Aleksandrs Grīns

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Aleksandrs Grīns, geboren als Jēkabs Grīns, (* 15. August 1895 Birži bei Jēkabpils; † 25. Dezember 1941 Astrachan) war ein lettischer Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grīns beteiligte sich 1918/20 in der Brigade von Jānis Balodis am lettischen Unabhängigkeitskampf gegen die Bolschewiki und deren Versuche, eine Räterepublik in Lettland zu errichten. Nach dem Krieg nahm er sein Medizinstudium an der Universität Tartu wieder auf und veröffentlichte journalistische Arbeiten und Romane, die u. a. die mittelalterlichen lettischen Traditionen in Erinnerung bringen sollten.

Während der sowjetischen Okkupation Lettlands wurde Grīns am 14. Juni 1941 als Angehöriger der Lettischen Armee verhaftet, in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni aus der LSSR deportiert, im Oktober zum Tode verurteilt und im Dezember in Astrachan exekutiert.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem populären und preisgekrönten Werk Der Ring von Nameise (1931) knüpfte Grīns an die mythischen Kämpfe des Führers der Semgallen, Nameise oder Nameitis, gegen den Deutschen Orden an. Einer der Nachfahren Nameises führt in dem Buch den Kampf gegen die Fremdherrschaft unter dem litauischen Großfürstentum im 17. Jahrhundert. In seinem Schulbuch zur Geschichte Lettlands postulierte Grīns die Existenz eines einheitlichen „Altlettland“ schon für das 12. und 13. Jahrhundert. Wie auch bei anderen Autoren der Epoche diente die Semgallen-Verehrung der Unterstützung des autoritären Regimes von Kārlis Ulmanis.

Werkverzeichnis
  • Veļi (1919)
  • Iz leitnanta Vanaga dienasgrāmatas (1920)
  • Krustneša gaitas (1921)
  • Pieviltā vīra atriebšanas" un citas noveles (1922)
  • Vadonis skuķkopībā. I daļa … (unter dem Pseudonym Homo Grisinbergensis, 1925)
  • Septiņi un viens (1926)
  • Likteņa varā (1928)
  • Nameja gredzens (1928–1931) (Der Ring von Nameise, 1931)
  • Dvēseļu putenis (zwei Bände, 1933–1934)
  • Debesu ugunis (unvollendet, 1934)
  • Tobago (1934)
  • Latvijas vēsture papildskolām, pamatskolām un pašmācībai (Geschichte Lettlands für Ergänzungsschulen, Grundschulen und das Selbststudium, 1935)
  • Pelēkais jātnieks (1937)
  • Meža bērni (1938)
  • Saderinātie (Trilogie):
    • I daļa Pelēkais jātnieks (1938)
    • II daļa Sarkanais jātnieks (1938)
    • III daļa Melnais jātnieks (1940)
  • Trīs vanagi (1938)
  • Zemes atjaunotāji (in zwei Bänden):
    • I daļa Meža bērni (1939)
    • II daļa Atdzimusī cilts (1939)
  • Pārnākšana (1941)

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kaspars Klavins (Kļaviņš): Die Idee des Mittelalters als Beispiel des wechselnden Wertesystems in Lettland während des 20. Jahrhunderts. In: Baltica. Die Vierteljahresschrift für Baltische Kultur. Hamburg 2001, Heft 1, S. 17–26.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ZDB-ID 22314-1