Alchen

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Alchen
Koordinaten: 50° 54′ 2″ N, 7° 56′ 39″ O
Höhe: 301 (290–370) m
Fläche: 3,99 km²
Einwohner: 1859 (30. Jun. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 466 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57258
Vorwahlen: 0271, 02734
Kirche Alchen (2016)
Kirche Alchen (2016)

Alchen ist ein Stadtteil von Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen mit rund 1900 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil grenzt an die Siegener Stadtteile Trupbach und Seelbach und an die Freudenberger Ortsteile Niederholzklau und Bühl. Alchen liegt im Tal der 11,52 km langen Alche. Berge in der Umgebung sind zum Beispiel der Alcher Berg mit 390,6 m Höhe, der Trünnigersberg mit 376,4 m Höhe oder der 384,1 m hohe Zimmert. Östlich vom Dorf liegt das Naturschutzgebiet Kirrberg.

Alchen als östlicher Ortsteil von Freudenberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alchen wurde 1344 zum ersten Mal urkundlich im Bickener Mannbuch erwähnt. Besiedelt wurde der Raum nach Angaben des Heimatforschers und Volksschullehrers Ring bereits vor 2400 Jahren. Ausgrabungen im Jahr 1937 weisen die Verhüttung von Eisen im nordwestlichen Teil des Dorfes in der Latène-Zeit nach. Es entstanden drei getrennte Weiler in der Alchener Ecke: „Siffen“, „Enken“ und „Oberdorf“. Diese wurden erst in den letzten 150 Jahren durch Bauten miteinander verbunden. Alchen entwickelte sich bis ins 18. Jahrhundert nur schleppend, zwischen etwa 1750 und 1850 stand die Weberei und bis 1935 der Bergbau als Wirtschaft im Vordergrund.

Zwischen 1882 und 1896 wurde die Straße zwischen Seelbach und Bühl gebaut. 1903 wurde eine zweiklassige Schule errichtet. Der Anschluss an Strom- bzw. Wassernetz erfolgte 1923 bzw. 1938. Im Zuge der kommunalen Gebietsreform wurde das Amt Freudenberg am 1. Januar 1969 aufgelöst, Alchen wurde ein Teil der neugebildeten Stadt Freudenberg.[2]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen des Ortes:[3][4]

Jahr Einwohner
1461 50
1563 122
1818 175
1885[5] 392
1895[6] 380
1905 427
Jahr Einwohner
1910[7] 447
1925[8] 456
1933[9] 550
1939[9] 618
1950 767
1961[10] 859
Jahr Einwohner
1967 981
1994[11] 1815
2000[12] 2000
2010 1927
2011 1911
2017 1873

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht weit von Alchen entfernt verläuft die Bundesautobahn 45, an die Alchen über den Anschluss Freudenberg angebunden ist. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 6, von der die K 22 abzweigt. Südwestlich verläuft die L 562 als Verbindungsstrecke Siegen–Freudenberg vorbei.

Alchen hat insgesamt sechs Bushaltestellen: Im Mertenseifen, Eckenweg, Bühler Straße, Ort, In der Thalen, Haas, Alcher Straße. Die Linien werden von den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd betrieben. Die Linie R37 (ehemals L153) verkehrt stündlich in Richtung Siegen und in Richtung Freudenberg. Zusätzlich gibt es eine Taxibus Linie T150 diese verkehrt im Zweistundentakt zwischen Freudenberg und Alchen, allerdings nur bei Vorbestellung.[13]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Alchen gibt es die beiden Sportvereine TuS Alchen und den Turnverein Alcher Turngemeinschaft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Ring: Alchen - Die Geschichte eines Siegerländer Dorfes. 1954.
  • Dorfchronik 650 Jahre Alchen - 1344/1994. 1995.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alchen im Kulturatlas Westfalen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Freudenberg: Einwohnerverteilung, abgerufen am 31. August 2018
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, DNB 456219528, S. 70.
  3. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968.
  4. freudenberg-stadt.de: Stadt Freudenberg: Einwohnerverteilung (regelmäßig aktualisiert)
  5. Westfälisches Gemeindelexikon. 1887, S. 108 / 109
  6. Westfälisches Gemeindelexikon. 1897, S. 110 / 111
  7. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  8. genealogy.net: Amt Freudenberg
  9. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Siegen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  10. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 155.
  11. Bernhard Oltersdorf: Freudenberg, Stadt (PDF; 6,6 MB), ca. 1995.
  12. Freudenberg: Ortsteile
  13. VWS-Fahrpläne..
  14. Patrick Helmes - Trainerprofil. (transfermarkt.de [abgerufen am 31. August 2018]).
  15. Patrick Helmes - Spielerprofil - DFB Datencenter. Abgerufen am 31. August 2018 (deutsch).
  16. Sven Michel - Spielerprofil - DFB Datencenter. Abgerufen am 31. August 2018 (deutsch).