Aldo Moro

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Aldo Moro
Unterschrift von Aldo Moro

Aldo Moro (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i; * 23. September 1916 in Maglie, Apulien; † 9. Mai 1978 in Rom) war ein italienischer Politiker der Democrazia Cristiana. 1963–1968 und 1974–1976 war er Ministerpräsident seines Landes. Er wurde von der Terrororganisation Rote Brigaden entführt und von Mario Moretti ermordet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldo Moro, der sehr religiös war, studierte an der Universität Bari Jura und wurde 1938 Mitglied des Laienzweigs bzw. dritten Ordens (Terziar) der Dominikaner;[1] er war Mitglied und von 1939 bis 1941 Vorstandsvorsitzender des Nationalverbandes der katholischen Studentenschaft Federazione Universitaria Cattolica Italiana (FUCI). Er wurde 1941 Dozent für Rechtsphilosophie und Kolonialpolitik. 1953 wurde er ordentlicher Professor für Strafrecht an der Universität Bari.

Nach dem Sturz Mussolinis 1943 begann sich Moro für Politik zu interessieren und gründete die Zeitung La Rassegna. Er sympathisierte zunächst mit dem Partito Socialista Italiano (PSI), insbesondere mit deren gemäßigtem („rechtem“) Flügel, wandte sich dann aber aufgrund seines ausgeprägten katholischen Glaubens der Christdemokratie zu. 1945 wurde er Präsident des Absolventenverbands der Katholischen Aktion Italiens und Herausgeber der Zeitschrift Studium.[2] In der Democrazia Cristiana (DC) wurde er dem von Giuseppe Dossetti begründeten linken Flügel zugerechnet, der für eine gemeinwohlorientierte und staatsinterventionistische Variante der Christdemokratie stand.[3]

Der Camera dei deputati gehörte er ab der ersten Sitzungsperiode 1948 an. Ab 1955 war er mehrfach Minister: Zwischen dem 6. Juli 1955 und dem 15. Mai 1957 Justizminister, danach bis 1959 Bildungsminister; in dieser Zeit wurde 1958 Staatsbürgerkunde (educazione civica) als Unterrichtsfach eingeführt.[4] 1959 wurde er Nationaler Sekretär (entspricht etwa einem Parteivorsitzenden) der DC und blieb es bis Januar 1964. Wie Giovanni Gronchi und Amintore Fanfani trat Moro für eine Öffnung der DC nach links (apertura a sinistra) und die Bildung einer Mitte-links-Koalition mit der PSI ein.[5]

Nach der Parlamentswahl im April 1963 gelang es Moro beinahe, eine solche Regierung zu bilden. Die Kabinettsliste stand bereits fest und das Programm war weitestgehend ausgehandelt, da verweigerte die PSI ihrem Vorsitzenden Pietro Nenni die Gefolgschaft und ließ die Koalition scheitern. Nach einem weiteren halben Jahr der DC-Alleinregierung[6] einigten sich im Dezember 1963 DC, PSI, Partito Socialista Democratico Italiano (PSDI) und Partito Repubblicano Italiano (PRI) auf die Bildung der sogenannten „organischen“ Mitte-links-Regierung; Moro wurde Ministerpräsident. Pietro Nenni von der PSI war sein Stellvertreter. Die Regierung plante, das Universitäts- und Schulsystem (unter anderem durch Einführung einer neunjährigen Pflichtschule) zu reformieren.[7] Die Verwaltung sollte teilweise auf die Ebene der Regionen dezentralisiert werden, außerdem war ein Programm für das wirtschaftlich schwache Süditalien (mezzogiorno) vorgesehen. Zudem stand der Städtebau auf der Agenda.[8] Bereits nach einem halben Jahr kam es jedoch zu Spannungen in der Regierung, die PSI stellte weitgehende Forderungen – vor allem in der Schulfrage – und drohte, andernfalls die Koalition platzen zu lassen. In dieser Zeit bestellte Staatspräsident Antonio Segni – ein Vertreter des rechten Flügels der DC und Gegner der Mitte-links-Regierung – den General der Carabinieri, Giovanni De Lorenzo, zu sich, der danach einen Putschplan (Piano Solo) ausarbeitete. Ob dieser wirklich erwog, die Macht an sich zu reißen, der Plan nur vorsorglich für den Fall potentieller Aufstände ausgearbeitet wurde oder auch nur, um Druck auf die Koalitionsparteien auszuüben, ist ungeklärt. Jedenfalls lenkte die PSI plötzlich ein und kehrte unter Aufgabe ihrer Forderungen in die Regierung zurück.[9][10] Mit Kabinettsumbildungen im Juli 1964 und Februar 1966 hielt Moros Koalitionsregierung noch bis Ende Juni 1968. Für italienische Verhältnisse galt Moros erste Amtszeit als recht stabile Phase.[11]

