Alessandro Peretti

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Giuliano Finelli: Portraitbüste Kardinal Montalto, Bode-Museum, Berlin.

Alessandro Damasceni Peretti, genannt Kardinal Montalto (* 1571 in Montalto delle Marche; † 2. Juni 1623 in Rom) war ein italienischer Kardinal der Römischen Kirche.

Leben und kirchliche Laufbahn[Bearbeiten]

Peretti war der Sohn von Fabio Damasceni und dessen Ehefrau Maria Mignucci Peretti; mütterlicherseits war er der Großneffe von Papst Sixtus V.

Sein Großonkel Felice Peretti wurde am 24. April 1585 zum Papst gewählt und als Sixtus V. ernannte er mit Wirkung vom 13. Mai desselben Jahres seinen vierzehnjährigen Großneffen Alessandro zum Kardinaldiakon und verlieh ihm am 14. Juni 1585 die Titeldiakonie San Girolamo dei Croati. Peretti wurde am 30. März 1620 Kardinalpriester mit der Titelkirche San Lorenzo in Damaso, die er bereits seit 1589 als Titeldiakonie innehatte.

Am 6. April 1620 wurde Alessandro Peretti zum Kardinalbischof von Albano ernannt und empfing am 19. Juli 1620 durch Papst Paul V. die Bischofsweihe, Mitkonsekrator war Benedetto Giustiniani, Kardinalbischof von Sabina.

Damasceni Peretti (der Name Damasceni wird auch als Nachname verstanden) nahm an den Konklaven von 1590, 1591, 1592, März 1605, Mai 1605 sowie am Konklave 1621 teil.

Im Alter von ungefähr 52 Jahren starb Alessandro Peretti am 2. Juni 1623 in Rom. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Kapelle Santo Presepio.

Alessandro Peretti war der Onkel von Kardinal Francesco Peretti di Montalto.

Wirken und Ehrungen[Bearbeiten]

Nach den Kardinälen Raffaele Riario und Giovanni Francesco Gambara war Alessandro Peretti der dritte große Bauherr der Villa Lante in Bagnaia.

Der Bildhauer Gian Lorenzo Bernini schuf eine bemerkenswerte Büste von Kardinal Montalto.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]