Alexander Emanuely

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alexander Emanuely (* 17. Dezember 1973 in Innsbruck) lebt als Schriftsteller und Intellektueller in Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Emanuely studierte Politik- und Theaterwissenschaft an der Universität Wien und legte 2002 seine Diplomarbeit „Avantgarde und ihr Einfluss auf politische Prozesse – am Beispiel der SurrealistInnen“ vor.[1] Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Wiener Jakobiner, die deutschsprachige Exilliteratur aus der Zeit des Nationalsozialismus und die historische Avantgarde[2]. Darüber hinaus ist er zivilgesellschaftlich politisch engagiert und seit 1993 aktives Mitglied des Republikanischen Clubs - Neues Österreich.[3]

Von 1995 bis 1999 war er Herausgeber des e-zines CONTEXTXXI: Internetforum about Literature, Art & Society[4], wo er vor allem Essays von Bogdan Bogdanović, über Polizeigewalt in Österreich, Veranstaltungs- und Verlagsprogramme und Texte von verschiedenen Autorinnen und Autoren veröffentlichte[5]. 1999 erfolgte die Fusionierung des Internet-Projekts mit der Zeitschrift ZOOM der ARGE Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit in Wien und die Zeitschrift Context XXI entstand. Alexander Emanuely war von 2001[6] bis 2005 geschäftsführender Redakteur der Zeitschrift.

2001 war er auch Mitgründer der Österreichischen Sektion der LICRA, deren Vorsitzender er ist.[3] Von 2001 bis 2006 war die LICRA-Österreich Herausgeberin der Context XXI[7]. 2006 erschien sein historischer Jugendroman Die Janitscharin, in dem es um die Sultaninnen Nurbanu und Safiye und um das Leben auf dem Balkan, in Istanbul und in Algier des 16. Jahrhunderts geht. Neben diesem Jugendroman hat er vor allem Kurzgeschichten in Context XXI und Zwischenwelt veröffentlicht. Zwischen 2006 und 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der ESRA und erarbeitete dort gemeinsam mit David Vyssoki eine Studie zur Prävention von PTSD und über die salutogenetischen Faktoren im Leben schwer traumatisierter Menschen.[8]

Emanuely trug bei den Wiener Vorlesungen 2010 über Franz Hebenstreit und 2012 und 2013 über Jura Soyfer vor. 2013 hielt er gemeinsam mit Fritz Hausjell an der Universität Wien eine Vorlesung über die Vereinigung sozialistischer Schriftsteller[9]. Außerdem arbeitete er im Performance-Bereich öfters mit Künstlern wie Anna Mitterer[10] oder Thomas J. Jelinek, Gründer der Performance-Gruppe NOMAD.theatre,[11][12] zusammen.

Seit 2010 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Theodor Kramer Gesellschaft, wo er unter anderem die Lyrikreihe Nadelstiche herausgibt und als Redakteur bei der Zeitschrift Zwischenwelt mitarbeitet.[13] In der Reihe theorie.org des Schmetterling Verlages publiziert er gerade zwei Bände zum Thema Avantgarde[2]. Darin beschreibt er die Entwicklung von Félix Fénéon über Dada bis zur Situationistischen Internationale und zeichnet deren revolutionäre Zielsetzungen und Ursprünge im Anarchismus auf.[14]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiographie auf den Seiten der Universität Wien, abgerufen am 21. Mai 2016.
  2. a b Avantgarde II auf theorie.org, abgerufen am 16. Juni 2016.
  3. a b Wiener Vorlesungen auf den Seiten der Stadt Wien, abgerufen am 21. Mai 2016.
  4. John Labovitz's e-zine-list vom 9. Oktober 1995, abgerufen am 28. November 2016.
  5. Editorial. In: Context XXI, 1-2 1999, abgerufen am 13. Juni 2016.
  6. Editorial. In: Context XXI, 3-4 2001, abgerufen am 13. Juni 2016.
  7. LICRA. In: Context XXI, 5 2001, abgerufen am 13. Juni 2016.
  8. David Vyssoki, Alexander Schürmann-Emanuely, Katrin Draxl, Wilhelmine Schneebauer: Child Survivors der NS- Verfolgung in Österreich nach 1945 - Mental Health Promotion bei schwerst traumatisierten Menschen. Eine Studie zur Erhebung von ressoucenstärkenden Bewältigungsstrategien. Hrsg. von der Psychosozialen Ambulanz ESRA, Wien 2008
  9. AutorInnen auf den Seiten von theorie.org, abgerufen am 21. Mai 2016.
  10. Sonate, 2008 auf den Seiten der eMuseum/artothek des Bundes, abgerufen am 15. Juni 2016.
  11. Opening (Stadt)Parcours auf den Seiten vom Tanzquartier Wien, abgerufen am 1. Juni 2016.
  12. UNDERGROUND CITY 21 auf den Seiten vom Theater Nestroyhof - Hamakom, abgerufen am 1. Juni 2016.
  13. Kurzbio: Alexander Emanuely auf der Seite der Theodor Kramer Gesellschaft, abgerufen am 13. Juni 2016.
  14. Buchbesprechung von Avantgarde auf Kunst, Spektakel und Revolution, abgerufen am 15. Juni 2016.