Von August 1969 bis Juli 1972 sowie von Juli 1973 bis November 1974 war Moro italienischer Außenminister.

Vom 23. November 1974 bis zum 29. Juli 1976 war er noch einmal Ministerpräsident. Diesmal stand er einer Minderheitsregierung aus DC und PRI (letztere nur bis zur Kabinettsumbildung im Februar 1976) vor, die allerdings im Parlament von PSI und PSDI toleriert wurde. Sein Stellvertreter war der PRI-Politiker Ugo La Malfa. Diese Amtszeit fiel in die sogenannten „bleiernen Jahre“ (anni di piombo), die von Terroranschlägen der extremen Linken und Rechten geprägt waren. Mit insgesamt über sechs Jahren an der Regierungsspitze war er nach Alcide De Gasperi, Giulio Andreotti und Silvio Berlusconi der am längsten amtierende Regierungschef Italiens nach dem Zweiten Weltkrieg.

1976 wurde Moro zum Präsidenten des Nationalen Rats der DC gewählt. Er befürwortete den vom Chef des Partito Comunista Italiano (PCI), Enrico Berlinguer, 1973 vorgeschlagenen „Historischen Kompromiss(compromesso storico), einen Solidaritätspakt zwischen den Eurokommunisten der PCI und der DC, um das Problem der Wirtschaftskrise zu lösen. Ein solcher nahm konkrete Gestalt an in Form der dritten Regierung Giulio Andreottis an, die ab Juli 1976 amtierte und „Regierung der nationalen Solidarität“ genannt wurde. Sie bestand zwar nur aus DC-Ministern, stützte sich aber auf das Versprechen der PCI, sie nicht durch ein Misstrauensvotum im Parlament zu stürzen, und war damit von dieser abhängig. Moro war der wichtigste Befürworter dieses Pakts.

Entführung und Ermordung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldo Moro in Gefangenschaft der Brigate Rosse

Aldo Moro wurde am Donnerstag, den 16. März 1978 von den Brigate Rosse entführt, als er sich auf dem Weg ins Parlament befand. Bei dem Überfall wurden seine fünf Leibwächter brutal ermordet. Die Brigate Rosse wollten den „historischen Kompromiss“ zwischen DC und PCI, an dem Moro arbeitete, verhindern, weil sie in ihm eine Bedrohung der von ihnen erhofften Revolution sahen.[12] Die Entführer verlangten die Freilassung inhaftierter Gesinnungsgenossen, doch Ministerpräsident Andreotti weigerte sich, mit ihnen zu verhandeln. Unter sich verschärfenden Anklagen gegen die politische Elite schrieb Moro in Geiselhaft über 80 Briefe an Parteifreunde, seine Familie und Papst Paul VI.,[13] der sich vergeblich als Geisel im Austausch für seinen Freund anbot. Am 9. Mai 1978 wurde Moro nach 55-tägiger Geiselhaft tot im Kofferraum eines roten Renault 4 aufgefunden, der in der Via Michelangelo Caetani stand, in der Innenstadt Roms, unweit der Sitze von PCI und DC. Lange Zeit galt Prospero Gallinari als sein Mörder. Es stellte sich jedoch heraus, dass Mario Moretti Moro mit acht Schüssen ermordet hatte.

