Alexander Alexandrowitsch Kokorin

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Alexander Kokorin
Zenit-Slavia Pr (5).jpg
Alexander Kokorin (2018)
Personalia
Name Alexander Alexandrowitsch Kokorin
Geburtstag 19. März 1991
Geburtsort Waluiki, RSFSRSowjetunion
Größe 181 cm
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
2002–2008 Lokomotive Moskau
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2008–2013 Dynamo Moskau 114 (19)
2013 Anschi Machatschkala 0 0(0)
2013–2015 Dynamo Moskau
2016–2018 Zenit St. Petersburg 58 (17)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2009–2019 Russland U21 17 0(8)
2011–2019 Russland 48 (12)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 6. September 2019

2 Stand: 6. September 2019

Alexander Alexandrowitsch Kokorin (russisch Александр Александрович Кокорин, wiss. Transliteration Aleksandr Aleksandrovič Kokorin; * 19. März 1991 in Waluiki, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein russischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers und Flügelspielers.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach fünf Jahren beim russischen Erstligisten Dynamo Moskau, bei dem er zum Stammspieler avancierte, wechselte er 2013 zum dagestanischen Verein Anschi Machatschkala. Nachdem der Verein Sparmaßnahmen ankündigte, kehrte Kokorin bereits Mitte August noch in derselben Transferperiode, ohne ein Pflichtspiel für Anschi bestritten zu haben, nach Moskau zurück. Ihm folgten außerdem Igor Denissow und Juri Schirkow.

Im Sommer 2016 wechselte Kokorin zu Zenit St. Petersburg. Für den Verein aus der Zarenstadt bestritt er in der Folge 62 Ligaspiele, in denen er 17 Tore schoss. Im Oktober 2018 kündigte Zenit St. Petersburg an, Disziplinarmaßnahmen gegen Kokorin zu ergreifen. Zuvor tauchten Videoaufnahmen auf, die zeigten, wie er zusammen mit Pawel Mamajew von FK Krasnodar in einem Cafe einen Abteilungsleiter eines russischen Ministeriums mit einem Stuhl auf den Kopf schlugen und ihm ins Gesicht schlugen. Ein Strafverfahren gegen beide Spieler wurde eingeleitet.[1] Beide wurden in Untersuchungshaft genommen und Kokorin im Mai 2019 zu eineinhalb Jahren Straflager verurteilt.[2] Kokorins Vertrag in St. Petersburg endete am 30. Juni 2019, die Sperre des russischen Fußballverbandes dauert offiziell noch bis 16. September 2019. Anfang September 2019 entschied ein Regionalgericht bei Belgorod, dass Kokorin und die weiteren verurteilten noch im September 2019 entlassen werden. Das Urteil ist aktuell jedoch nicht rechtskräftig.[3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 gab er sein A-Länderspieldebüt für Russland; 2012 wurde er von Teamchef Dick Advocaat in den 23-Mann-Kader Russlands bei EM 2012 in Polen und der Ukraine geholt. Am 22. September 2012 erzielte Kokorin sein erstes Länderspieltor im WM-Qualifikationsspiel gegen Israel.

Am 6. September 2013 schoss Kokorin im WM-Qualifikationsspiel gegen Luxemburg das schnellste Tor in der Geschichte der russischen Nationalmannschaft. Der Treffer zum 1:0 fiel 21 Sekunden nach Anpfiff. Im Mai 2014 wurde Kokorin von Cheftrainer Fabio Capello in den Stammkader der russischen Nationalmannschaft für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aufgenommen. Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er in das russische Aufgebot aufgenommen. In allen drei Partien stand er in der ersten Elf. Nach der Gruppenphase schied das Team als Viertplatzierter aus. Kurz nach dem Ausscheiden wurde Kokorin von der Nationalmannschaft suspendiert, nachdem er bei einer Party in Frankreich für 250.000 Euro Champagner bestellt hatte.[2] Im Herbst 2017 wurde er aber wieder in den Kader Russlands aufgenommen. Im März 2018 erlitt Kokorin einen Kreuzbandriss und verpasste dadurch die WM 2018 im eigenen Land.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Russia's Kokorin, Mamayev Investigated for Beating Government Official si.com, abgerufen am 10. Oktober 2018
  2. a b N-Tv Nachrichten: Zwei Sbornaja-Kicker müssen ins Straflager. In: n-tv.de. 6. September 2019, abgerufen am 6. September 2019.
  3. Russische Fußballprofis: Kokorin und Mamajew vor Haftentlassung. In: Spiegel Online. 6. September 2019, abgerufen am 6. September 2019.