Aldealpozo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Aldealpozo
Aldealpozo – Kirche San Juan Bautista
Aldealpozo – Kirche San Juan Bautista
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Aldealpozo (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Soria
Comarca: Comarca de Campo de Gomara
Koordinaten 41° 47′ N, 2° 12′ WKoordinaten: 41° 47′ N, 2° 12′ W
Höhe: 1053 msnm
Fläche: 11,87 km²
Einwohner: 18 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 1,52 Einw./km²
Postleitzahl: 42111
Gemeindenummer (INE): 42011 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine

Aldealpozo ist ein beinahe entvölkerter Ort mit Gemeindestatus (municipio) mit nur 18 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Osten der Provinz Soria in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León. Die katholische Kirchengemeinde gehört zum Bistum Osma-Soria.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Aldealpozo liegt in der Hochebene im Osten der Provinz Soria in einer Höhe von ca. 1050 Metern ü. d. M. Die Entfernung zur westlich gelegenen Provinzhauptstadt Soria beträgt ca. 25 Kilometer (Fahrtstrecke).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2010
Einwohner 182 70 37 29 31 28

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte die Gemeinde zwischen 200 und 300 Einwohner. Die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben in hohem Maße zu dem deutlichen Bevölkerungsrückgang der letzten Jahrzehnte beigetragen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort lebte jahrhundertelang ausschließlich vom Getreideanbau, der hauptsächlich für die Selbstversorgung betrieben wurde; auch Viehhaltung (Schafe, Ziegen, Hühner) fand in geringem Maße statt. Heute spielt die Landwirtschaft (Anbau von Gerste und Weizen) immer noch die wichtigste Rolle im Wirtschaftsleben der kleinen Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der arabisch-maurischen Eroberung entvölkerten sich weite Gebiete im Norden der Iberischen Halbinsel. Im 10. Jahrhundert begann unter dem kastilischen Grafen Gonzalo Téllez die in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts unter Alfons VI. vollendete Rückeroberung (reconquista), die in der Einnahme der etwa 250 Kilometer weiter südwestlich gelegenen Stadt Toledo (1085) ihren vorläufigen Höhepunkt fand. In dieser Zeit wurde Aldealpozo von Siedlern aus dem Norden neu- oder wiederbesiedelt (repoblación). Im Mittelalter führte der aus Katalonien (Barcelona) kommende und über Aragón (Saragossa) bis Kastilien (Burgos) verlaufende nordöstliche Teil des spanischen Jakobswegs durch den Ort.

Portal der Iglesia San Juan Bautista

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzige Sehenswürdigkeit des Straßendorfs Aldealpozo ist die nahezu komplett aus Feldsteinen (mampostería) erbaute Pfarrkirche (Iglesia San Juan Bautista). Der ungegliederte und schmucklose Turm mit seinem abgerundeten Ecken wird in seinen unteren Teilen noch einer maurischen Festungsanlage (kasbah) des 10. Jahrhunderts zugeordnet; das Glockengeschoss entstammt – wie auch das beinahe fensterlose Kirchengebäude – dem 12. oder 13. Jahrhundert. Das auf der Südseite befindliche und zweifach nach innen abgestufte Portal ist aus exakt bearbeiteten Hausteinen gefügt; die leicht aus dem umgebenden Mauerwerk hervortretende Portalzone schließt oben mit einem nichtfigürlichen Konsolenfries ab.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldealpozo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).