Juristische und politische Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moretti und 17 weitere Mitglieder der Roten Brigaden wurden 1983 zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt. Vom 23. Mai 1980 bis zum 19. April 1983 tagte eine parlamentarische Untersuchungskommission zum Tod Aldo Moros. Auch die von Mai 1988 bis Juli 2000 eingesetzte Untersuchungskommission „Terrorismus und Massaker“ des italienischen Senats beschäftigte sich eingehend mit Moros Entführung und Ermordung und kam unter politischem Streit zu keinem abschließenden Ergebnis. Die ebenfalls mit Moro befasste Mitrochin-Kommission (2002 bis 2006) blieb ohne schlüssige Ergebnisse und diente einmal mehr der Diskreditierung und Delegitimierung politischer Gegner.[14] 2006 eröffnete die Staatsanwaltschaft wieder ein Verfahren zum Tode Moros, 2013 wurden erneut mögliche Verwicklungen aus Ausland und Politik untersucht.[15] Eine vom italienischen Parlament 2014 eingesetzte weitere Untersuchungskommission legte 2015 einen Zwischenbericht vor, nach dem der inhaftierte Camorra-Anführer Raffaele Cutolo Moro angeblich hätte retten können, wie er es 1981 in einem anderen Entführungsfall getan hatte. Cutolo sei während der Moro-Entführung von mehreren Politikern und Geheimdienstmitarbeitern in der Haft besucht worden. Der genaue Inhalt seiner Aussage blieb unter Verschluss.[16]

Zeithistorische Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hintergründe der Tat sind bis heute umstritten; zahlreiche Verschwörungstheorien ranken sich um die Involvierung von Geheimdiensten – darunter CIA, BND, KGB, Mossad und Gladio sowie Freimaurer – oder fremden Regierungen. Im Januar 1982 glaubten 58 Prozent der Italiener laut einer Umfrage, dass die Terroristen von einer ausländischen Macht gesteuert waren, und es entstand eine Deutungsdichotomie zwischen den Anhängern dieser Verschwörungsvorstellungen und denen der offiziellen Erklärung. Diese Deutungen nahmen die von Misstrauen aufgeladene Stimmung insbesondere der linksintellektuellen Öffentlichkeit gegenüber dem als repressiv empfundenen italienischen Staat und den Rechtsparteien während der anni di piombo auf, sodass eine behördlich gedeckte Strategie der Spannung als möglich angesehen wurde, während von rechts Spekulationen über eine Steuerung der Linksterroristen durch Regierungen des Warschauer Pakts gestreut wurden.[17] Als Ausgangspunkt der Verschwörungsliteratur gilt Leonardo Sciascias L’affaire Moro von 1978, gefolgt von Robert KatzDays of Wrath 1980 und Sergio Flamignis Tela del ragno 1988. Katz’ Buch diente dem Spielfilm Die Affäre Aldo Moro als Grundlage, der in Italien eine breite Debatte auslöste. In deutscher Sprache hat unter anderem Regine Igel diese Spekulationen genährt.[18] Auch der Mörder Moros, Mario Moretti, äußerte sich zu den Umständen; seine Darstellung gilt nicht als zuverlässig und seine Rolle als ungeklärt.[19] 2008 behauptete der Psychiater Steve Pieczenik, der als Vertreter der amerikanischen Regierung den Krisenstab während der Moro-Entführung beraten hatte, man habe die Roten Brigaden instrumentalisiert, um Moro zu töten und eine Regierungsbeteiligung des PCI zu vermeiden.[20] Der damalige US-Botschafter in Rom, Richard N. Gardner, hat diesen Behauptungen widersprochen; Pieczeniks Glaubwürdigkeit – der zuvor mit Hilfe Tom Clancys einen Thriller über den Fall Moro veröffentlicht hatte – gilt als zweifelhaft.[21] Laut dem Historiker Tobias Hof speist sich die anhaltende Popularität dieser Spekulationen aus der tiefen Spaltung der politischen Landschaft Italiens zwischen links und rechts.[22]

