Aldo C. Schellenberg

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KKdt Aldo C. Schellenberg (2017)

Aldo Carlo Schellenberg (* 9. September 1958 in Bülach[1]; heimatberechtigt in Höri) ist ein Schweizer Berufsoffizier (Korpskommandant) und designierter Stellvertreter des Chefs der Armee.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schellenberg besuchte die Schulen in Bülach, zuletzt die Kantonsschule Zürcher Unterland, die er 1979 mit der Matura Typus C abschloss. Er studierte ab 1979 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich und schloss 1986 mit dem Lizenziat ab. Von 1986 bis 1991 war er Assistent am Institut für betriebswirtschaftliche Forschung an der Universität Zürich.[1] 1991 promovierte er bei Edwin Rühli zum Dr. oec. publ. Von 1992 bis 2011 war er Inhaber einer Unternehmensberatungsfirma,[3] welche nun seine Frau führt[4]. Sein Gutachten für die Staatsanwaltschaft im Swissair-Prozess[5] enthielt Rechenfehler und wurde vom Gericht als unverwertbar bezeichnet[6]. Ausserdem war er von 2003 bis 2011 Lehrbeauftragter am Institut für Unternehmensrechnung und Controlling der Universität Bern. Von 2006 bis 2009 absolvierte er an der Universität Bern ein Nachdiplomstudium in Wirtschaftsrecht, das er mit einem LL.M. abschloss.[3]

Ab dem 1. Juli 2010 war Schellenberg mit einem 60-Prozent-Pensum als Kommandant der Gebirgsinfanteriebrigade 12 der Schweizer Armee tätig.[7] Am 1. Januar 2012 wurde er mit einem Vollpensum Chef des Armeestabs unter Beförderung zum Divisionär.[8] Seit dem 1. Januar 2013 ist er Kommandant der Schweizer Luftwaffe.[9]

Im Frühjahr 2016 stoppte der neue Bundesrat Guy Parmelin die Beschaffung eines neuen Fliegerabwehrsystems. Die von Korpskommandant Schellenberg geleitete Projektgruppe habe ein System vorgeschlagen, das das Pflichtenheft nicht erfüllt.[10][11]

An seiner Sitzung vom 22. März 2017 beschloss der Bundesrat, Schellenberg per 1. Januar 2018 zum Chef Operationen der Schweizer Armee zu befördern.[12] Sein Nachfolger als Kommandant der Schweizer Luftwaffe wird auf dieses Datum Bernhard Müller.

Aldo Schellenberg ist verheiratet und hat vier Kinder.[7]

Militärische Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Miliz-Offizier hatte Aldo Schellenberg folgende Funktionen[13]:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldo C. Schellenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf. In: Aldo C. Schellenberg: Durchsetzung der Unternehmenspolitik: Problemanalyse und Lösungsbeiträge aus betriebs- und verhaltenswissenschaftlicher Sicht. Dissertation, Universität Zürich, 1991.
  2. Ernennung Stellvertreter Chef der Armee. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  3. a b Dr. Aldo C. Schellenberg, Xing-Profil, abgerufen am 5. Januar 2013.
  4. Mitarbeiter. Website von Schellenberg Consulting; abgerufen am 4. Januar 2013.
  5. Lukas Hässig: Swissair-Prozess: Aldo Schellenberg: Der Schattenmann. In: Bilanz. 2. Februar 2007; abgerufen am 4. Februar 2013.
  6. Constantin Seibt: Schellenberg – das Gehirn hinter dem Swissair-Prozess. (Memento vom 30. November 2013 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger. 7. September 2012, abgerufen am 12. Februar 2013.
  7. a b Aldo Schellenberg wird neuer Kommandant der Geb Inf Br 12. Schweizer Heer, 24. Februar 2010; abgerufen am 4. Januar 2013.
  8. Br Schellenberg wird neuer C A Stab. Heer, 30. September 2011; abgerufen am 4. Januar 2013.
  9. Markus Gygax übergibt Führung der Luftwaffe an Aldo C. Schellenberg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport, 11. Dezember 2012; abgerufen am 4. Januar 2013.
  10. Warum die Luft für Luftwaffenchef Aldo C. Schellenberg immer dünner wird.
  11. Offene Fragen zum Luftwaffenchef.
  12. Bundesrat, Medienmitteilung vom 22. März 2017, Mutationen von Höheren Stabsoffizieren der Armee.
  13. Schellenberg C. Aldo. Abgerufen am 15. Februar 2017.