Alex Skolnick

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Alex Skolnick (2011)

Alex Skolnick (* 29. September 1968 in Berkeley, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Metal- und Jazz-Gitarrist. Er ist hauptsächlich als Leadgitarrist der Thrash-Metal-Band Testament bekannt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skolnick, der an der Bucht von San Francisco aufwuchs und mit neun Jahren mit dem Gitarrenspiel begann, wurde mit 14 Jahren für etwa zwei Jahre Schüler des Gitarristen Joe Satriani, der zu der Zeit in San Francisco lebte.[1] Mit 16 Jahren wurde er Mitglied einer Band namens Legacy, aus der sich die Band Testament entwickelte. Skolnick verließ die Band 1992, wirkte aber später bei einer Neuaufnahme alter Testament-Klassiker für das Album First Strike Still Deadly und bei Reunion-Konzerten, wie z. B. dem Thrash-of-the-Titans-Konzert 2001, mit.

Nachdem Skolnick Testament verlassen hatte, spielte er für die amerikanische Heavy-Metal-Band Savatage, als Ersatz für den tragisch verunglückten Gitarristen Criss Oliva, deren Studioalbum Handful of Rain ein, und war auch auf der folgenden Tournee vertreten. Auf dieser entstand auch das Livealbum und -video Japan Live ’94. Außerdem machte Skolnick Aufnahmen mit der Stu Hamm Band und trat später mit dem Trans-Siberian Orchestra auf, was sich durch sein vorheriges Savatage-Engagement ergeben hatte.[2]

In den 1990er Jahren verfolgte Skolnick verschiedene Projekte wie Exhibit-A und Skol-Patrol und nahm Alben mit Attention Deficit auf. Kurz danach ging er zurück nach New York City und beschäftigte sich ausschließlich mit Jazzmusik. Dort gründete er das Alex Skolnick Trio, das dafür bekannt ist, Stücke aus dem Hard-Rock- und Heavy-Metal-Bereich als Bebop-Versionen zu spielen.[3]

Im Frühjahr 2005 ging Skolnick mit dem Rest der klassischen Testament-Formation auf eine Reunion-Tournee durch Europa und die USA. Diese Tour wurde auf der Live-CD/DVD Live in London dokumentiert.[4]

Seit 2008 ist Skolnick wieder festes Bandmitglied bei Testament. Mit ihm wurden bis 2020 die Alben The Formation of Damnation, Dark Roots of Earth, Brotherhood of the Snake und Titans of Creation veröffentlicht.

Stil und Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skolnicks Solospiel ist von starker Melodieführung geprägt. Das hob Testament sehr von den anderen Thrash-Metal-Bands der San Francisco Bay Area ab, weil die Melodik im starken Kontrast zu den meist chromatischen und schnellen Riffs steht. Er verwendet gerne Arpeggien.[5]

Skolnick spielt E-Gitarren und Hollow-Bodied-Modelle der Firma Heritage. In den ersten Jahren mit seiner Band Testament war er „Endorser“ der Firma Ibanez. Seit 2014 gibt es von ESP eine zusammen mit Skolnick entwickelt Signature-Gitarre mit Solidbody.[6] Der Verstärkerhersteller Budda Amplification entwarf für ihn den Signature Amp „AS Preceptor“.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 Testament – The Legacy
  • 1987 Testament – Live at Eindhoven
  • 1988 Testament – The New Order
  • 1989 Testament – Practice What You Preach
  • 1990 Testament – Souls of Black
  • 1991 Sampler – Guitars That Rule the World
  • 1992 Testament – The Ritual
  • 1994 Michael ManringThonk
  • 1994 Savatage – Handful of Rain
  • 1994 Sampler – Guitar’s Practicing Musicians Vol. 3
  • 1995 Savatage – Japan Live ’94
  • 1997 Skol Patrol – Skol Patrol
  • 1998 Attention Deficit – Attention Deficit
  • 2001 Attention Deficit – The Idiot King
  • 2001 Testament – First Strike Still Deadly
  • 2003 Alex Skolnick Trio – Transformation
  • 2003 Debbie Friedman – Light These Lights
  • 2004 Alex Skolnick Trio – Goodbye to Romance
  • 2004 Trans-Siberian Orchestra – The Lost Christmas Eve
  • 2004 Sampler – Metallic Attack – A Tribute to Metallica
  • 2005 Sampler – Numbers From the Beast – Tribute to Iron Maiden
  • 2005 Ofri Eliaz – Yo Salio De La Mar
  • 2005 Sampler – Subdivisions – A Tribute to Rush
  • 2005 Dave Morrish – I Forget Beautiful You Are
  • 2005 Dina Fanai – Vision
  • 2005 Testament – Live in London
  • 2006 OST – Jekyll & Hyde Resurrection
  • 2006 Sampler – Flying High Again – Tribute to Ozzy Osbourne
  • 2006 Jeri Seger – Swing It Like Sammy
  • 2007 Alex Skolnick Trio – Last Day in Paradise
  • 2008 Testament – The Formation of Damnation
  • 2011 Alex Skolnick Trio – Veritas
  • 2012 Testament – Dark Roots of Earth
  • 2015 Metal Allegiance – Metal Allegiance
  • 2016 Testament – Brotherhood of the Snake
  • 2018 Metal Allegiance – Volume II Power Drunk Majesty
  • 2018 Alex Skolnick Trio – Conundrum (Palmetto/MRI)
  • 2020 Testament – Titans of Creation
  • 2021 Percy Jones, Alex Skolnick, Kenny Grohowski, Tim Motzer: Pakt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Alex Skolnick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview (2011)
  2. TESTAMENT's ALEX SKOLNICK: Why I Had To Step Away From TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA. Blabbermouth.net, 27. Dezember 2018, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  3. Nebenbei studierte er an der New School University Jazz bei Richie Beirach, George Garzone, Hal Galper und Cecil McBee.
  4. TESTAMENT To Embark On 'Reunion' Tour. Blabbermouth.net, 17. Februar 2005, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  5. ALEX SKOLNICK – Sweep Picking Fundamentals. Gear Gods, 17. Oktober 2016, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  6. ESP Unveils 2014 Models—Including James Hetfield and Alex Skolnick Signature Axes. Abgerufen am 29. August 2016.
  7. Alex Skolnick on his Signature Budda amp. Budda Amplification, abgerufen am 11. Oktober 2021.