Der Kulturwissenschaftler David Moss urteilte 2012, die stark politisierte parlamentarische Untersuchungskommission sei weitgehend im Spekulativen geblieben. Die historische Aufarbeitung der inzwischen sämtlich verfügbaren Dokumente zur Moro-Entführung stehe an, nachdem die bisherige Beschäftigung mit dem Thema stark von politischen Intuitionen und Spekulationen geleitet gewesen sei. Die Arbeiten von Vladimiro Satta zu den Details der Entführung, von Agostino Giovagnoli zu den Reaktionen der Eliten, von Miguel Gotor zu Moros Briefen aus der Gefangenschaft und von Renato Moro zur Ideenwelt seines Onkels hätten die bisherigen Deutungsdichotomien aufzulösen geholfen. Durch diese beginnende Historisierung seien nichtintendierte Folgen komplexer Zusammenhänge in den Blick geraten, statt das Ereignis als unausweichliche Folge struktureller Gegebenheiten wie der Gewalttätigkeit geheimer Gruppen oder der Konfrontation im Kalten Krieg zu deuten.[23] Insbesondere die beiden Historiker Richard L. Drake und Vladimiro Satta – der erstmals umfassend die Ergebnisse der parlamentarischen Untersuchungskommission auswertete – haben auf die entstandenen Verschwörungstheorien Antworten gegeben.[24] Während Satta nur noch wenige Marginalien des Falls für unaufgeklärt hält, sehen andere gewichtige Publizisten weit mehr Aufklärungsbedarf.[25] Der Historiker Tobias Abse kritisiert an Satta und Drake, diese würden die offizielle Version verteidigen, ohne ernstzunehmende zweifelnde Stimmen anzuerkennen und dabei zu differenzieren. So hält Abse den auch von Angehörigen Moros erhobenen Vorwurf an die DC-Führung, sie habe mögliche Verhandlungen mit den Entführern ausgeschlagen und die Suche nach Moro behindert (Jens Petersen: „Strategie des Nichtfindenwollens“), für diskussionswürdig.[26]

Gedenken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkplakette für Moro an der Via Caetani in Rom

Zwischen den Hinterbliebenen Moros und der Parteiführung seiner regierenden christdemokratischen Parteifreunde kam es – anders als es nach der Schleyer-Entführung 1977 in Deutschland der Fall gewesen war – nicht zu einer Aussöhnung. Die Witwe gab Moros Leiche nicht für ein Staatsbegräbnis frei und blieb der offiziellen Trauerfeier fern.[27]

An der Stelle, an der Moros Leiche in der Innenstadt Roms gefunden wurde, wurde eine Gedenkplakette für ihn angebracht. Nach seinem Tod verschob sich die Wahrnehmung: War Moro lange verantwortlich gemacht worden für die schwierigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen des Landes, galt er nach seinem Tod Vielen – auch innerhalb der Linken – als politischer Märtyrer. Diesen Wandel zeigt der Historiker Tobias Hof exemplarisch an Leonardo Sciascia, der mit seinem 1974 erschienenen und 1976 verfilmten Buch Todo modo scharfe Kritik an Moro geübt hatte, in L’affaire Moro 1978 aber das Bild eines sabotierten Hoffnungsträgers zeichnete.[28]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Die Affäre Aldo Moro (Il caso Moro (I giorni dell’ira)), Regie: Giuseppe Ferrara. Unter Einbeziehung von Originalfilmmaterial. Eine Rekonstruktion der Ereignisse von der Entführung bis zum Mord, die auch ein kritisches Licht auf die damalige politische Klasse Italiens wirft.[29]
  • 1991: Verliebt in die Gefahr (Year of the Gun), Regie: John Frankenheimer. Der Spielfilm handelt von Journalisten, die einen Roman verfassen, in dem es unter anderem um die Ermordung Aldo Moros geht, kurz bevor die Roten Brigaden ihn wirklich ermorden wollen und deshalb die Journalisten verfolgen.
  • 2000: Politische Morde: Tod in Rom – Der Fall Aldo Moro, Regie: Michael Busse, Maria-Rosa Bobbi. Dokumentation. Vierter Teil der 6-teiligen Sendereihe.[30]
  • 2003: Der Tag, an dem Aldo Moro starb (Piazza delle cinque lune), Regie: Renzo Martinelli. Der Film verweist auf die Verbindungen zwischen internationalen Geheimdiensten, katholischer Kirche und Mafia im Italien der „bleiernen Zeiten“.
  • 2003: Der Tag, an dem die Nacht kam (Buongiorno, notte), Regie: Marco Bellocchio. Durch Umbenennung von Protagonisten und auch mittels Traumsequenzen versucht der Film, einen alternativen Verlauf der Ereignisse zu imaginieren.
  • 2008: Il Divo, Regie: Paolo Sorrentino. Film über den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti, der Moro ebenfalls behandelt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vladimiro Satta: Odissea nel caso Moro. Edup, Rom 2003.
  • Vladimiro Satta: Il caso Moro e i suoi falsi misteri. Rubbettino, Soveria Mannelli 2006.
  • Tobias Hof: Der Fall Aldo Moro und der Terrorismus in Italien. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 87, 2007, S. 437–446 (PDF).
  • Tobias Hof: Staat und Terrorismus in Italien 1969–1982 (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte. Bd. 81). Oldenbourg, München 2011 (zugleich Dissertation, Universität München 2009), ISBN 978-3-486-59812-4.
  • Alessandro Cortesi: Aldo Moro OPL (1918–1978). In: Wort und Antwort. Band 54, 2013, Nr. 4, S. 179–183 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aldo Moro – Sammlung von Bildern
 Wikiquote: Aldo Moro – Zitate (italienisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alessandro Cortesi: Aldo Moro OPL (1918–1978). In: Wort und Antwort. Band 54, 2013, S. 179–183, hier S. 179.
  2. Paolo Parisi: Il sequestro Moro. Cronaca a fumetti. 2006.
  3. Carlo Masala: Die Democrazia Cristiana 1943–1963. Zur Entwicklung des partito nazionale. In: Christdemokratie in Europa im 20. Jahrhundert. Böhlau, Wien 2001, S. 348–369, hier S. 360–361.
  4. Massimo Drago: Educazione civica. Edizione Alpha text, Mailand 2012, S. 7.
  5. Dietmar Stübler: Italiens Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Die Positionen der Parteien in den Debatten der Abgeordnetenkammer (1957). In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Band 48, 2000, S. 607–623, hier S. 610.
  6. Hans Woller: Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. Beck, München 2010, S. 283.
