Alex Ligertwood
Alexander J. Ligertwood (* 18. Dezember 1946 in Glasgow, Schottland; † 30. April 2026 in Santa Monica, Kalifornien) war ein britischer Rockmusiker. Sein musikalisches Interesse galt Motown, dem Rhythm & Blues und dem Soul. Seine Vorbilder waren Ray Charles, Sam Cooke, Otis Redding, Curtis Mayfield und Marvin Gaye. Ligertwoods Markenzeichen war die kräftige, soulige Stimme. Zusätzlich spielte er auch Gitarre und Perkussion.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ligertwoods Karriere begann in den Sechzigerjahren in Schottland. Dort entdeckte ihn Jeff Beck und holte ihn in den frühen Siebzigerjahren nach einer Empfehlung von Maggie Bell in seine Band. Danach sang er bei Brian Auger’s Oblivion Express (1970–1972 und 1974–1977), bei der französischen Jazzband Troc (1972/73) sowie der Average White Band.
In den späten Siebzigern kam er als Sänger und Gitarrist zu Narada Michael Walden, einem Freund von Carlos Santana, und zu David Sancious & Tone Band, bevor er 1979 bei Santana landete.[1]
Santana gehörte er mit kurzen Unterbrechungen von 1979 bis 1994 an.[2] Er wirkte unter anderem auf den Alben Marathon, Zebop!, Shangó und Sacred Fire sowie bei diversen Solo-Projekten von Carlos Santana mit.
Mit einigen Santana-Kollegen war Ligertwood 1985 am Projekt R.O.A.R. beteiligt, das mit We Gotta Do It sogar einen Hit hatte.
Neben und nach seiner Santana-Zeit spielte er mit Spyro Gyra (1993), Ben E. King, Carly Simon, der David Garfield Band und anderen Formationen.
Ligertwood schrieb zusammen mit Keyboarder Richard Baker auch eigene Songs, wie One & Only Love, a’kwa’gala (I Love you) und All the Way, die er mit Musikproduzent Keith Olsen einspielte. Eines dieser Solo-Projekte wurde 1995 als CD namens Metro veröffentlicht.
In späteren Jahren lebte er in Santa Monica, Kalifornien, verbrachte auch viel Zeit in Frankreich. 2010 fand er wieder zu Troc, ging 2011 in Europa auf Tournee und wirkte am Album Troc 2011 mit. 2013 war er mit Brian Auger’s Oblivion Express unterwegs und spielte in Los Angeles ein Livealbum ein.
In Deutschland trat Ligertwood seit 2011 mit der Tribute-Band The Magic of Santana auf.[3] Im Jahr 2016 war diese gemeinsam mit Ex-Santana-Sänger Tony Lindsay auf Spanien-Tournee, von der ein Livealbum veröffentlicht wurde.[4]
Ligertwood starb am 30. April 2026 in Santa Monica.[5]
Diskographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit Troc
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Troc (LP, 1972)
- TROC 2011 (2011)
Mit Brian Auger’s Oblivion Express
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Second Wind (1972)
- Live Oblivion (Vol. 1 & 2) (1975)
- Reinforcements (1975)
- Live Los Angeles (2015)
Mit David Sancious and Tone
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- True Stories (1978)
Mit Santana
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Marathon (1979)
- Zebop! (1981)
- Shangó (1982)
- Beyond Appearances (1985)
- Viva Santana! (Compilation, 1988)
- Spirits Dancing in the Flesh (1990)
- Milagro (1992)
- Sacred Fire (1993)
- Dance of the Rainbow Serpent (Compilation, 1995)
Mit Carlos Santana
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Swing of Delight (1979)
- Havana Moon (1983)
- Blues for Salvador (1987)
Mit Brunky Music
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit R.O.A.R.
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- R.O.A.R. (LP, 1985)
Mit der Average White Band
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Aftershock (1989)
Mit Spyro Gyra
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dreams Beyond Control (1993)
Mit The Magic of Santana und Tony Lindsay
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Live In Spain 2016 (2017)
Solo-Projekte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Metro (1995)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- R.O.A.R., abgerufen am 18. Februar 2012
- Gastauftritt bei Spyro Gyra, abgerufen am 16. Mai 2011
- Troc, abgerufen am 17. Mai 2011
- Average White Band, abgerufen am 24. Mai 2011
- Brian Auger, abgerufen am 24. Mai 2011
- Interview im Mai 2011, abgerufen am 25. März 2012
- Brunky Music, abgerufen am 27. Mai 2026
- The Magic of Santana, abgerufen am 25. März 2012
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hagen Rudolph: Santana-Musiker im Gespräch, epubli, Berlin 2014, ISBN 978-3-7375-1899-4, S. 11–24
- ↑ Hagen Rudolph: Sechs Jahrzehnte SANTANA, epubli, Bardowick 2022, ISBN 978-3-7565-0110-6
- ↑ Hagen Rudolph: The Magic of Santana meets Alex Ligertwood – in: Musiker Magazin 3/2011, S. 18–20.
- ↑ Abraxas: The Magic of Santana featuring Alex Ligertwood & Tony Lindsay – Live In Spain 2016 (CD 2017). In: Caravanserai. April 2017, abgerufen am 4. Mai 2026.
- ↑ Nachruf. In: Herald Scotland. 3. Mai 2026, abgerufen am 3. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Live it up / You let me Fly (Vinyl, Maxi CD & digital). Abgerufen am 28. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Ticket to Japan (CD Album & digital, Japan Release). Abgerufen am 28. Mai 2026 (japanisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ligertwood, Alex |
| ALTERNATIVNAMEN | Ligertwood, Alexander J. |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Rockmusiker |
| GEBURTSDATUM | 18. Dezember 1946 |
| GEBURTSORT | Glasgow, Schottland |
| STERBEDATUM | 30. April 2026 |
| STERBEORT | Santa Monica, Kalifornien |