Alcudia de Guadix

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gemeinde Valle del Zalabí: Alcudia de Guadix
Ansicht von Alcudia de Guadix
Ansicht von Alcudia de Guadix
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Valle del Zalabí: Alcudia de Guadix
Alcudia de Guadix (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Andalusien
Provinz: Granada
Comarca: Guadix
Koordinaten 37° 15′ N, 3° 6′ WKoordinaten: 37° 15′ N, 3° 6′ W
Höhe: 1011 msnm
Einwohner: 1.315 (2011)INE
Postleitzahl: 18511
Ortskennzahl: 18907000100
Verwaltung
Bürgermeister: Manuel Aranda Delgado
Adresse der Gemeindeverwaltung: c/ San Antón, s/n, 18511 Alcudia de Guadix,Valle del Zalabí, Granada, Spanien
Website: www.valledelzalabi.org

Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Spanien/Wartung/localidad

Alcudia de Guadix (oder vereinfacht Alcudia) ist eine von drei Ortschaften der Gemeinde Valle del Zalabí im Landkreis Guadix, Provinz Granada (Spanien). Durch die Eingemeindung der drei Ortschaften Alcudia de Guadix, Exfiliana und Charches wurde 1973 eine neue Gemeinde mit Namen Valle del Zalabí gegründet. Seit dem befindet sich die Gemeindeverwaltung in Alcudia de Guadix.

Eine erhebliche Anzahl der Behausungen der Gemeinde besteht aus Höhlenwohnungen, die aus der tonhaltigen Erde ausgegraben wurden. Die meisten Höhlenwohnungen werden heute noch bewohnt. In Alcudia de Guadix und Umgebung gibt es verschiedene Höhlenwohnungen, die als Unterkunft für Touristen hergerichtet wurden. Die eigentümliche und originellen Höhlen besitzen alle Annehmlichkeiten eines modernen Wohnhauses. Alcudia ist auch für sein Brot berühmt und ist im Besitz von einigen der besten Bäckereien in der Provinz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alcudia de Guadix liegt auf der Nordseite der Ausläufer der Sierra Nevada, in einer Höhe von 1.011 Metern in der Hoya de Guadix, im Zentrum des Landkreises Guadix, im Südosten der spanischen Provinz Granada. Das Naturschutzgebiet der Sierra de Baza liegt in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Ort hat 1.315 Einwohner (Stand 2011).[1]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es herrscht ein mediterran-kontinentales Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 14 °C. Die Winter sind lang und kalt, mit einer durchschnittlichen Temperatur im Januar von 6 °C. Die Sommer sind warm und trocken mit 25 °C durchschnittlicher Temperatur. Die Niederschläge liegen unter 440 mm und fallen vorwiegend im Frühling und im Herbst. Durch die Höhenlage und die Einbettung zwischen der Sierra Nevada und der Sierra de Baza wird der Durchzug von westlichen Meereswinden verhindert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte von Alcudia de Guadix (Al Cudiat, arabisch für Hügel) geht auf eine Besiedlung durch ein urzeitliches Volk zurück, das sich im Ort Zalabí bereits vor der Bronzezeit ansiedelte. Eine spätere Besiedlung der unmittelbaren Ebene erfolgte jedoch erst im 8. Jahrhundert durch die aus Syrien stammenden Yunds mit ihren Kalifen Walid. Ab dem 10. bis 11. Jahrhundert, siedelt sich ein neues Volk an und erbaut eine Burg an dem Ort wo sich gegenwärtig die Wallfahrtskapelle des Schutzheiligen San Buenaventura befindet. Am 11. Mai 1492 wird die Ortschaft Alcudia de Guadix durch Bulle zur Gemeinde erhoben. Durch die rötliche Farbe seiner Berghänge war die Ortschaft unter den Muslimen als Alcudia Alhambra (Alcudia, die Rote) bekannt. Nach der Eroberung im Jahr 1489 durch die Katholischen Könige, ging die Ortschaft in den Besitz der Krone von Kastilien. Durch den landwirtschaftlichen Reichtum und weil alle Häuser im Ort über Wasser verfügten, war Alcudia de Guadix bereits im 16. Jahrhundert eine bemerkenswerte Gemeinde mit ausgedehnten Grundbesitz. Ferner waren die Bäder der Gemeinde berühmt, in denen besonders bei Trauungen nächtliche Zeremonien abgehalten würden.

Ansichten der Gemeinde Alcudia de Guadix[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alcudia de Guadix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen des Instituto Nacional de Estadistica