  7. Paola Bernasconi: Zwischen Aktivismus und Gewalt. Die Wurzeln des italienischen Neofaschismus. In: Massimiliano Livi u. a. (Hrsg.): Die 1970er Jahre als schwarzes Jahrzehnt. Politisierung und Mobilisierung zwischen christlicher Demokratie und extremer Rechter.Campus, Frankfurt/New York 2010, S. 171–189, hier S. 178.
  8. Friederike Hausmann: Kleine Geschichte Italiens von 1943 bis heute. Wagenbach, Berlin 2002, S. 70.
  9. Tobias Hof: Staat und Terrorismus in Italien 1969–1982. Oldenbourg, München 2011, S. 29–30.
  10. Ginsborg: A History of Contemporary Italy. 2003, S. 276–277; Spencer M. Di Scala: Renewing Italian Socialism. Nenni to Craxi. Oxford University Press, New York/Oxford 1988, S. 154.
  11. Peter Weber: Koalitionen in Italien. Frenetischer K(r)ampf im Netz der Parteiinteressen. In: Sabine Kropp, Suzanne S. Schüttemeyer, Roland Sturm (Hrsg.): Koalitionen und Koalitionshandeln in West- und Osteuropa. Leske + Budrich, Opladen 2002, S. 167–196, hier S. 173.
  12. Harvey W. Kushner: Red Brigades aka Brigate Rosse. In: derselbe: Encyclopedia of Terrorism. Sage Publications, Thousand Oaks/London/Neu-Delhi 2003, S. 306.
  13. Tobias Hof: The Moro Affair – Left-Wing Terrorism and Conspiracy in Italy in the Late 1970s. In: Historical Social Research. Band 38, 2013, Nr. 1, S. 232–256, hier S. 237 (PDF).
  14. Tobias Hof: The Moro Affair – Left-Wing Terrorism and Conspiracy in Italy in the Late 1970s. In: Historical Social Research. Band 38, 2013, Nr. 1, S. 232–256, hier S. 234, 241, 249 und 250 f. (PDF).
  15. Aldo Moro: Mordfall wird neu aufgerollt. In: Kurier (Tageszeitung), 19. Juni 2013.
  16. Oliver Meiler: Brigate Rosse. Neue Beichte im Fall Moro. In: Süddeutsche Zeitung. 21. Dezember 2015.
  17. Harvey W. Kushner: Red Brigades aka Brigate Rosse. In: derselbe: Encyclopedia of Terrorism. Sage Publications, Thousand Oaks/London/Neu-Delhi 2003, S. 306; Tobias Hof: The Moro Affair – Left-Wing Terrorism and Conspiracy in Italy in the Late 1970s. In: Historical Social Research. Band 38, 2013, Nr. 1, S. 232–256, hier S. 233–235, 237 (PDF).
  18. Bertrand Crettez, Regis Deloche: An Economic Analysis of the Aldo Moro Kidnapping and Assassination. Preprint, April 2008, S. 3 (PDF); Tobias Hof: Staat und Terrorismus in Italien 1969–1982 (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte. Bd. 81). Oldenbourg, München 2011, S. 64; Tobias Hof: Der Fall Aldo Moro und der Terrorismus in Italien. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 87, 2007, S. 437–446, hier S. 445 (PDF).
  19. Mario Moretti: Brigate Rosse. Eine italienische Geschichte. Interview Rossana Rossanda und Carla Mosca. Aus dem Italienischen von Dario Azzellini. Assoziation A, Berlin 1996 (aktualisierte Auflage 2006), ISBN 3-935936-38-9. Siehe dazu Philip P. Willan: Puppetmasters. The Political Use of Terrorism in Italy. Authors Choice Press, San Jose u. a. 2002, S. 254 f.; Anna Cento Bull, Philip Cooke: Introduction. In: dies. (Hrsg.): Ending Terrorism in Italy. Routledge, Abingdon, New York 2013, S. 1–14, hier S. 10. Generell Emmanuel Betta: Memorie in conflitto. Autobiografie della lotta armata. In: Contemporanea. Band 12, 2009, Nr. 4, S. 673–702, doi:10.1409/30644.
  20. Jessica Kraatz Magri, Bruno Franceschini: „Mein Blut komme über euch!“ Dossier. In: Deutschlandfunk, 2. Mai 2008 (PDF, S. 3 und 13).
  21. Richard Drake: The Aldo Moro Murder Case. Harvard University Press, Cambridge, MA 1995, S. 301, Endnote 20; David Ward: Contemporary Italian Narrative and 1970s Terrorism. Stranger than Fact. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2017, S. 17, S. 32, Endnote 24; Gerard De Groot: The Seventies Unplugged. A Kaleidoscopic Look at a Violent Decade. Pan Macmillan, Basingstoke 2010, S. 158 (E-Book-Ausgabe).
