Alexander Graeff

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Alexander Graeff liest auf der Leipziger Buchmesse 2014 aus Kebehsenuf

Alexander Graeff (* 24. September 1976 in Bad Kreuznach) ist ein deutscher Schriftsteller und Philosoph. Er lebt und arbeitet als Dozent, freier Autor und Herausgeber in Berlin.

Vita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Graeff studierte Wirtschafts-, Ingenieur-, Erziehungswissenschaften und Philosophie in Karlsruhe und Berlin. Nach Erlangung seiner Hochschulabschlüsse beschäftigte er sich disziplinübergreifend mit Kunst, Okkultismus und Pädagogik. Graeff unterrichtet Kreatives Schreiben und übte Gastdozenturen an unterschiedlichen Hochschulen für Ästhetik, Ethik und Pädagogik aus, u. a. an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Europa-Universität Viadrina und der Chinesischen Hochschule der Künste in Hangzhou.

Ergebnisse seiner Schöpfungsprozesse sind gleichermaßen philosophische sowie belletristische Texte. Grundlage seiner philosophischen Arbeiten ist eine konstruktivistische Weltauffassung, Themen sind meist existenzielle Lebenserfahrungen. Seine wissenschaftlichen Studien führten ihn regelmäßig in die Volksrepublik China und nach Prag. Seit 2005 hält er Vorträge und Lesungen im gesamten Bundesgebiet. Zwischen 2008 und 2012 Promotion bei Heinz-Elmar Tenorth und Michael Parmentier zum Dr. phil. über Wassily Kandinsky als Pädagoge.

Graeffs erzählende Prosa ist fragmentarisch und surreal, er veröffentlicht auch poetologische Essays.[1] Seine Texte vereinen nicht selten Alltag und Metaphysik. Graeff scheut sich nicht vor Literaturmischformen, Text-Bild-Transformationen und transdisziplinärem Arbeiten. So sind bisher zahlreiche Kooperationen mit bildenden Künstlern, Illustratoren und Musikern entstanden.

Alexander Graeff ist seit 2013 Initiator und Gastgeber der Lesereihe Literatur in Weißensee in der Brotfabrik.[2][3] Gemeinsam mit der Designerin Anke Enders gibt Alexander Graeff seit 2015 Outsider-Literatur in der Edition Paradogs heraus.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenständige Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Anthologien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staunen, Entdecken, Jubeln angesichts limitierter Freiheit? Einige (kritische) Anmerkungen zum Reformationsjubiläum. In: Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern (Hg.): formare. Katalog zur 27. Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern, 2017. S. 12–19.
  • Einfühlung – Über ästhetische Methoden in der Bildung. In: BDK-Mitteilungen – Zeitschrift des Fachverbandes für Kunstpädagogik 4 (2016).
  • Probleme interkultureller Kunstpädagogik. Eine philosophisch-vergleichende Skizze des chinesischen und europäischen Denkens am Beispiel Kreativität. In: BDK-Mitteilungen – Zeitschrift des Fachverbandes für Kunstpädagogik 1 (2015).
  • Abstraktion als Kategorie pädagogischer Transformation. Wassily Kandinsky als pädagogischer Avantgardist. In: Jahrbuch für Historische Bildungsforschung 19 (2013).
  • Der Kindeskraft den Garaus machen – Wassily Kandinskys Akademiekritik im Spiegel seiner Zeit. In: Ideen und Realitäten von Universitäten. Peter Lang, Berlin, 2013.
  • Der Bildungsbegriff – ein transdisziplinärer Widergänger. In: Metamorphosen der Bildung. Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2011.
  • Daher auf zu meinen Fronten. In: Zukunftsmusik oder Schnee von gestern? Interdisziplinarität, Internationalität und Aktualität des Futurismus. Italienisches Kulturinstitut, Köln 2010.
  • Über die Liebe. In: Was ist Liebe? Eine integrale Anthologie über die Facetten der Liebe. Phänomen Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-933321-58-9.

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften und Anthologien (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ekelentenreim. In: Roth, Tobias (Hg.): Lob der mechanischen Ente. Berlin: Sukultur, 2017.
  • Poeto-narratives Hinterbühnenjournal. In: Sachen mit Woertern – Zeitschrift für Literatur und Ähnliches, Berlin 2015.
  • Canidäismus. In: Belletristik. J. Frank, Berlin 2014.
  • Das Becken. In: Belletristik. J. Frank, Berlin 2012.
  • sachen: baumwollsachen. In: Märchenland. Die Gebrüder Grimm in Israel. J. Frank, Berlin 2010.
  • Diffuse Überlegungstrilogie bei einem Glas Holunderblütenlimonade. In: Belletristik. J. Frank, Berlin 2009.
  • Tragisches Zwischenspiel im herbstlichen Hinterhof. In: Belletristik. J. Frank, Berlin 2009.
  • Geisterprobleme und Lebensfragen. In: Belletristik. J. Frank, Berlin 2008.

Herausgeberschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wassily, Kandinsky: Briefe – Texte – Schriften aus der Zeit am Bauhaus. Weimarer Verlagsgesellschaft, Weimar 2016.
  • Wassily, Kandinsky: Vergessenes Oval. Gedichte aus dem Nachlass. J. Frank, Berlin 2016. Zusammen mit Alexander Filyuta.
  • Johannes Hertel: Du bist dieser Satz. Lyrische Dramatik. Edition Paradogs, Berlin 2016.
  • Claas Hoffmann: Nacktmull im Solebad. Antiprosa. Edition Paradogs, Berlin 2015.

Multimedia (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Graeff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Graeff: Schreiben gegen die Norm(en). Fixpoetry, 14. Juli 2014, abgerufen am 23. August 2014.
  2. Alexander Graeff: Literatur in Weißensee. Alexander Graeff, abgerufen am 27. August 2014.
  3. Literatur in Weissensee. Brotfabrik, abgerufen am 23. August 2014.