Aldingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aldingen
Aldingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aldingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 6′ N, 8° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Tuttlingen
Höhe: 650 m ü. NHN
Fläche: 22,17 km2
Einwohner: 7578 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 342 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78554
Vorwahl: 07424
Kfz-Kennzeichen: TUT
Gemeindeschlüssel: 08 3 27 002
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 2
78554 Aldingen
Website: www.aldingen.de
Bürgermeister: Ralf Fahrländer
Lage der Gemeinde Aldingen im Landkreis Tuttlingen
Landkreis KonstanzLandkreis RottweilLandkreis SigmaringenSchwarzwald-Baar-KreisZollernalbkreisAldingenBalgheimBärenthalBöttingenBubsheimBuchheimDeilingenDenkingenDürbheimDurchhausenEgesheimEmmingen-LiptingenFridingen an der DonauFrittlingenGeisingenGosheimGunningenHausen ob VerenaImmendingenIrndorfKönigsheimKolbingenMahlstettenMühlheim an der DonauNeuhausen ob EckReichenbach am HeubergRenquishausenRietheim-WeilheimSeitingen-OberflachtSpaichingenTalheim (Landkreis Tuttlingen)TrossingenTuttlingenWehingenWurmlingen (Landkreis Tuttlingen)Karte
Über dieses Bild

Aldingen ist die viertgrößte Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldingen liegt in 583 bis 806 Meter Höhe am Ostrand der Baarhochfläche am Fuß der Schwäbischen Alb an der Prim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Rottweil und Frittlingen, im Osten an Denkingen, im Süden an die Stadt Spaichingen sowie im Westen an die Stadt Trossingen und Deißlingen im Landkreis Rottweil. Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Spaichingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Aldingen mit der 1975 eingemeindeten Gemeinde Aixheim gehören sechs Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Aixheim gehören das Dorf Aixheim, der Weiler Neuhaus und die Häuser Neueichhof, Neuhof und Täfermühle. In der Gemeinde Aldingen im Gebietsstand von 1974 liegen das Dorf Aldingen sowie die Wüstungen Dellingen, Unterwählen und Winzingen. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Aixheim liegen die Wüstungen Amrizhausen, Heidenbühl und Ramsen.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aldingen wird eine Wetterstation betrieben. Die Jahresmitteltemperatur beträgt rund 8,2 Grad Celsius. Die Niederschlagssumme beläuft sich auf 850 mm und die Sonne scheint durchschnittlich 1700 Stunden im Jahr. Das Klima ist für diese Höhenlage als eher mild einzustufen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie die Endung -ingen vermuten lässt, ist Aldingen eine alemannische Siedlung. Bei der Restaurierung der Mauritiuskirche haben archäologische Untersuchungen Funde zutage gebracht, wonach sich die Besiedlung bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Es wurden Pfostenlöcher einer Holzkirche aus der Zeit um 700 freigelegt. Im späten 11. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine Steinkirche errichtet.[3]

Der Ort wurde im Jahr 802 in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen erstmals erwähnt. 1444 kam Aldingen zur damaligen Grafschaft Württemberg und wurde daher in der Reformationszeit protestantisch. Auf der Gemarkung befand sich einst die Burg Schlößlesbühl.

Gebietszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Königreich Württemberg wurde der Ort 1810 dem Oberamt Spaichingen zugeordnet. Bei der Gebietsreform 1938 gelangte die Gemeinde zum Landkreis Tuttlingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Aixheim nach Aldingen eingemeindet.[4]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde umfasst die Gemeinden Aldingen, Aixheim, Denkingen und Frittlingen. Seit 1964 gibt es wieder eine katholische Kirche in Aldingen mit seit 1980 katholischer Pfarrei. Die katholische Kirchengemeinde Aldingen ist in der Seelsorgeeinheit Klippeneck-Primtal organisiert.

Seit 2003 gibt es in der Nachbarstadt Spaichingen eine Moschee für die islamischen Bürger der Umgebung.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[5]
Wbt.: 44,6 % (2009: 46,8 %)
 %
50
40
30
20
10
0
37,5 %
41,9 %
20,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,1 %p
-0,5 %p
+5,6 %p

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgender Sitzverteilung:

CDU : 37,5 %, 7 Sitze
Freie Wähler : 41,9 %, 7 Sitze
SPD : 20,6 %, 4 Sitze
Wahlbeteiligung : 44,6 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2013 wurde Ralf Fahrländer Nachfolger von Reinhard Lindner. Dieser hatte das Amt 35 Jahre bekleidet.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Aldingen zeigt in Gold auf grünem Boden eine grüne Linde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.

Museum und Bürgerbegegnungsstätte Aldingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2002 besteht ein Museum und Bürgerbegegnungsstätte Aldingen zur Ortsgeschichte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldingen ist eine Industriegemeinde. Ansässig sind hauptsächlich metallverarbeitende Betriebe, aber auch elektronische und elektrotechnische sowie Betriebe für Werkzeug- und Apparatebau. Auch das Handwerk und der Facheinzelhandel sind mit leistungsfähigen Betrieben vertreten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Ringzüge begegnen sich in Aldingen

Aldingen liegt an der Gäubahn und ist seit der Einführung des Ringzugs 2003 wieder Bahn-Halt. Der 1977 für den Personenverkehr stillgelegte Bahnhof Aldingen ist heute einer der erfolgreichsten Ringzug-Haltepunkte, an dem werktäglich um die 1000 Fahrgäste ein- bzw. aussteigen. Die hohen Fahrgastzahlen am Bahnhof Aldingen lassen sich auch darauf zurückführen, dass Aldingen ein wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen Ringzug und Busverkehr ist. In Aldingen, wo zur Minute 30 sich die Ringzüge aus Richtung Rottweil mit denen aus Richtung Tuttlingen kreuzen, werden kurz nach Ankunft der Ringzüge Omnibusverkehre nach Trossingen und auf den Heuberg angeboten. Werktäglich verbindet der Ringzug Aldingen stündlich mit Rottweil, wo zweistündlich Intercity-Anschluss nach Stuttgart besteht, sowie mit Spaichingen, Tuttlingen, Immendingen und Leipferdingen. Aldingen ist in den Verkehrsverbund TUTicket eingegliedert.

Aldingen liegt an der Bundesstraße 14 zwischen Rottweil und Tuttlingen. Dadurch ist eine gute Anbindung an die Nachbarstadt Spaichingen gegeben. Landes- und Kreisstraßen verbinden die Gemeinde mit Trossingen, Schura, Aixheim und Denkingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berchthold Haller

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmut Müller (Hrsg.): Mauritius Kirche Aldingen. Aldingen, 1979, 141 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Aldingen – in der Beschreibung des Oberamts Spaichingen von 1876

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 654–656.
  3. Claus Ahrens: Die frühen Holzkirchen Europas. Darmstadt 2001, S. 6.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 518.
  5. Archivlink (Memento des Originals vom 27. Mai 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de
  6. http://www.schwaebische.de/region_artikel,-969-Prozent-fuer-Ralf-Fahrlaender-_arid,5544392_toid,685.html