  22. Tobias Hof: The Moro Affair – Left-Wing Terrorism and Conspiracy in Italy in the Late 1970s. In: Historical Social Research. Band 38, 2013, Nr. 1, S. 232–256, hier S. 233–235, 237, 253 (PDF).
  23. David Moss: Lost Leaders. In: Ruth Glynn, Giancarlo Lombardi (Hrsg.): Remembering Aldo Moro. The Cultural Legacy of the 1978 Kidnapping and Murder (= Italian Perspectives. Band 23). Routledge, Abingdon, New York 2012, S. 38–61, hier S. 41. Zu den einzelnen Autoren Vladimiro Satta: Il caso Moro e i suoi falsi misteri. Rubbettino, Soveria Mannelli 2006, ISBN 88-498-1392-9; Agostino Giovagnoli: Il caso Moro. Una tragedia repubblicana. Il Mulino, Bologna 2005; Miguel Gotor: Aldo Moro. Lettere dalla prigionia. Einaudi, Turin 2008; Renato Moro: Aldo Moro negli anni della FUCI. Edizioni Studium, Rom 2009. Die Arbeiten Sattas und Giovagnolis bespricht Tobias Hof ausführlich, siehe ders.: Der Fall Aldo Moro und der Terrorismus in Italien. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 87, 2007, S. 437–446, hier S. 439–443 (PDF).
  24. Alan O’Leary: Moro, Brescia, Conspiracy. The Paranoid Style in Italian Cinema. In: Pierpaolo Antonello, Alan O’Leary (Hrsg.): Imagining Terrorism. The Rhetoric and Representation of Political Violence in Italy 1969–2009 (= Italian Perspectives. Band 18). Routledge, Abingdon, New York 2009, S. 48–62, hier S. 60 f., Endnote 30. Zu Satta siehe oben; Richard L. Drake: The Aldo Moro Murder Case. Harvard University Press, Cambridge, MA 1995 (Vorschau), aktualisiert als Why the Moro Trials Have Not Settled the Moro Murder Case. A Problem in Political and Intellectual History. In: The Journal of Modern History. Band 78, 2001, S. 359–378; ders.: The Aldo Moro Murder Case in Retrospect. In: The Journal of Cold War Studies. Band 8, 2006, Nr. 2, S. 114–125.
  25. David Moss: Memorialization Without Memory. The Case of Aldo Moro. In: Pierpaolo Antonello, Alan O’Leary (Hrsg.): Imagining Terrorism. The Rhetoric and Representation of Political Violence in Italy 1969–2009 (= Italian Perspectives. Band 18). Routledge, Abingdon, New York 2009, S. 168–182, hier S. 168.
  26. Tobias Abse: The Moro Affair. Interpretations and Consequences. In: Stephen Gundle, Lucia Rinaldi (Hrsg.): Assassinations and Murder in Modern Italy. Transformations in Society and Culture. Palgrave Macmillan, New York, Basingstoke 2007, S. 89–100, hier S. 91, 93. Zu Abse siehe Dr Toby Abse (Memento vom 17. Oktober 2016 im Internet Archive). In: Gold.ac.uk (englisch); Dr. Tobias Abse. In: History Online (englisch); Beiträge von Toby Abse für den Weekly Worker (englisch). Zu Petersen siehe Rezension: K. Kellmann, Der Staat läßt morden. Politik und Terrorismus – heimliche Verbündete, 1999. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Band 79, 1999, S. 744–746, hier S. 745 (PDF).
  27. Petra Terhoeven: Die Rote Armee Fraktion. Eine Geschichte terroristischer Gewalt. C. H. Beck, München 2017, S. 90.
  28. Tobias Hof: The Moro Affair – Left-Wing Terrorism and Conspiracy in Italy in the Late 1970s. In: Historical Social Research. Band 38, 2013, Nr. 1, S. 232–256, hier S. 232 f., 243 (PDF).
  29. Infos zum Spielfilm von Giuseppe Ferrara (1986) (Memento vom 16. Mai 2008 im Internet Archive).
  30. Politische Morde (4): Der Fall Aldo Moro. In: 3sat, 7. Oktober 2004.
VorgängerAmtNachfolger

Giovanni Leone
Mariano Rumor
Ministerpräsident von Italien
1963–1968
1974–1976

Giovanni Leone
Giulio Andreotti

Giuseppe Saragat
Amintore Fanfani
Pietro Nenni
Giuseppe Medici
Italienischer Außenminister
1964–1965
1965–1966
1969–1972
1973–1974

Amintore Fanfani
Amintore Fanfani
Giuseppe Medici
Mariano Rumor