Alex Van Halen

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Alex Van Halen 2012

Alexander „Alex“ Arthur Van Halen (* 8. Mai 1953 in Amsterdam) ist ein US-amerikanischer Schlagzeuger, Perkussionist und Gründungsmitglied von Van Halen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit seinem Bruder Edward wuchs Alex Van Halen im Hause der Eltern Jan und Eugenia Van Halen in Nijmegen auf und kam schon früh mit dem Jazz in Berührung, da der Vater Jazzmusiker war. Die Brüder studierten Piano und klassische Komposition. Im Jahre 1962 wandern die Eltern mit den Söhnen in die USA nach Pasadena aus. Alex Van Halen lernte dort zunächst Gitarre. Schon bald verlor er an diesem Instrument das Interesse. Dafür hatte er viel Spaß daran, auf dem Drumset seines jüngeren Bruders Edward zu spielen und letztendlich tauschten die Brüder die Instrumente.

1971 schloss Alex Van Halen die High School in Pasadena ab und besuchte in der Folge das Pasadena City College, wo er unter anderem Kurse in Musiktheorie und Arrangement besuchte.[1]

Seit 2000 ist er in dritter Ehe mit Stine Schyberg verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Van Halen gründete 1974 zusammen mit seinem Gitarre spielenden Bruder die Band Van Halen, in der er bis heute spielt. Innerhalb dieser Formation ein von der Musikkritik beachteter Schlagzeuger, betätigte sich Van Halen auch professionell als Pianist: das Instrumentalstück Respect the Wind auf dem Soundtrack des Films Twister (1996) war Alex Van Halens erste Veröffentlichung außerhalb eines Van-Halen-Albums.

Bedeutung als Drummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alex Van Halen gilt als Drummer, der mit einer großen Lockerheit beeindruckt und viele jüngere Schlagzeuger geprägt hat. Als besonders einflussreiche Stücke von ihm gelten Ain’t Talkin’ ’Bout Love, Ice Cream Man, House Of Pain, Hot For Teacher und natürlich Jump.[3] Der Rolling Stone listete ihn 2016 auf Rang 51 der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.[4]

Alex Van Halen hat seine Bekanntheit nicht bewusst forciert, keine Soloprojekte unternommen und Angebote anderer Bands abgelehnt.[5]

Filmauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Film Robocop hatte Alex Van Halen 1987 einen kleinen Auftritt in einer Nebenrolle. Daneben hatte er in der Fernsehserie Howard Stern Auftritte in drei Episoden. Er spielte dabei keine Rolle, sondern trat als er selbst vor die Kamera. Darüber hinaus ist er in mehreren Videodokumentationen über die Band Van Halen zu sehen, spricht eine Rolle in dem Computerspiel Guitar Hero: Van Halen und ist in dem TV-Special der MTV Video Music Awards 1992 zu sehen.[6]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alex Van Halen ist dafür bekannt, dass er auf der Bühne Unsinn macht, so zündete er beispielsweise einmal seine Drumsticks an. Dies mag auch mit seinem überlieferten großen Alkoholkonsum zu tun haben, dem er mit einem kalten Entzug 1987 ein Ende setzte.[7]

Die Ex-Frau von Alex, Kelly Van Halen nutzte ihren Ehenamen als Markennamen für ihr Designbusiness. In einem Rechtsstreit dagegen, den Alex Van Halen gemeinsam mit seinen Brüdern führte, erreichte die Band einen Vergleich: Kelly Van Halen verpflichtete sich, den Namen nicht für Produkte aus dem Bereich Musik zu verwenden.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alex van Halen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alex Van Halen. Drummerworld; abgerufen am 4. Februar 2015.
  2. Alex Van Halen. Biography. IMdB; abgerufen am 4. Februar 2015.
  3. Brad Schlueter: Alex Van Halen’s Hot Licks. drummagazine, Januar 2013; abgerufen am 4. Februar 2015.
  4. 100 Greatest Drummers of All Time. Rolling Stone, 31. März 2016; abgerufen am 6. August 2017 (englisch).
  5. Greg Rule: Alex Van Halen: Bashing, Crashing And Smashing. drummagazine, 1992; abgerufen am 4. Februar 2015.
  6. Alex Van Halen. IMdB; abgerufen am 4. Februar 2015.
  7. Stella Wiley: 10 Things You Probably Didn’t Know About Alex Van Halen. ultimateclassicrock; abgerufen am 4. Februar 2015.
  8. Van Halen settle dispute with drummer's ex-wife over use of name. The Guardian, 12. Januar 2015; abgerufen am 4. Februar 2015.