Alexander Ferenczy

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Alexander Ferenczy, als Sándor Ferenczy, (* 16. Juli 1895 in Budapest, Österreich-Ungarn; † 1. März 1931 bei Berlin, Deutsches Reich) war ein ungarischer Architekt, der in den 1920er-Jahren vor allem bei österreichischen Filmproduktionen beschäftigt war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er besuchte in Budapest die Hochschule für angewandte Künste und machte auch in Wien Kunststudien. Bald darauf kam er als Szenenbildner zur Bühne und kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs zum ungarischen Film. Nach einigen Dekorationen für Filme des Regisseurs Márton Garas ging Ferenczy 1921 nach Wien, wo er bei mehreren aufwändigen Historien- und Monumentalproduktionen, die von ebenfalls ungarischstämmigen Regisseuren inszeniert wurden, mitwirkte. So etwa bei Alexander Kordas Filmen Samson und Delila (1922) und Eine versunkene Welt (1922). 1926 ging Alexander Ferenczy nach Berlin um dort seine Karriere vorerst als Partner von Berufskollegen Andrej Andrejew fortzusetzen. Später arbeitete er mit dem Wiener Ferdinand Bellan zusammen.

Für die britische Schriftstellerin Bryher plante er Ende der 1920er-Jahre gemeinsam mit Hermann Henselmann die im modernen Bauhaus-Stil errichtete Villa Kenwin im Schweizer La Tour-de-Peilz.

Alexander Ferenczy starb am 1. März 1931 bei einem Autounfall im Raum Berlin.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1919: A lélekidomár
  • 1919: A 111-es
  • 1920: Névtelen vár
  • 1920: Végszó
  • 1922: Eine versunkene Welt / Die Tragödie eines verschollenen Fürstensohnes
  • 1922: Samson und Delila
  • 1923: Herrin der Puszta / Das Bildnis
  • 1924: Hotel Potemkin / Die letzte Stunde
  • 1924: Max, der Zirkuskönig
  • 1926: Die Königin von Moulin Rouge / Die Königin vom Moulin Rouge
  • 1927: Der Zigeunerbaron
  • 1927: Die Spielerin
  • 1928: Casanovas Erbe
  • 1928: Moderne Piraten
  • 1928: Weib in Flammen
  • 1929: Meine Schwester und ich
  • 1930: Schachmatt
  • 1931: Hilfe! Überfall!

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]