Alexander Held

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Schauspieler Alexander Held (links) und Stipe Erceg in einer Drehpause

Gerald Alexander Held (* 19. Oktober 1958 in München) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Schulzeit war Alexander Held Solosänger im Chor der Regensburger Domspatzen und ein talentierter Fußballspieler, der mit dem Fußballclub TSV 1860 München fünfmal die Jugendmeisterschaften gewann. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Otto-Falckenberg-Schule in München.[1] Danach begann Held bei den Münchener Kammerspielen. Weitere Engagements am Staatsschauspiel Hannover, der Freien Volksbühne Berlin, dem Theater Basel und den Salzburger Festspielen folgten.

Im Jahre 1993 wurde Held von Regisseur Klaus Emmerich in Morlock erstmals für einen Fernsehfilm besetzt. Seitdem hat er in zahlreichen bekannten Kino- und TV-Produktionen mitgewirkt, darunter z. B. Schindlers Liste von Steven Spielberg, Sophie Scholl – Die letzten Tage von Marc Rothemund und Der Untergang von Oliver Hirschbiegel.

Wohl auch aufgrund der markanten Stimme, der Fähigkeit, seinen Figuren eine Doppelgesichtigkeit zu geben, die hintergründig leise eine gefährliche Unberechenbarkeit ausstrahlt, und seiner akkuraten, scharfen Aussprache verkörperte Held mehrmals NS-Funktionäre, wie in Der Untergang. Seine wohl bekannteste Rolle ist die des Gestapo-Beamten Mohr, der die Vernehmungen von Sophie Scholl führte. In Napola – Elite für den Führer war er jedoch auch als Nazi-Gegner zu sehen.

Bei der Sat.1-Serie Der Bulle von Tölz mit Ottfried Fischer wirkte er mehrmals als ein SPD-Bundestagsabgeordneter mit, der meist das Nachsehen gegenüber seinen Gegnern von der „bayerischen Einheitspartei“ hat.

2007 spielte er neben Iris Berben den geldgierigen Schurken Heinrich von Strahlberg im Fernseh-Zweiteiler Afrika, mon amour. 2008 war er der Gegenspieler des Brandner Kaspar Alois Kugler im gleichnamigen Kinofilm von Joseph Vilsmaier. 2009 verkörperte er in Margarethe von Trottas Kinofilm Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen neben Barbara Sukowa, Heino Ferch und Hannah Herzsprung den politisch taktierenden Abt Kuno, und im gleichen Jahr sah man ihn in Sönke Wortmanns Die Päpstin als Kaiser Lothar I. 2010 spielte er die Figur des Oberstaatsanwalts Dr. Sasse neben Ulrich Tukur in Dieter Wedels TV-Zweiteiler Gier. In der Krimi-Reihe München Mord spielt er seit 2014 die Hauptrolle des Hauptkommissars Ludwig Schaller, der mit recht unkonventionellen Methoden seinen Chef verärgert, aber seine Fälle löst.

Sein Vater war der im Mai 1974 verstorbene Schauspieler José Held.

Verheiratet war er seit Dezember 2005 mit der 1961 in Genf geborenen Schauspielerin Patricia Gräfin Fugger von Babenhausen († 2014).[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014 Bayerischer Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie Serien und Reihen für seine Rolle in München Mord (ZDF)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] (abgerufen am 18. Juli 2015)
  2. Patricia Fugger auf IMDb (abgerufen am 13. Oktober 2014)