Aldeanueva del Camino

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Gemeinde Aldeanueva del Camino
Aldeanueva del Camino – römischer Meilenstein (miliarium) und altes Haus
Aldeanueva del Camino – römischer Meilenstein (miliarium) und altes Haus
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Aldeanueva del Camino
Aldeanueva del Camino (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: Valle del Ambroz
Koordinaten 40° 15′ N, 5° 56′ WKoordinaten: 40° 15′ N, 5° 56′ W
Höhe: 525 msnm
Fläche: 20,05 km²
Einwohner: 753 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 37,56 Einw./km²
Postleitzahl: 10740
Gemeindenummer (INE): 10015 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Aldeanueva del Camino

Aldeanueva del Camino ist ein westspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 753 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Cáceres im äußersten Norden der autonomen Region Extremadura nahe der Grenze zu Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Aldeanueva del Camino liegt am Río Ambroz in ca. 525 m Höhe. Die Entfernung zum sehenswerten Städtchen Hervás beträgt etwa 8 km (Fahrtstrecke) in östlicher Richtung; die Stadt Béjar in der Nachbarprovinz Kastilien-León ist nur etwa 28 km in Richtung Nordosten entfernt. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 500 mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.299 1.842 2.108 785 754[3]

Der starke Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und den damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner des Ortes lebten jahrhundertelang weitgehend als Selbstversorger von den Erträgen der kleinen Felder und Gärten, aber vor allem von der Viehzucht. Heute spielen vor allem der Obst- und Gemüseanbau (hier vor allem Paprika) sowie die Forstwirtschaft die wichtigsten Rollen im Wirtschaftsleben der Gemeinde; daneben spielt der Tourismus nur eine untergeordnete Rolle als Einnahmequelle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region gehörte zum Siedlungsgebiet des keltischen Volksstammes der Vettonen und wurde von der Römern im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. erobert. Da der Platz an der Via de la Plata lag, gründeten diese möglicherweise hier ein Militärlager (castrum). Westgoten und Mauren haben keine Spuren auf dem Gemeindegebiet hinterlassen und so beginnt die eigentliche Geschichte des Ortes erst nach der Rückeroberung (reconquista) und Wiederbesiedlung (repoblación) der Gegend im 12. und 13. Jahrhundert. Im ausgehenden Mittelalter war der Ort zeitweise zweigeteilt und bestand aus zwei Pfarreien – der Nordosten befand sich innerhalb der Einflusssphäre der Familie Zuñiga, die im Jahr 1485 zu Herzögen von Béjar ernannt wurden; der Südwesten gehörte zum Bistum Coria. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte Aldeanueva unter den napoleonischen Besatzungstruppen zu leiden. Im Zuge der Gebietsreform des Jahres 1833 kam der Ort insgesamt zur Region Extremadura.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römerbrücke und Straße im Ort
  • Die verputzten und weißgetünchten Hausfassaden entsprechen eher der Bauweise im Süden der iberischen Halbinsel. Bruchsteinmauern treten eigentlich nur an den Glockentürmen (campanarios) der beiden Pfarrkirchen in Erscheinung, doch sind auch hier die Außenwände des Langhauses größtenteils verputzt und mit Fugenmalereien versehen.
  • Zu den wenigen Sehenswürdigkeiten im Ort gehört die sogenannte Römerbrücke (puente romano) über den Río Ambroz mit ihrem mittelalterlichen Pflaster und hohen seitlichen Brüstungsmauern, die jedoch erst aus dem 15./16. Jahrhundert stammen dürften.
  • Ein in der Nähe gefundener römischer Meilenstein ist heute in der Mitte des Ortes aufgestellt.
  • Die beiden einschiffigen Pfarrkirchen (Nuestra Señora del Olmo und San Servando) sind eher unscheinbare Bauten des 15./16. Jahrhunderts mit späteren Veränderungen.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldeanueva del Camino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Aldeanueva del Camino – Klimatabellen
  3. Aldeanueva del Camino – Bevölkerungsentwicklung
  4. Aldeanueva del Camino – Geschichte
  5. Aldeanueva del Camino – Sehenswürdigkeiten