Aldersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aldersbach
Aldersbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aldersbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 35′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 328 m ü. NHN
Fläche: 45,82 km²
Einwohner: 4203 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94501
Vorwahl: 08543
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 114
Gemeindegliederung: 52 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Aldersbach
Klosterplatz 1
94501 Aldersbach
Webpräsenz: www.aldersbach.de
Bürgermeister: Harald Mayrhofer (CSU / Überparteiliche Wählergem.)
Lage der Gemeinde Aldersbach im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Das Rathaus von Aldersbach
Im Durchgang zum Kloster Aldersbach sind mehrere Tafeln mit einer umfangreichen Chronologie von Ort und Kloster angebracht, hier der Teil ab 1954

Aldersbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau. Bekannt ist der Ort unter anderem durch das Kloster Aldersbach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldersbach liegt in der Region Donau-Wald im Tal der Vils rund zehn Kilometer südwestlich von Vilshofen an der Donau, 30 km westlich von Passau, 25 km nördlich von Pfarrkirchen und 15 km südlich von Osterhofen. Durch den Ort verläuft der Bach Aldersbach. Die Gegend zwischen Aldersbach und Fürstenzell wird vor allem touristisch gesehen als Klosterwinkel bezeichnet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Aldersbach hat 52 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Pörndorf, Walchsing, Aldersbach und Haidenburg.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste geschichtliche Erwähnung einer Siedlung mit Namen Aldarespah stammt aus der Mitte des 8. Jahrhunderts im Traditionscodex des Klosters Mondsee. Die angebliche Ersterwähnung einer Kirche in Aldersbach aus dieser Zeit beruht auf einer missverstandenen Notiz des frühen 14. Jahrhunderts, die im ältesten Rechnungsbuch des Klosters Aldersbach überliefert ist. 1120 erfolgte die Gründung des ersten Klosters in Aldersbach (St. Peter) durch Augustiner-Chorherren. Etwa um 1140 war bereits der Name Alderbach gebräuchlich, eine latinisierte Form findet sich in Schriftzeugnissen des frühen 16. Jahrhunderts als Adalogeriopagus. Der Name leitet sich aus dem Personennamen Althar oder Aldar und dem althochdeutschen pah bzw. pach für einen Bach ab. Aldersbach gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Vilshofen des Kurfürstentums Bayern. Die Abtei Aldersbach besaß hier eine offene Hofmark, die 1803 säkularisiert wurde. 1806 kam es zum Verkauf und Abbruch der Kirchen in Weng und auf dem Bernhardsberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Aldersbach. Die erzwungene Mitgliedschaft in der Verwaltungsgemeinschaft Aidenbach wurde 1980 aufgehoben.

Siehe auch: Kloster Aldersbach

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Walchsing wird im Jahr 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Haidenburg war ein Adelssitz, der ursprünglich zur Herrschaft Harbach gehörte, 1737 vom Kloster Aldersbach erworben worden war und sich nach der Säkularisation seit 1811 im Besitz der Familie von Aretin befindet. In der Folge der Reformen in Bayern entstanden mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die ehemaligen Gemeinden Pörndorf, Haidenburg und Walchsing, die 1972 nach Aldersbach eingemeindet wurden.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Walchsing und Teile der aufgelösten Gemeinde Haidenburg eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam Pörndorf (Landkreis Eggenfelden) hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 3.210 Einwohner
  • 1987: 3.574 Einwohner
  • 2000: 4.018 Einwohner
  • 2011: 4.301 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 8 Sitze (49,36 % der Stimmen)
  • SPD-PWG: 2 Sitze (11,50 % der Stimmen)
  • Grüne und Parteifreie: 3 Sitze (17,16 % der Stimmen)
  • FWG: 3 Sitze (21,98 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Harald Mayrhofer (CSU/Überparteiliche Wählergem.).

Eine Besonderheit in Aldersbach ist die politische Stabilität, sodass die Gemeinde seit 1946 erst drei Bürgermeister hatte: Von 1946 bis 1966 hatte Alfons Duschl dieses Amt inne, ihm folgte bis 1990 Josef Kiermeier. Von 1990 bis 2014 war Franz Schwarz Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl vom 16. März 2014 wurde Harald Mayrhofer für 6 Jahre im Amt bestätigt.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1421 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 154 T€.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Aldersbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knorr-Bremse-Niederlassung in Aldersbach

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 44, im Produzierenden Gewerbe 891 und im Bereich Handel und Verkehr 104 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 113 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1243. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 5 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 115 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3194 ha. Davon waren 2823 ha Ackerfläche und 351 ha Dauergrünfläche.

Der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Aldersbach ist das Werk der KNORR-Bremse AG, wo annähernd 1.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Ein weiterer großer Arbeitgeber ist die Brauerei Aldersbach.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 104 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 20 Lehrern und 350 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lübbers, Bernhard, Art. Aldersbach, in: Hans-Michael Körner/ Alois Schmid (Hg.): Handbuch der historischen Stätten, Bayern I: Altbayern und Schwaben (Kröners Taschenausgabe 324) Stuttgart 2006, S. 10–11.


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/171547&attr=OBJ&val=733
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 586.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien