Alexa Hennig von Lange

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Alexa Hennig von Lange (2003)

Alexa Hennig von Lange (* 22. März 1973 in Hannover) ist eine deutsche Schriftstellerin und Moderatorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexa Hennig von Lange ist die Tochter eines Architektenehepaars. Sie wuchs in der Region Hannover auf und besuchte das Georg-Büchner-Gymnasium in Letter. Sie gewann bereits mit 13 Jahren mit ihrer Kurzgeschichte „Esabeth“ den NDR-Wettbewerb „Kinder schreiben für Kinder“.

1994 begann sie ihre Karriere als Schnittassistentin bei der Premiere-Produktion Das wahre Leben. Nebenbei modelte sie für Benetton. Ab 1995 moderierte sie die Kindersendung Bim Bam Bino bei Kabel 1. Im Jahr 1997 begann sie, als Autorin bei der Unterhaltungsserie Gute Zeiten, schlechte Zeiten zu arbeiten. Doch bereits nach neun Monaten beendete sie die Arbeit dort, weil sie begann, auch privat im „GZSZ-Jargon“ zu formulieren. Im selben Jahr erschien Relax. Ihr Romandebüt, in dem es um das Erwachsenwerden, Sexualität und Drogenkonsum geht, machte sie auf Anhieb zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation.

Sie verfasste mehrere Theaterstücke, unter anderem für die Volksbühne Berlin und das Schauspielhaus Hannover (eine Spielstätte des Niedersächsischen Staatstheaters). 1998 wurde in Berlin ihr mit Stefan Pucher verfasstes Stück Flashback uraufgeführt.

1999 erschien ihr Roman Ich bin’s. 2000 wurde Mai 3D. Ein Tagebuchroman zusammen mit Daniel Haaksmann und Till Müller-Klug veröffentlicht. 2001 folgte Ich habe einfach Glück, 2002 Lelle. Im selben Jahr erhielt Hennig von Lange den „Deutschen Jugendliteraturpreis“ für Ich habe einfach Glück.

Ende 2003 erschien Woher ich komme. Mit diesem Roman findet Hennig von Lange wieder zurück zu ihren schriftstellerischen Wurzeln. 2005 erschien Warum so traurig?, wieder aus der Perspektive der inzwischen zur Elisabeth gereiften Lelle-Figur, 2006 folgte Mira schwer verliebt. Im Jahre 2007 erschien der Roman Risiko, mit dem die Schriftstellerin erstmals einen Sinn für thrillerhafte Spannung zeigt.

Im September 2008 startete Alexa Hennig von Langes neue Jugendbuchreihe in dem zur „Random-House“-Verlagsgruppe gehörigen Verlag cbj; den Anfang machte Leute, ich fühle mich leicht. Lelle, tragende Figur in Hennig von Langes Werken, ist zurück und erzählt neue Geschichten aus ihrem Leben. Die weiteren Bände sollen halbjährlich veröffentlicht werden. Im März 2009 erschien mit dem Band 44 Augenblicke: Aufzeichnungen einer entschiedenen Mutter von Kirsty Gunn erstmals eine Übersetzung Alexa Hennig von Langes ins Deutsche. Zu Gunns autobiografischer Textcollage, die Auskunft gibt über ihre Entscheidung, sich ein Jahr lang statt ihrer Schriftstellerinnenkarriere nur ihren Töchtern zu widmen, schrieb Hennig von Lange auch das Nachwort der deutschen Ausgabe.

Jeden Montag ab 21 Uhr moderiert Hennig von Lange ihre eigene Kultursendung beim Berliner Radiosender QUU.FM.

Alexa Hennig von Lange hat fünf Kinder von drei Männern[1] und lebt mit ihrem derzeitigen Mann, dem Reporter Marcus Jauer[2] seit 2015 auf einem Bauernhof in Brandenburg, davor über 20 Jahre in Berlin.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Signiertes Buch

Als Herausgeberin

  • I love U – 2009

Als Übersetzerin

  • 44 Augenblicke von Kirsty Gunn – 2009
  • Ein knochenharter Job oder Wie ich half Gott zu retten von Barry Jonsberg – 2010

Mitarbeit bei:

  • Mai 3D
  • West-östliche Diven
  • Grosse Gefühle, kleine Katastrophen
  • Liebe bis aufs Blut
  • Hochzeitstanz
  • Die Akte Ex
  • Ich bin aber noch gar nicht müde
  • Sprung ins kalte Wasser
  • Mein Song

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sandra Mehrfort: „Ich-Konstruktionen in der Popliteratur – Christian Krachts Faserland (1995), Alexa Hennig von Langes Relax (1997) und Benjamin von Stuckrad-Barres Soloalbum (1998)“ – In: Individualität als Herausforderung – Identitätskonstruktionen in der Moderne (1770-2006), hrsg. von Jutta Schlich und Sandra Mehrfort. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2006, S. 181–205 (zu A.H.v.L. s. bes. S. 194–98)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexa Hennig von Lange im Interview. In: GALA. 20. August 2016 (gala.de [abgerufen am 18. Juni 2017]).
  2. Berliner Zeitung, abgerufen am 10. September 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexa Hennig von Lange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien