Alejandro Selkirk

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Alejandro Selkirk (Más Afuera)
NASA Geocover 2000 Satellitenbild
NASA Geocover 2000 Satellitenbild
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Juan-Fernández-Inseln
Geographische Lage 33° 45′ S, 80° 47′ WKoordinaten: 33° 45′ S, 80° 47′ W
Lage von Alejandro Selkirk (Más Afuera)
Länge 10,4 km
Breite 7,1 km
Fläche 49,52 km²
Höchste Erhebung Cerro de Los Inocentes
1650 m
Einwohner 50
1 Einw./km²
Küste der Insel
Küste der Insel

Alejandro Selkirk (deutsch Alexander-Selkirk-Insel, spanisch Isla Alejandro Selkirk, früher Isla Más Afuera („weiter weg“)), ist die westlichste und größte der im Pazifischen Ozean gelegenen Juan-Fernández-Inseln. Die Gruppe zählt politisch zum südamerikanischen Staat Chile.

Historische Karte der Insel
Alejandro-Selkirk-Insel

Die nicht ständig bewohnte Insel ist 10,4 Kilometer lang, sieben Kilometer breit und hat eine Fläche von etwa 49,5 km²[1]. An der Ostküste sind auf dem Satellitenbild noch deutlich die rund 20 Gebäude der ehemaligen Sträflingskolonie zu erkennen. Die Siedlung war von 1909 bis 1930 in Betrieb. Anfangs waren dort 190 Sträflinge untergebracht. Von 1927 bis 1930 waren 160 politische Gefangene auf der Insel.[2] Heute leben auf der Insel nur noch während der Fangsaison etwa 50 Fischer.[3]

Der gesamte Archipel weist sehr wenig Erosion auf, die jüngsten Gesteine datieren vor nur ein bis zwei Millionen Jahren. Der höchste Punkt der Insel ist mit 1650 Meter der Cerro de Los Inocentes. Die ovalförmige, Insel ist von Felsrücken, die zum Meer mit einem Kliff abbrechen und von tiefen Einschnitten gekennzeichnet; die Küstenkliffs sind bis zu 1000 Meter hoch.

Der heutige Name der Insel geht auf den schottischen Seemann Alexander Selkirk zurück, der 1704 auf der etwa 160 Kilometer östlich der Isla Alejandro Selkirk gelegenen, heute Robinsón Crusoe genannten, Insel ausgesetzt wurde. Sein Schicksal diente dem Schriftsteller Daniel Defoe als Vorlage für seinen weltberühmten Roman „Robinson Crusoe“.

Die Insel ist Heimat des endemischen Insel-Stachelschwanzschlüpfer (Aphrastura masafuerae), einer in seinem Bestand extrem gefährdeten Art der Töpfervögel.[4] Die Unterart Buteo polyosoma exsul des Rotrückenbussards brütet nur auf dieser Insel.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alejandro Selkirk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Archipiélago Juan Fernández. Sitio prioritario para la conservación de la bioversidad global. Sistematizacion del estado actual del conocimiento. Santiago 2009 (spanisch, wordpress.com [PDF; abgerufen am 8. Januar 2017]).
  2. Maura Brescia de Val: Selkirk Robinson: El mito: a tres siglos del desembarco del solitario en Isla Robinson Crusoe (1704–2004). Mare Nostrum, 2004, ISBN 956-8089-04-7 (spanisch).
  3. Martin Kaluza: Heute ein Robinson Crusoe. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Februar 2012, abgerufen am 14. Januar 2017.
  4. Gonzalez J. (2014). Phylogenetic position of the most endangered Chilean bird: the Masafuera Rayadito (Aphrastura masafuerae; Furnariidae). Tropical Conservation Science. 7:677-689.
  5. Robin und Anne Woods: Atlas of Breeding Birds of the Falkland Islands, Anthony Nelson, Shorpshire 1997, ISBN 0-904614-60-3, S. 103