und Karate) eine Kampfsport-Abteilung beim Turnerbund Leonberg.
  • 1965 graduierte er durch eine Prüfung bei den JKA-Lehrern Kase, Kanazawa, Enoeda und Shirai zum 1. Dan Shōtōkan-Karate.
  • 1966 trennte er sich vom DKB, trat dem Deutschen Judo-Bund bei und verfasste sein erstes Lehrbuch Karate, Band 1.
  • 1967 erschien Karate, Band 2.
  • 1970 Prüfung zum 1. Dan Aikidō.
  • 1971 Prüfung zum 1. Dan Jiu Jitsu.
  • 1975 veröffentlichte er sein Buch Karate do.
  • Zwischen 1976 und 1984 war Pflüger Vorsitzender der Karate Union Baden-Württemberg, DKU-Vizepräsident und Bundeslehr- und Prüfungswart der DKU.
  • 1984 zog er sich aus allen Funktionsämtern zurück, um sich wieder mehr seinem Heimat-Dōjō, dem Karate TSG Leonberg, zu widmen.
  • Anfang November 2001 bekam er den 7. Dan im Shōtōkan-Karate verliehen.
  • Im Jahr 2011 erhielt Pflüger im Alter von 70 Jahren seinen 8. Dan in der Stilrichtung Koshinkan-Karate. Vor allem in Baden-Württemberg ist das Koshinkan verbreitet. Das Koshinkan kommt aus dem Shōtōkan, hat aber zusätzlich noch einen Bereich mit Selbstverteidigung.

Albrecht Pflüger war von Beruf Lehrer.

Bedeutung für das Karate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albrecht Pflüger hat durch seine Persönlichkeit, aber vor allem durch seine Lehrbücher, die Ausbildung von Karatekas geprägt wie kaum ein anderer vor ihm. Seine Kata-Zeichnungen[2][3][4] dienten Generationen von Karatekas als Lernhilfe.

Bibliographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sicher durch Selbstverteidigung. Ein geschlossenes System zur Abwehr bewaffneter und unbewaffneter Angreifer (= Die Falkenbücherei. Band 233). Falken-Verlag, Wiesbaden 1967.
  • Karate. Grundlagen. Band 1. Falken-Verlag, Niedernhausen 1969, ISBN 3-8068-0227-0.
  • Karate. Kombinationstechniken, Katas. Band 2. Falken-Verlag, Niedernhausen 1971, ISBN 3-8068-0239-4.
  • Karate-Do. Das Handbuch des modernen Karate. Falken-Verlag, Niedernhausen 1975, ISBN 3-8068-4028-8.
  • Nunchaku. Waffe, Sport, Selbstverteidigung. Falken-Verlag, Niedernhausen 1976, ISBN 3-8068-0373-0 (indiziert im Bundesanzeiger Nr. 61 am 31. März 1989).
  • Kontakt-Karate. Ausrüstung, Technik, Training. Falken-Verlag, Niedernhausen 1977, ISBN 3-8068-0396-X.
  • Karate für alle. Selbstverteidigung in Bildern. Falken-Verlag, Niedernhausen 1994, ISBN 3-8068-0314-5.
  • 27 Shotokan Katas. Auf einen Blick. Karate-Katas für Prüfungen und Wettkämpfe. Dokan Verlag, Gundelfingen 2006, ISBN 3-937958-01-0.
  • 25 Shotokan Katas. Auf einen Blick. Karate-Katas für Prüfungen und Wettkämpfe. Falken-Verlag, Niedernhausen 2002, ISBN 978-3-8068-2125-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. karate-in-leonberg
  2. Kata-Zeichnungen von Albrecht Pflüger
  3. Kata Bassai Dai, Zeichnung von Albrecht Pflüger
  4. Ablauf der Kanku Dai, Zeichnung von Albrecht Pflüger

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Albrecht Pflüger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien