Aletshausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aletshausen
Aletshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aletshausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 12′ N, 10° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Krumbach (Schwaben)
Höhe: 527 m ü. NHN
Fläche: 17,66 km2
Einwohner: 1127 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86480
Vorwahl: 08282
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 111
Adresse der Verbandsverwaltung: Rittlen 6
86381 Krumbach (Schwaben)
Webpräsenz: www.aletshausen.de
Bürgermeister: Georg Duscher (CSU / Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Aletshausen im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild
Aletshausen – Blick von der Straße zwischen Aletshausen und Wasserberg

Aletshausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde liegen folgende Orte: Aletshausen, Gaismarkt, Haupeltshofen, Wasserberg und Winzer; Das Gemeindegebiet ist in drei Gemarkungen gegliedert: Aletshausen, Haupeltshofen und Winzer.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aletshausen und Haupeltshofen liegen im Tal der Kammel, die Streusiedlung Wasserberg im Tal des Adelgerngrabens, der in Aletshausen in die Kammel mündet. Gaismarkt liegt auf dem Riedel zwischen den Tälern von Kammel und Haselbach, Winzer oberhalb des Talrandes des Mindeltals auf dem Riedel zwischen Haselbach und Mindel. Die Gemeinde Aletshausen liegt in der Region Donau-Iller im Regierungsbezirk Schwaben.

Siedlungsform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Straßengrundriss des alten Ortskerns von Aletshausen ist leiterförmig angelegt. Dass dieses System heute noch so ausgeprägt erhalten ist, ist außergewöhnlich.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Westen die Gemeinde Waltenhausen und Norden die Stadt Krumbach (Schwaben).[3] Im Nordosten grenzt die Gemeinde an das gemeindefreie Gebiet Winzerwald und die Gemeinde Ursberg. Im Süden, im Bereich von Haupeltshofen, grenzt die im Landkreis Unterallgäu liegende Gemeinde Breitenbrunn an das Gemeindegebiet, im Süden und Osten die ebenfalls zum Nachbarlandkreis gehörende Marktgemeinde Kirchheim in Schwaben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aletshausen wurde im Jahr 1316 erstmals in dem Zusammenhang erwähnt, dass einige Güter in dem Dorf zum Besitz des Hochstiftes Augsburg gehörten.[2] Die anderen Güter waren Teil der Freybergschen Herrschaft Hohen- und Niederraunau. Später, bis zum frühen 19. Jahrhundert, gehörte der gesamte Ort zum Herrschaftsbereich der Herren von Freyberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Haupeltshofen und Winzer (mit Gaismarkt) anlässlich der Gemeindegebietsreform eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1186 Einwohner[4]
  • 1970: 1146 Einwohner[4]
  • 1987: 1036 Einwohner
  • 1991: 1092 Einwohner
  • 1995: 1128 Einwohner
  • 2000: 1144 Einwohner
  • 2005: 1150 Einwohner
  • 2010: 1085 Einwohner
  • 2015: 1127 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gemeinderatswahl 2008 entfielen alle zwölf Sitze auf den einzigen Wahlvorschlag, die Liste CSU/Freie Wähler.

Bürgermeister ist seit 2008 Georg Duscher (CSU/Freie Wähler).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Petrusschlüssel im linken oberen Feld deutet auf die ehemaligen Besitzungen des Augsburger Kollegialstiftes St. Peter hin. Darunter sind die drei Kugeln aus dem Wappen der Freiherrn von Freyberg. Die Traube im rechten Feld stehen für den Ort Winzer. Die Farbe der Traube (silber) weist auf den ehemaligen Besitz des Hochstiftes Augsburg hin. Der goldene Pfahl in der Mitte des Wappens bezieht sich auf das zur Markgrafschaft Burgau gehörende Haupeltshofen und dessen ehemaliger Grenzlage an der Grenze zwischen der Markgrafschaft und der Herrschaft Mindelheim.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche Hl. Kreuz, die am südwestlichen Ortsrand direkt an der Kammel liegt, wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und im Jahr 1762 – wahrscheinlich von Johann Martin Kraemer – im Stil des Barock umgebaut[2]. Die Fresken in der Kirche stammen von dem Weißenhorner Freskant Franz Martin Kuen. Die Seitenaltäre, die Kanzel und der Taufstein wurden im Jahr 1910 aus dem niederbayerischen Geiersthal im Landkreis Regen gekauft, der Altar wurde im selben Jahr von Georg Saumweber geschaffen. Durch zwei Anbauten des Langhauses (1762 und 1910/11) sind die Raumproportionen der Kirche ungewöhnlich. Der zylindrische Turmabschluss ist ebenfalls eher ungewöhnlich. Der Umbau im 18. Jahrhundert erfolgte auch, weil die Kirche im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt wurde. Eine erste Kapelle wird schon im Jahr 1067 erwähnt, ein Vorgängerbau der heutigen Kirche im Jahr 1316.

Lourdeskapelle Aletshausen

Östlich des Ortes befindet sich die Lourdesgrotte, die im frühen 20. Jahrhundert erbaut wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2014 gab es am Arbeitsort 152 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. In der Gemeinde wohnten 467 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Auspendler überwogen damit die Einpendler um 315 Personen. Im Jahre 2010 gab es 32 landwirtschaftliche Betriebe. Von der Gemeindefläche waren 964 ha landwirtschaftlich genutzt, davon 580 ha Dauergrünland und 384 ha Ackerland.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt entlang des Kammeltals die Bundesstraße 16 (Krumbach–Mindelheim) und parallel dazu die Mittelschwabenbahn. Haltepunkte der Bahnlinie im Gemeindegebiet befinden sich in Aletshausen und Haupeltshofen. Auf dem Gebiet der Gemeinde zweigen von der B 16 die Kreisstraßen GZ 13 und GZ 30 ab, von denen letztere durch die Ortsteile Gaismarkt und Winzer führt.

Seit Juli 2009 sind die Orte der Gemeinde an den Stadtbusverkehr von Krumbach (Flexibus Krumbach) angeschlossen, der mit Kleinbussen nach dem Prinzip des Bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes durchgeführt wird.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2015):

  • Kindertageseinrichtung: 65 Besucherplätze mit 56 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aletshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c B. von Hagen, A. Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern – Landkreis Günzburg – Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler. – Hrsg.: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-589-6, 600 S. (S. 10–12)
  3. BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  5. Seite über das Wappen der Gemeinde Aletshausen auf der Internetseite der Gemeinde